von Zeit zu Zeit

gestern beim Einkaufen entdecke ich, dass der Henkel meiner Handtasche fast durchgerissen ist. „Naja, sie ist nicht mehr die Jüngste überlege ich,“ schon lange halte ich Ausschau nach einem ähnlichen Modell. Ich bin kein Taschenfreak, wie viele Frauen. Ich habe eine Tasche, und die ist dann mein „Liebling“, nicht weil sie besonders schön ist, nein, weil sie zu allem paßt und geräumig ist. Man nicht besonders drauf aufpassen muss, weil sie teuer war. 

Am liebsten mag ich Taschen schwarz mit braun. Das muss kein Leder sein, aber Kunstleder mag ich auch nicht. Meine ist aus einem strapazierfähigen Nylonstoff. Sie ist schon viele Jahre mein treuer Begleiter und jetzt, zeigt sie Ermüdungserscheinungen. Das paßt mir gar nicht.

Ich begutachte den Schaden auf dem Parkplatz und stelle zufrieden fest, das kann ich wieder selber reparieren. Henkel zurück zwischen Aussenstoff und Futter stecken und einige Male mit der Nähmaschine drüber nähen. Gut, dass sie nicht aus Leder ist. Das versöhnt mich. 

Zu Hause angekommen, kippe ich den gesamten Inhalt in einen Weidenkorb. „Ui,“ denke ich, „lieber Himmel, was ist denn da alles drinnen! Darum ist das „Luder“ auch immer so schwer, obwohl die Tasche selber kaum Gewicht hat.“

Ich räume alle Seitentaschen aus und gehe mit ihr ins Nähzimmer. Der Schaden ist schnell behoben. Weil sie schon leer ist, und das Wetter heiß, wisch ich sie aussen und innen noch gründlich ab und hänge sie zum Trocknen auf.

Später mache ich mich wieder ans Einräumen. Ich krame im Weidenkorb. X Einkaufzettel, tztztz, ich fische alle raus, schmeiß sie weg, Geld bekomme ich eh nicht mehr! 😉 

5 Kugelschreiber, LOL, ja blöd, wenn man auch in den Abgründen der schwarzen Tasche nie was findet, was  man schell braucht! Vier Kommen in den Schrank, einer wird auf Schreibtüchtigkeit geprüft und ins Seitenfach der Tasche gesteckt. 

Das Bändchen vom Krankenhaus kommt wieder zum Vorschein, so ein Ding, wie bei einem Neugeborenen.

Bonbons sind auch noch im Korb, ne, habe ich nicht gekauft, alles Geschenke, wenn ich sie nicht essen will, bunkere ich sie, früher brachte ich sie immer meinem Vater, der war ein „Süsser“, schon als ich Kind war, durfte er zu Weihnachten meinen Schokoosterhasen „schlachten“ und zu Ostern, den Weihnachtsmann, denn so etwas habe ich nie gegessen und hätte ich nicht übers Herz gebracht zu zerstören. 😉 Jetzt lebt mein Papa schon einige Jahre nicht mehr, aber ich habe zu Hause immer noch eine Schale, in der ich alle Süssigkeiten aufhebe, nur jetzt isst sie keiner mehr. So werden auch die von Zeit zu Zeit entsorgt. Ich werde wehmütig, denke Jahre zurück, während ich einen Taschenschirm aus dem Korb fische. Ne, der kommt nicht in die Tasche zurück, der hat auch nur Gewicht, ich hänge ihn in die Garderobe, wenn es wirklich regnet habe ich noch einen Stockschirm im Kofferraum, das muss im Sommer genügen! 😉

Nun klaube ich die Haarspangen heraus. Jede Menge hat sich angesammt, meist gehe ich damit aus dem Haus, irgendwann fallen sie mir runter, und ich hab keinen Spiegel zur Hand, dann nehm ich sie aus dem Haar und rein in die Tasche.  Manche sind kaputt, die müssen unterwegs verstaut werden, man schmeißt seinen „Mist“ nicht einfach auf die Straße! Ein Kamm, der kommt wieder ins Seitenfach und Magnesiumtütchen, die brauche ich, hatte schon zweimal einen Krampf in der Fußsohle während einer Autofahrt, das macht Spaß, und kein Parkplatz weit und breit.

Geldbeutel, der muss rein und was findet sich noch, fünf Packungen Taschentücher, immer wenn ich aus dem Haus gehe, denke ich, nimm mal vorsorglich welche mit. Was zu viel ist, ist zu viel. Zwei reichen, entscheide ich. Jetzt ist die Tasche gar nicht mehr so schwer. 😉

Fotoapparat klein ist auch noch da. Nein, der soll raus, immer muss ich den nicht rumschleppen! Ist ja alles Gewicht.

Uff geschafft, nein, da finden sich noch zwei Blumenaufkleber, die hab ich in der Gärtnerei bekommen, gleich einkleben ins Sammelheftchen, wenn es voll ist, bekomme ich 10 Euro, das ist nicht zu verachten!

Geschafft!

Einladung

am Wochenende bin ich eingeladen. Bei uns am Ort findet das 24-Stunden-Radrennen statt. 

Wir treffen sich bei den Gastgebern im Garten, mitten in der Stadt.

Die Innenstadt ist wegen dem Ereignis gesperrt. Ich habe versprochen, einen Kuchen zu backen. Schon lange habe ich mir eine Kuchentragetasche angesehen, aber nie umgesetzt. Gestern „packte ich den Stier bei den Hörnern“ und machte mich daran. 

Dazu brauchte ich zwei neue Geschirrtücher und ein Stück Stoff für die Griffe. Jetzt kann ich mein Auto am Stadtrand stehen lassen und muss meinen Kuchen nicht balancierend durch eine wuselnde Menschenmenge tragen.

Mit meinem neuen Nähprojekt stell ich mir das jetzt ganz entspannt vor.

Auch diverse Schüsseln mit Salat etc. lassen sich so gut transportieren.

Zuhause nimmt die Stofftasche später nicht viel Platz weg und kann gut aufgehoben werden bis zum nächsten Einsatz.

japanische Knotentasche

Sie sieht so verdammt einfach aus. Aber sie hat ihre Tücken. Drei Exemplare habe ich inzwischen genäht, aber keine ist perfekt. Das nervt mich ungemein.

Zwei davon habe ich mit geraden Boden genäht und gerundeten Ecken. Eine mit runden Boden. Zwei Varianten fand ich im net, die Träger zu schließen. Beide sind für mich nicht stimmig, ich bringe es nicht so hin, wie ich es gerne hätte.

Ein Versuch war es wert, vielleicht mach ich ja noch eine und noch eine …..

Für was man sie gebrauchen kann?

Wenn man stricken oder häkeln will, kann man die Wolle darin verstecken, sie verheddert sich nicht. Das Täschen hängt am Arm und so ist es im Gehen möglich zu stricken. Aber ich stricke nicht, und gehäkelt habe ich auch schon ewig nicht mehr. 😉

Vielleicht als Verpackung für ein T-shirt oder …..

Es macht Spaß, wenn es auch manchmal nervt *g*! 

Jeder will was von mir

Handy, ein rotes Tuch! Jahrelang hab ich mich geweigert so ein Ding zu benutzen, geschweige denn zu haben.

Nun ja, irgendwann musste ich kapitulieren, denn ich konnte nur noch Überweisungen tätigen mit Handy. Weil mir so die TAN übermittelt wurde. Ich war sehr angesäuert, jetzt musste ich mir das Teil kaufen. Sie nötigten mich regelrecht dazu für so ein unnützes, ungesundes Ding, Geld auszugeben.

Andere bestimmen, wie und für was ich meine „Kohle“ verbrauchen muss! Ich gebe zu, mich ärgert sogar nach Jahren noch bei jeder Überweisung, dass die Bank mir quasi das Handy aufgezwungen hat.

OK, ich höre auf zu meckern, ein Handy hat auch seine Vorzüge.

Lange Rede kurzer Sinn, jedenfalls verlege ich das Teil dauernd. Dann rufe ich meine Handynummer über Festnetz an und folge dem Klingelton. Meist liegt es ja nicht weit weg, aber das sagt noch lange nicht, dass es dann für mich gleich griffbereit ist.

Neulich führte mich der Klingelton schnurstracks zu meiner Handtasche. Da drinnen musste es also sein, glaub nicht, dass ich es auf Anhieb entdeckt habe.

Jedenfalls fand ich drei Lesebrillen, ich hatte sie die letzten Tage schon schmerzlich vermisst. Es klingelte und klingelte, was man doch in den Abgründen eines solchen Shoppers alles wieder zu Tage befördern kann, tztztztz, nur kein Handy, und jede Menge Reißverschlusstaschen gibt es ausserdem noch, und in der allerletzten wurde ich dann doch noch fündig. 😉

Naja, und heute fand ich das Handy mal wieder nicht. Ich wußte genau, dass es zu Hause sein musste, ohja, schließlich brauche ich es für mein Garagentor, und mein Auto steht in der Garage! Gut, mal wieder das Festnetz bemühen.  Es klingelt gleich drauf in der Küche. Der Ton führt mich zum Tisch. Aha da liegt ja auch die Handtasche. Nein, die Tasche klingelt heute nicht. Das Handy muss auf dem Tisch liegen. Aber wo, es war nicht zu sehen.

Dort lagen noch andere Sachen, da ich heute schon früh morgens quasi fluchtartig das Haus verlassen musste. Auch der Einkauf tummelte sich noch da und wartete aufgeräumt zu werden. Ich schaute hinter den Stapel frisch gewaschener Geschirrtücher, nichts, unter die Tasche, auch nichts, rückte das eine und andere Teil zur Seite, während es immer weiter läutete.

Ich hörte den Trockner im Keller piepsen, schön, dass er mir Bescheid gibt, dass er fertig ist, während ich noch immer auf dem Tisch suchte, und das eine und andere hin und her schob. Nun piepte auch noch die Waschmaschine, „jetzt nicht“, rief ich grantig, während mir eine fordernde Katze über die Beine strich. „Du hast noch Futter im Napf“ sagte ich streng, „erst wenn ausgefressen ist gibt es was Neues.“ Shiva nervte weiter, sie kann es auf den Tod nicht ausstehen, wenn Frauchen für mehrere Stunden ausser Haus ist. Endlich ist das Personal zurück, dann soll es auch etwas für die Katz tun.

Angepisst schnappte ich mir die Katze und hockte sie vor den Fressnapf, inzwischen waren meine Nerven angekratzt. Penetrant läutet es auf dem Tisch weiter, und ich blicke stumm ratlos auf dem Tisch herum! 😉

Plötzlich bleibt mein Blick an der Semmeltüte hängen, das darf doch nicht wahr sein, schießt es mir durch den Kopf, jetzt klingeln sogar schon die Semmeln nach mir 😉 und muss lauthals über mich selber lachen.