Mangold – Erfahrungswerte

Meine zweite Aussaat ist inzwischen gut gewachsen.

Ich erinnere mich, die vergangenen Jahre immer Knoblauch in den Ecken des Hochbeetes gesteckt zu haben. Dieses Mal nicht. Möglicherweise war das die Einladung für Ameisen, die mir später die Läuse gezüchtet haben.

Bei der zweiten Aussaat hatte ich nachgelesen, Zwiebelgewächse mit anzupflanzen und Ringelblumen. Setzte also zwei Ringelblumen in die Ecken und pflanzte Frühlingszwiebel an den Rand, nun kam der Mangold ohne Läuse durch.

Leere Versprechungen

inzwischen sind wir in unserer Stadt sehr geknickt. Jeden Tag donnert und blitzt es über lange Zeit, der Regen fällt in den umliegenden Ortschaften, nur nicht bei uns. Wir liegen im Talkessel und bleiben verschont. Es ist frustrierend jeden Tag Ewigkeiten mit dem Schlauch im Garten zu stehen. Die Pflanzen haben größtenteils das Wachstum eingestellt.

Die Natur bräuchte so dringend Wasser, die Felder und Wälder darben. Die Bauern stöhnen. Das treibt die Preise in die Höhe.

Die Läuse feiern ihr Festival. Gestern erntete ich Gemüsemalve und musste die Hälfte davon entsorgen, weil sie so verlaust war.

Brennnesseljauche

Brennnessel sollte man nicht als Unkraut betrachten. Sie ist eine sehr wertvolle Pflanze.

Die Jauche ist ein hervorragender Dünger.

Als erstes müssen die Brennnessel geerntet werden. Zieh dir dazu Gartenhandschuhe an.

Suche dir ein geeignetes Gefäss, Kübel etc.

Ich setze meine Brennnesseljauche in einer großen Mörtelwanne an (große Plastikschüssel).

Wenn du die Nesseln im Mai sammelst, wird die Jauche sehr stickstoffreich.

Ich fülle die Wanne zu einem Drittel mit klein geschnittenen Brennnesseln. Stelle sie an einen sonnigen Platz. Fülle so viel Wasser auf, bis alle Pflanzenteile gut bedeckt sind. Täglich muss das ganze umgerührt werden. Nach ungefähr drei Tagen riecht alles stark, wer das verhindern will, gibt Gesteinsmehl hinzu. Nach einer oder zwei Wochen ist die Jauche fertig. Manche sieben die Jauche ab und geben die restlichen Pflanzenteile auf den Kompost. Da ich vorher alles stark zerkleinert habe, mache ich das nicht.

Die Flüssigkeit ist fertig und die Pflanzen können gedüngt werden. Verdünnung 1:10. Jungpflanzen 1:20.

Tomaten, Gurken, Kohl, Lauch, Sellerie, Zucchini, Kräuter, Kürbis, Paprika und Rosen sind dankbar für die Düngung.

Wer mehr wissen will, bitte im net suchen, ich bin kein Experte.

Bitte nur auf den Wurzelbereich gießen. Erdbeeren sind Schwachzehrer und wollen nicht damit gedüngt werden. Man wiederholt die Düngung in ein- bis zweiwöchigen Abständen. 

Das gleiche geht auch mit Beinwellblättern. In hohen Dosen ist Beinwell giftig. Als Dünger nicht.

Die Jauche soll gut sein gegen Blattläuse und Spinnmilben, sowie gegen Pilzerkrankungen, z. B. Mehltau.

Brennnesseljauche und Beinwelljauche ergänzen sich gut und können auch zusammen in einem Topf angesetzt werden.

Kapitulation

siehe gestriger Beitrag

ach NEIN

 

Da ich meinen Boden im Hochbeet nicht zu basisch machen wollte, haben die Ameisen vorerst den Sieg davon getragen.  Läusegemüse ist nicht mein Ding. Heute  den gesamten Mangold entfernt, jedes Blatt genau angeschaut und entschieden, Müll oder Kochtopf. 

Nun das ganze Hochbeet intensiv gewässert, so habe ich Ameisen schon einmal zur Aufgabe gezwungen.

Dann im net gefunden, Ameisen mögen den Duft von Lavendel, Thymian und Majoran nicht. Also Zweige dieser Pflanzen übers ganze Hochbeet verteilt. An jede Ecke des Hochbeets einen Samen der Ringeblumenpflanze gesetzt. Die mögen sie angeblich auch nicht, wobei ich mir da noch nicht so sicher bin. Aussen rum stecke ich Knoblauchsamen, das war schon immer eine meiner Geheimwaffen. 

Ich musste zwar vorerst kapitulieren, aber ich gebe noch nicht auf!

ach NEIN

 

 

Heute habe ich zum zweiten Mal im Jahr Mangold geerntet. Als ich die Blätter wusch, sah ich jede Menge Marienkäfer, (alle abgesammelt und rausgefischt und wieder in den Garten verfrachtet) da wußte ich schon was los ist. Läuse, Läuse über Läuse. Jedes Blatt musste einzeln danach untersucht werden, mühsam und nervenaufreibend. Wenn das so weiter geht, schneide ich den ganzen Mangold ab und setz irgend welche anderen Pflanzen aufs Hochbeet. Dieses Jahr bisher wenig Schnecken, dafür die Läuse, die Kühe der Ameisen :-(.

Auch einige Rosen haben dieses Viehzeug, der Mangold in schwarz, die Rosenknospen in grün, ich müßte Knoblauchbrühe kochen und sprühen, ja müsste, was ich nicht alles müsste ;-).