über sich selbst lachen

ich sah nach meinen Tomaten. Sie wachsen sehr wild. Ein dichter grüner Wald, mit hier und da grünen Früchten. 

Ich war in Eile, schnell die Pflanzen gießen, sie lassen schon die Köpfe hängen. Auch ausgegeizt müssen sie wieder werden, „wie schnell sie doch wachsen“, schoß es mir durch den Kopf. 

Tief grün stehen sie an ihrem Platz, unterbrochen von zierlich gelben Blüten. „Hä, da war doch gerade ein roter Fleck, was ist denn das,“ wunderte ich mich. Gleich nachgesehen, und eine kleine frühreife Tomate entdeckt. In dem Moment war ich nur auf grün getrimmt, dass da was ROTES sein könnte, war mir irgendwie suspekt. LOL Ich lachte über mich selbst.

Vielfalt

es gibt kleine, große, runde, eiförmige usw. 

Meine absoluten Lieblinge sind winzig klein, heißen Johannisbeertomaten, und ich finde ihren Geschmack am allerallerbesten.

frisch geerntet vom Strauch

Ja, sie machen Arbeit, weniger bei der Bepflanzung, meine gehen inzwischen sogar von selbst auf, es sind Wildtomaten. Man braucht sie nicht ausgeizen, nur gießen, ab und an. Die Ernte ist jedoch  aufwändig. 😉 Sie heißen nicht umsonst Johannisbeertomaten, ihre Früchte sind kaum größer als die, die wir vom Obst am Strauch kennen. Aber der Geschmack entschädigt alles.

Johannisbeertomaten
meist werden die unteren am Boden liegenden Tomatchen als erstes reif, sie hängen an Rispen, jedoch es wäre zu einfach, wenn die Tomaten an der Rispe alle auf einmal reif wären, nein immer nur wenige davon.

Garten Anfang September 2018

Die Zucchini habe ich entsorgt, nur gießen und nichts kommt dabei rum, no go.

Gurken blühen noch fleißig, viele Blätter sind vertrocknet, aber ab und an gibt es noch Früchte.

Die Physalis werden reif, habe schon etliche genascht, das tue ich gerne während ich im Garten bin.

Mangold habe ich abgeerntet. 

Viele Erdbeerstauden sind mir vertrocknet, wurden entsorgt.

Die Meteorologen sagen für die Zukunft weiterhin solch heiße Sommer voraus. Wir haben dieses Jahr gesehen was sich an Pflanzen bewährt und was nicht. Im Radio hieß es schon, in einigen Jahren werden wir eine gänzlich andere Vegetation haben als zur Zeit. Wenn es so weiter geht glaube ich das.

Unserem Wasserspeier (Fisch) fror es im Winter das Gesicht ab. Mein Mann hat ihm ein neues gegeben, modelliert aus Zement, jetzt schauen wir mal, ob das Fischlein den nächsten Winter übersteht.

Unsere 3 Tonnen Split sind verarbeitet. Ich habe keinen Kieshaufen mehr in der Einfahrt. Die Platten hinterm Haus sind neu verlegt. 

Nun haben wir ein neues Projekt ins „Auge“ gefaßt, wir wollen eine kleine Böschungsmauer errichten. Die Steine dazu sind verhältnismäßig teuer. Da erinnerte ich mich, dass mein Vater vor über 30 Jahren welche aus Zement selber gegossen hat.

Fünf Prototypen sind inzwischen fertig, wir haben sie für gut befunden, also die die Produktion weiter. Wir brauchen ca. 45 Stück, das könnten wir bis nächstes Jahr schaffen. Es geht täglich nur 1 Stein und im Winter ist es zu kalt, um sie herzustellen.

Eigentlich müssten die Buchsbäumchen wieder zu ordentlichen Kugeln geschnitten werden. Das ist nicht mein Ding. Es liegt aber so viel an, also müssen sie warten.

Die Wildtomaten blühen und tragen noch Früchte, sie sind nur so groß wie die Josta, ist mühsam sie zu ernten.

Durch den Regen fallen immer mehr Äpfel vom Baum, zweimal kochte ich Apfelmus ein,  zwei Apfelkuchen sind inzwischen verputzt und heute gibt es Apfelkraut. (Sauerkraut mit Äpfel)

Dankeschön

war bei einer Behandlung, schau aus dem Fenster und sage „mei hängen da viele Äpfel auf den Bäumen“. Sagt mein Gegenüber: „brauchens welche?“ Ich, „ja“.

„Hier nehmen Sie die mit, habe ich gerade selber geschenkt bekommen und kann sie nicht brauchen, habe genug eigene.“

Ich antworte: „Danke, da sind noch 2 Tomaten mit drinnen, ich nehm sie für sie raus!“

„Nein, die können sie auch behalten, davon hab ich selber genug im Garten,“ bekomme ich zur Antwort.

Das ist doch schön. Habe mich sehr gefreut.

Tomaten???

ich fahre immer zu einer russischen Dame, die hat alte Tomatensorten. Dieses Mal war es schon recht ausgeklaubt als wir kamen. Suchte mir einige Pflanzen aus und baute sie wie üblich in den Vorgarten. 

Ich bin dieses Jahr ganz und gar nicht mit diesen Pflanzen zufrieden, musste mir noch zwei vom Gärtner nach kaufen und eine Pflanze erstand ich im Supermarkt. Ich wußte nicht was es wird. 

Ohje, es sind die kleinen Johannisbeertomaten oder Wildtomaten, wie man sie nennt. Die hatte ich schon einmal selbst gezogen und gepflanzt und es ist wirklich mühsam sie zu ernten.

Tja, und zu meinem Unmut, habe ich sie noch in die zweite Reihe direkt an die Hauswand gepflanzt und somit ist es mir wirklich fast unmöglich die kleinen Kugerl von der Staude zu zupfen.

Als Deko sehen sie sehr nett aus, und der Geschmack ist wirklich gut, da kann man nicht meckern. 

Hier tummeln sie sich auf einem Kartoffelgurkensalat.

 

Brennnesseljauche

Brennnessel sollte man nicht als Unkraut betrachten. Sie ist eine sehr wertvolle Pflanze.

Die Jauche ist ein hervorragender Dünger.

Als erstes müssen die Brennnessel geerntet werden. Zieh dir dazu Gartenhandschuhe an.

Suche dir ein geeignetes Gefäss, Kübel etc.

Ich setze meine Brennnesseljauche in einer großen Mörtelwanne an (große Plastikschüssel).

Wenn du die Nesseln im Mai sammelst, wird die Jauche sehr stickstoffreich.

Ich fülle die Wanne zu einem Drittel mit klein geschnittenen Brennnesseln. Stelle sie an einen sonnigen Platz. Fülle so viel Wasser auf, bis alle Pflanzenteile gut bedeckt sind. Täglich muss das ganze umgerührt werden. Nach ungefähr drei Tagen riecht alles stark, wer das verhindern will, gibt Gesteinsmehl hinzu. Nach einer oder zwei Wochen ist die Jauche fertig. Manche sieben die Jauche ab und geben die restlichen Pflanzenteile auf den Kompost. Da ich vorher alles stark zerkleinert habe, mache ich das nicht.

Die Flüssigkeit ist fertig und die Pflanzen können gedüngt werden. Verdünnung 1:10. Jungpflanzen 1:20.

Tomaten, Gurken, Kohl, Lauch, Sellerie, Zucchini, Kräuter, Kürbis, Paprika und Rosen sind dankbar für die Düngung.

Wer mehr wissen will, bitte im net suchen, ich bin kein Experte.

Bitte nur auf den Wurzelbereich gießen. Erdbeeren sind Schwachzehrer und wollen nicht damit gedüngt werden. Man wiederholt die Düngung in ein- bis zweiwöchigen Abständen. 

Das gleiche geht auch mit Beinwellblättern. In hohen Dosen ist Beinwell giftig. Als Dünger nicht.

Die Jauche soll gut sein gegen Blattläuse und Spinnmilben, sowie gegen Pilzerkrankungen, z. B. Mehltau.

Brennnesseljauche und Beinwelljauche ergänzen sich gut und können auch zusammen in einem Topf angesetzt werden.