Ofenhandschuhe

Neulich, als ich Plätzchen gebacken hatte, wollte ich das Blech aus dem Ofen holen, zog meinen uralt Ofenhandschuh an, der fast 40 Jahre auf dem „Buckel“ hat und auaaaaaa. Er war an einer Stelle so dünn geworden, dass ich mich verbrannt hatte, konnte momentan das Blech nicht abstellen und fallen lassen wollte ich es auch nicht ;-). 

Was? Ja, ich habe schon die ersten Weihnachtsplätzchen gebacken.

Ich hatte Lust mir selber Ofenhandschuhe zu nähen und zwar zwei Stück. Für die rechte und für die linke Hand je einen, manche Dinge sind mir zu schwer, da packe ich gerne mit beiden Händen zu.

Habe mir zuerst ein Schnittmuster gemacht, Hand eine ganze Ecke größer, damit mein Mann die Handschuhe auch benützen kann. Habe mich am alten Handschuh orientiert.

Dann mir Thermolam 272 bestellt. 

Meine fertigen Werkstücke auch gleich ausprobiert, Ofen auf 200 C aufgeheizt. Klappt. :-). OK 5 Minuten bei 200 C da könnte es prenzlig werden ;-)! Aber solange hält ja niemand ein heißes Blech in Händen. Also ich nicht.

wie ich gerade sehe, habe ich Thermolam falsch geschrieben auf dem Foto. (sorry, aber ich will das Bild nicht nochmals bearbeiten und löschen und ….. )
Beim Schnittmuster aufpassen, es muss gegengleich aufgelegt werden. Das Thermolam wird genauso groß zugeschnitten wie der Aussenstoff. Den hellblauen Futterstoff habe ich etwas am Handgelenk verlängert, damit ich diesen dann nach aussen umstülpen konnte.
Die Innenhandschuhe braucht man nur zusammen nähen und muss sie nicht wenden. Ich bin hineingeschlüpft mit der Hand und habe dann den Aussenhandschuh über gestülpt, glatt gestrichen und den hellblauen Stoff über den unteren Rand der kurzen Handschuhe gezogen.

Wer es ganz dick haben will, sollte dieses Thermolam doppelt nähen, das müßte die Nähmaschine schon packen.