der Jung(gesellen)brunnen

Inzwischen treffen im Teich mehr und mehr Kröten ein. Es wird gequakt was das Zeug hält. Gott Lob ist eine Kröte nicht sehr laut. Sie rufen nach Weibchen, aber keine einzige lässt sich blicken. Ungefähr 10 männliche Kröten habe ich gezählt. Letztes Jahr hatte ich „nur“ 2 Paare im Teich, sie können doch nicht ausnahmslos männlichen Nachwuchs gezeugt haben? Die Kröten kehren immer wieder an ihren Geburtsort zurück.

Einen Tag später finde ich den ersten Krötenlaich im Teich, offensichtlich wurde das Bitten und Betteln der Krötenherren erhört, inzwischen sichtete ich mehrere Paare. Da wir Molche im Teich haben, die nach und nach die geschlüpften Kaulquappen verspeisen, und die Kröten geschützt sind, werde ich der Natur nicht ins Handwerk pfuschen.

Wenn es allerdings zu viele Pärchen werden, muss ich wieder einige abfischen und ans Altwasser übersiedeln. Es gab Jahre da hatte ich über 100 Paare im Teich. Später lebte dann der ganze Rasen, über und über war er mit Kleinstkröten übersät. Man traute sich nicht mehr die Fläche zu betreten. Das möchte ich nicht nochmals erleben. Damals sammelte ich stundenlang die kleinen Tierchen in einen Joghurtbecher ein und trug sie an den Waldrand.

traurig

neulich sah ich in den Teich, ich hörte ständig leises quaken. Zwei Krötenmännchen kämpften um ein Weibchen, das gar nicht gut aussah. Letztendlich sassen beide auf ihr drauf. Sie rührte sich nicht, hatte einen dicken weißlich aufgeblähten Bauch und für mich sah es so aus, als wäre sie bereits tot.

Einige Tage später entdecke ich das tote Weibchen im Weiher treibend, die Männchen waren fort.

Sie konnte wohl nicht laichen.

Das ist mir schon zum zweiten Mal passiert. Tut mir immer sehr weh.

wie das Leben so spielt

Das Leben ist ein Kommen und Gehen, ein ewiger Kreislauf von werden und vergehen.

Auf den Tag folgt die Nacht, usw.

Es ist im Großen und Kleinen so.

Als ich heute meine Fischlein fütterte, entdeckte ich einen großen Albinofisch, auf der Seite liegend. Ich sah keine Verletzungen, ich fischte ihn heraus und gab ihn der Erde zurück. Er kam, wie alle seine Vorgänger auf den Kompost. 

Fische im Teich

Es ist einer von meinen bestimmt hundert Fischlein, und trotzdem bin ich traurig, dass er gegangen ist. Ich tröste mich, es war ein großer Fisch, er hatte viele Jahre in meinem Weiher gelebt, und ich durfte mich über ihn freuen. Jetzt war es wohl an Zeit zu gehen.

was sie lieben

Auch Goldfischlein haben so ihre Vorlieben. Jetzt bei dieser Hitze haben sie es gerne, wenn ich Frischwasser im harten Strahl in den Teich spritzen lasse. Schlauch auf und Wasser marsch. Sofort kommen sie alle angeschwommen und tummeln sich unter dem kühlen mit Sauerstoff angereicherten Wasser, schwimmen gegen den Strom. Es ist eine Freude sie dabei zu beobachten. Den Wasserstrahl lasse ich knapp über der Wasseroberfläche laufen, damit es schön sprudelt.

Alte Brötchen

Harte Brötchen und Semmeln was tun? Semmelbrösel brauch ich kaum, ich selber soll Kohlenhydrate meiden, darum esse ich Brezen, Semmeln, etc. kaum. 

So habe ich sie klein geschnitten und geklopft. Nun freuen sich die Fischlein im Weiher darüber, man will ja nichts verkommen lassen. 😉

Im ersten Moment als mir die Tüte mit den steinharten Semmeln gebracht wurde, dachte ich, hätte ich jetzt Enkel, kleine Enkel, würde ich mit ihnen zum Enten füttern gehen. Kurz drauf fragt mein Mann, „meinst, dass die sich noch drei Jahre halten?“ „Häh, wieso drei Jahre?“

„Naja, dann könnten wir mit dem Enkelkind Enten füttern gehen. Bis dahin haben wir vielleicht einen Enkel!“ (Witz von meiner bessern Hälfte).

Zwei Dumme, ein Gedanke. LOL *g*

Überraschung

Vor ein paar Tagen hatte ich im Garten zu tun. Ja, es ist schon lange so weit, ich brauch sogar dafür meine Lesebrille, das Alter lässt grüßen. Schönen Gruss zurück, ich lass mich nicht unterkriegen! 🙂

Ich zog meine Lesebrille vom Kopf und setzte sie auf die Nase ;-). Kaum bückte ich mich, fiel sie mir ins Beet, ich setzte sie wieder auf, nach einer Weile flutschte sie wieder runter. Wie das kommt? Die Bügel leiern aus, weil ich die Brille immer auf meinen Kopf setze, wenn ich sie gerade nicht brauche. So habe ich sie immer am Mann, ähm Frau, meinte ich natürlich. *g* Nee, das mit der Brillenkette ist doof, das nervt beim Arbeiten, das klappt vielleicht im Büro, aber nicht, wenn man Hausarbeit zu verrichten hat. Ich habe schon vieles probiert, z. B. Schürze und Schürzentasche, umständlich! Beste Lösung, nicht gebraucht, Wartestellung auf dem Kopf. ;-). Nach einer Weile halten sie auch dort nicht mehr richtig, egal ob Billigbrille aus dem Supermarkt oder teure vom Optiker, letztere kann man zwar „nachziehen“ lassen, aber geh mal alle paar Wochen hin, dann lässt du es lieber! 😉

Lange Rede, kurzer Sinn, mir wurde es zu blöde. Ich beschloß die jungen Pflänzchen noch fix zu gießen und dann wieder im Haus zu werkeln. Tasche zum Einstecken hatte ich keine, also hängte ich mir die Brille kurzerhand an den Ausschnitt.

Wenn ich Pflanzen in der Nähe unseres Teiches wässere, schöpfe ich das Wasser mit der Gießkanne aus dem Weiher. – Fertig – Kanne aufgeräumt und rein in die gute Stube.

Automatisch suchte ich meine Brille auf dem Kopf, da war sie nicht, jessasna, die müßte doch …. ne, tut sie aber nicht. Verflixt und zugenäht, wieder eine Brille weniger, bestimmt, ist die mir in den Teich gefallen. Und ich habe keinen Froschkönig, den ich bemühen könnte.

Heute beschneide ich im Garten die Katzenminze, ups, jetzt wäre ich bald auf etwas getreten, was liegt denn da? Überraschung! Ich glaub es nicht, meine alte Brille. Da ich sowieso mit der Gartenarbeit fertig war, hab ich sie mir gleich wieder auf den Kopf gesetzt.

Während ich hier tippe tut sie noch gute Dienste, ich schau auch immer nur schön geradeaus. 🙂