ja spinnt d‘ Beppi

aber gewaltig! Unser Bärli war schon immer ein komischer Heiliger, jetzt hat er eine neue Sucht. Er geht fast nur ins Haus, wenn sein Herrchen zu Hause ist. Öffne ich die Türe, bleibt er hocken und glotzt mich nur vorwurfsvoll an. Macht der Herr des Hauses auf, schickt sich der Kater an, rein zu kommen. Raus gelassen werden will er nur von mir. Er meckert, „lass mich raus,“ macht Herrchen die Türe auf, hat Kater keine Lust mehr nach frischer Luft. Erst wenn ich auf stehe und ihn raus lasse, geht er. Manchmal könnte man schon auf den Gedanken kommen, er schikaniert uns vorsätzlich. 😉 

oh mei, oh mei

armes Bärli

Gestern goss ich den Garten, da sah ich unseren Bärli unterm Kirschbaum sitzen. Ich hob ihn hoch, das kann er gar nicht leiden. Er jammert, das macht er immer, weil er wieder runter will. Ich sehe, dass seine Pfote ganz verklebt ist. Dann entdecke ich sein Ohr, es läuft, alles verklebt, teils hat er sich dort schon den Pelz heraus gekratzt. 

Heute morgens kam Bärli Futter fassen, ich hinter ihm gleich die Terrassentüre geschlossen. Ohr begutachtet, nichts hatte sich gebessert. Ich rief in der Tierklinik an. Verwiesen zum Notdienst. 

Nachmittags um ein Uhr dürfte ich Kater bringen. Das war schlimm für unser Katerchen, ich musste ihn eingesperrt lassen. Er jammerte und jammerte und zeigte mir ständig, Frauchen ich will raus.

Endlich konnten wir los fahren. Es war ausgemacht mit der Klinik, dass sie mich anrufen, wann ich ihn wieder holen kann. Da ich um vier nachmittags noch nichts gehört hatte, rief ich in der Klinik an. Kater muss eine Narkose bekommen, ganze Ohr vereitert, aber ohne Unterschrift dürfen sie ihm keine geben. 

Ich alles zu Hause liegen und stehen gelassen und los gefahren. Unterwegs fällt mir ein, ich habe den Topf am Herd stehen, kein handy dabei, soll ich nun weiter fahren, oder wieder umkehren.

Entschied mich zum TA zu fahren, rein in die Praxis und gleich jemanden gesucht, weil keiner in der Anmeldung sass. Schnell unterschrieben und wieder ins Auto gesetzt. Gerade noch rechtzeitig, bevor mir das Essen angebrannt wäre. 😉

Um 19 Uhr wieder angerufen, Kater sitzt immer noch in seiner Box, nichts ist bisher geschehen, hatten keine Zeit für OP. Na super. Das arme Vieh.

Mir wurde mitgeteilt, „wir rufen an, nach OP. Jetzt ist es fast Mitternacht und wir bekamen keine Benachrichtigung. Das nervt, weil man nicht weiß was ist. Genaueres konnte man mir um sieben nicht sagen, sie meinten evtl. Abszess. 

Unser Freiheit liebender Bärli, von Natur aus ein Schisser, hat bestimmt Todesangst und einen Schock sowieso, Schmerzen, und von morgens bis jetzt in der kleinen Box. Übersteht er alles gut, hat er bestimmt ein Trauma. Was wird da noch auf uns zu kommen?

LOL – St. Bärli

Unser Bärli ist ein komischer Heiliger. Ein St. Bärli sozusagen. ;- ) Den ganzen Tag sieht man ihn nicht, und abends kommt und geht er dann, wenn es pressiert im Fünfminutentakt. Ist lästig.

Er liebt den Sommer, da steht die Terrassentüre meistens offen, und er kann kommen und gehen, wie es ihm gefällt. Nur wenn das Wetter wirklich grässlich ist, entschließt er sich über Nacht zu Hause zu bleiben.

Meistens liegt er bei der Nachbarin auf dem Gartenstuhl, nicht bei uns, nein, nebenan. Aber streicheln oder anreden darf sie ihn nicht. Er will seine Ruhe. 

Neulich war es eisig kalt, wir hatten Frost, und ich sagte zur Nachbarin. „Der blöde Kater rennt wieder draussen rum, oder hockt er bei dir drüben, statt dass er heim geht.“ Sie antwortete, „ er hockt bei mir, aber nicht auf dem Stuhl, da ist ihm zu kalt. Er sitzt jetzt auf dem Kellergitter vom Heizungsraum, da kommt wahrscheinlich etwas Wärme rauf.“

Als ich es meinem Mann erzählte sagte ich, „wir haben einen richtigen Penner,“ (bitte den Ausdruck jetzt nicht falsch verstehen, Leute die keine Heimat/Wohnung haben, das ist wirklich schlimm. Mein lustiger Beitrag, bezieht sich nur auf unseren Kater, der die Wahl hätte, draussen oder drinnen )“hast nicht einen alten Hut, den könnten wir vor ihm aufstellen und ein Schild, armer frierender Kater bittet um eine milde Gabe, drauf schreiben :-). Vielleicht werfen sie uns dann Futterdosen über den Zaun.“ LOLLLLLL

Ich stell mir das nun so vor, während ich die Zeilen tippe und muss für mich selber lauthals lachen. :-)))) 

nochmal gut gegangen

Bärli ist so ein Depp, ja wirklich. Der Kater hat eins an der „Klatsche“ schon von Anfang an. Shiva und er waren beide Wohnungskatzen, bevor sie zu uns kamen. Auch wir behielten sie dann eine Weile im Haus. Als sie sich an uns gewöhnt hatten, bekamen sie Freigang, so wie meine Kira, die damals auch noch bei uns lebte.

Bärli hockte an dem Tag zwischen Tür und Angel, und schaute Shiva zu, wie sie den Garten erkundete. 

Ich dachte, der geht seiner Lebtag nicht raus. Irgendwann hatte er sich ein Herz gefasst und ist seiner Schwester gefolgt. Von da an, wollte er nicht mehr ins Haus, ausser die Temperaturen sind wirklich sibirisch.

Obwohl er mehr als ein Jahr bei meinem Sohn lebte, schaut er ihn heute kaum mehr an, obwohl er immer der Liebling von ihm war. Und er oft hier ist, und ihn gerne mag. Auch meine Mutter, die er gut kennt, weil er sie täglich draussen sieht, lässt er mal mehr mal weniger nah heran.

Heute wollten wir alle zusammen wegfahren. Also kam meine Mutter zu uns, Bärli hörte eine fremde Stimme im Haus, mein Mann öffnete die Tür, und der Kater rannte wie von der Tarantel gestochen durch den Flur, raus zur Haustüre, den äusseren Flur entlang, durch die Gitterstäbe des Eingangstors auf die Einfahrt, und auf die Straße.  In dem Moment hörte ich ein Auto, sah nichts. Meine Mutter erzählte jedoch, dass, wenn das Auto nicht ausgewichen und gebremst hätte, der Kater überfahren worden wäre. 

Keiner hätte dem Autofahrer Schuld geben können, denn wenn Bärli spinnt dann spinnt er, da gibt es kein Aufhalten.

Genauso, wenn der Hunger hat und vor der Terrassentüre sitzt, und ich die Türe öffne, bleibt er immer noch eine Weile zwischen Tür und Angel hocken, damit man ja nicht die Türe wieder schließen kann, besonders angenehm im Winter ;-), für uns.  Dann muss er ewig horchen, und wehe, es ist ein Geräusch, dass er nicht kennt, oder eine Stimme, die er nicht mag, dann rennt er weg, da hilft kein gutes Zureden. Geht er nach einer Weile ins Haus. Würde er sich von uns wünschen, dass totenstille herrscht, während er frißt. Dazu müßte die Terrassentüre in dieser Zeit ständig offen stehen. Ansonsten schiebt er schon wieder Panik. Ist die Türe geöffnet und mir fällt z. B. bei Kochen er Löffel aus der Hand, oder der Topf wird zu hart auf den Ofen gestellt, rennt Bärli mit Futter im Maul auf die Terrasse, beruhigt sich im Haus wieder alles, kann es sein, dass er zurück kommt. Am liebsten ist es ihm dann, ich stelle die Schüssel nach draussen und mach gleich die Tür wieder zu. 

Ja, er hat eins an der „Waffel.“ Warum, keine Ahnung, bei uns ist ihm nichts passiert, dass auf ein Trauma schließen könnte. Sohn ist aus seiner Zeit auch nichts bewußt, was davor war, können wir nicht wissen, Kater bleibt für uns eine Herausforderung. Wenn ich es mir genau überlege, hatten wir nur schwierige Katzen, ist wohl unser Schicksal. Daher wird nach ihm Ruhe sein, auf alle Fälle erstmal. 😉

Ich vermisse Shiva. Die war so anhänglich und ganz anders. Ein Weiberl durch und durch. Ich hatte 3 Kater und 3 Weibchen. Kater nie wieder. Die waren alle extrem schwierig, bockig, Eigenbrötler. Übrigens, eine Maus lag heute wieder vor der Haustüre. Na wenigstens weiß Bärli wo er wohnt! 😉 Und einmal wöchentlich holt er sich eine Stunde Schmuseeinheiten ab, aber dann ist wieder gut. *g*