Garten – Anfang Juni 2018

Die Kirschen können genascht werden, zum Marmeladekochen etc. sind es zu wenige. Die Johannisbeeren bekommen von Tag zu Tag mehr Farbe. Erdbeeren hängen nur noch vereinzelt an den Pflanzen, bald ist die Erdbeerzeit im Garten vorbei. Rhabarber konnte ich nochmals ernten.

Meine Zucchinipflanzen enttäuschen mich bisher sehr. Es wird wohl so sein, dass ich das ganze Beet hinterm Haus aufgeben muss. Die Tujahecke ist einfach zu dicht am Beet. Jedes Jahr beobachten wir, dass es schwieriger wird, dort gut zu ernten. Die Wurzeln der Hecke haben das ganze Beet durchzogen und nehmen dem Gemüse wahrscheinlich die Nährstoffe weg. Das betrübt mich sehr.

Die Rosen sind über und über voller Blüten, es ist eine wahre Pracht, kann mich nicht erinnern sie alle jemals so üppig blühen gesehen zu haben, allerdings haben sie Läuse, grüne Läuse. Wir wollen nicht spritzen, ich möchte einen so natürlichen Garten wie es nur möglich ist. Ich streife die ungebetenen Grünen immer von Hand von den Knospen. 

Der Regen lässt weiterhin auf sich warten. Es ist drückend heiß, Mensch, Tier und Pflanzen leiden.

Der Knoblauch fängt an seinen Samenstand zu bilden. Letztes Jahr hatte ich Unmengen an Knoblauchknollen, daher für dieses Jahr weniger Samen gesteckt. War eine falsche Entscheidung. Wie schon erwähnt das Beet hinterm Haus ist nicht sehr ergiebig und die Knoblauchpflanzen sind sehr mickrig ausgefallen. Die Hitze lässt die Blätter schon braun werden.

Neu gesätes tut sich schwer zu keimen. Wahrscheinlich ist zu warm auch nicht erwünscht.

Den beiden Kürbissen auf den Hochbeet haben wir eine Kletterhilfe gebaut, bei uns hängen sie zur Reifezeit dann meist im Baum, dorthin haben wir ihnen Stangen gelegt. Einer hat schon eine Frucht angesetzt, aber erfahrungsgemäß wirft er bestimmt noch die eine oder andere ab, bis einer zu einer ordentlichen Frucht heranreift.

An meinen Gurkenpflanzen habe ich Minigürkchen entdeckt. Dieses Jahr habe ich untypische Sorten, blöd nur ich weiß nicht mehr welche es waren, also kann ich mich überraschen lassen.

Wegen der Trockenheit mussten wir schon zweimal Wasser im Weiher auffüllen, das freut die Goldfischlein sehr. Sie stellen sich dann in den Gegenstrom, man kann richtig sehen, wie sie es genießen. Goldfische sind überhaupt schlaue Tiere. Sie wissen genau wer im Garten ist, und betteln dann um Futter. Sie betteln nur bei mir.

Der neu gesäte Mangold auf dem ameisenverseuchten Hochbeet spitzt inzwischen wieder ein wenig aus der Erde. Leider nur sehr vereinzelt, ich musste nachsetzen. Im zeitigen Frühjahr ging das viel schneller. Hoffentlich züchten mir die Ameisen nicht ein zweites Mal am Mangold schwarze Läuse. Die Gemüsemalve haben diese Biester ebenfalls auf dem Gewissen. Überhaupt habe ich eine Überbevölkerung von Ameisen und Kellerasseln im Vorgarten. Die Nacktschnecken halten sich in Grenzen, es ist einfach nicht ihr Wetter!

Der Holler/Holunder ist am Verblühen, bald werden sich grüne Kügelchen zeigen. Der Efeu wächst wie verrückt, schon zum zweiten Mal musste ich ihn beschneiden. Die Katzenminze ist verblüht, ich habe sie stark zurückgeschnitten, somit kommt sie im Herbst abermals zur Blüte.

Die selbstgezogenen Kohlrabi – einmal Riesenkohlrabi und einmal normale – stehen am besten da. Leider werden sie jetzt schon von den Kohlweißlingen umschwärmt, die legen auf den Blättern ihre Eier ab und später zeigen sich die Raupen, die die Blätter auffressen. Bei meinen ersten Kohlrabi hatte ich das sonst nie, erst die zweite Generation wurde damit geplagt. Dieses Jahr ist alles schneller, es geht wie im Zeitraffer dahin.

Meine Borretschpflanzen wanderten dieses Jahr ganz dicht an den Zaun. Sie samen sich selber aus und es ist immer eine Überraschung wo sie dann auftauchen. Ich mag diese kleinen blauen Blüten sehr. Die Blätter könnte man an den Salat geben, sie sind haarig und ich mag sie gar nicht, Die Blüten verwende ich zur Deko an Gerichten.

Sogar der Rasen hat wegen der Hitze sein Wachstum eingestellt und es zeigen sich große braune Flecken im Grün.

Kapitulation

siehe gestriger Beitrag

ach NEIN

 

Da ich meinen Boden im Hochbeet nicht zu basisch machen wollte, haben die Ameisen vorerst den Sieg davon getragen.  Läusegemüse ist nicht mein Ding. Heute  den gesamten Mangold entfernt, jedes Blatt genau angeschaut und entschieden, Müll oder Kochtopf. 

Nun das ganze Hochbeet intensiv gewässert, so habe ich Ameisen schon einmal zur Aufgabe gezwungen.

Dann im net gefunden, Ameisen mögen den Duft von Lavendel, Thymian und Majoran nicht. Also Zweige dieser Pflanzen übers ganze Hochbeet verteilt. An jede Ecke des Hochbeets einen Samen der Ringeblumenpflanze gesetzt. Die mögen sie angeblich auch nicht, wobei ich mir da noch nicht so sicher bin. Aussen rum stecke ich Knoblauchsamen, das war schon immer eine meiner Geheimwaffen. 

Ich musste zwar vorerst kapitulieren, aber ich gebe noch nicht auf!