Rettung in letzter Sekunde

Das Wetter ist heute schön, in der Sonne ist es richtig warm. Ich unterhalte mich mit der Nachbarin übern Zaun. Erzähle ihr vom Reiher und den Enten; da sehe ich etwas im Augenwinkel wischen. Es ist ein große Krähe. Seit einigen Jahren leben die bei uns am Waldrand und machen einen Krach, dass es nicht mehr schön ist. 

Die Krähe müht sich mit ab, sie hat was im Schnabel. Lässt es fallen, pickt drauf ein, packt es wieder ….. Ich sage zur Nachbarin,“ich muss nachsehen, die wird sich doch nicht einen Fisch geangelt haben.“ Eher unwahrscheinlich, aber was kommt einem nicht alles in den Sinn. 😉

Der Vogel kämpft weiter mit seiner Beute, es blitzt etwas auf, der hat eine Blindschleiche, denke ich. In diesem Moment fliegt der Vogel weg, die Beute schlängelt sich mitten auf der Straße wild hin und her. Schnell hole ich aus der Garage Schaufel und Besen und eile zur Hilfe, in dem Moment kommt ein Auto daher, das hätte sie unter Garantie platt gefahren. Ich wedle mit meinem Besen in der Luft Richtung Autofahrer. Es bleibt stehen. Ich bekomme die Blindschleiche nicht auf die Schaufel. Ich hätte sie anfassen können, nein, das wollte ich nicht. Habe zwar schon einmal eine mit dem Finger gestreichelt, die mein Mann in Händen hielt, aber so gerne mache ich das auch nicht. 😉 Ich habe sie mit dem Besen an den Straßenrand geschoben und das Auto konnte vorbei fahren. Mit einem erneuten Schubser landete sie im Grünstreifen, nun muss sie wieder selbst auf sich acht geben, mehr konnte ich für sie nicht tun.

Die Schwanzspitze war verletzt, aber das wird wieder, ich kenne das von früher, als meine Katzen öfter Blindschleichen anbrachten, und ich sie ihnen abgenommen habe. Es war ein richtig schönes großes Tier.