Satz mit X

Vom Himmel brennt heiß der Planet,

es wird regnen, verspricht der Wetterprophet.

Wer kann, verschanzt sich in seiner „Höhle,“

auf der Erde leidet inzwischen jede Seele.

Nach Wasser lechzt der Garten;

die Straßenbäume brauchen Paten.

So eine Affenhitze!

Jeder jammert, ich schwizte, schwitze.

Beneidenswert das Fischlein im Teich,

die Landbewohner kocht die Sonne weich.

Pflanzen und Tiere leiden stumm;

jeder denkt, „wann ist endlich diese Hitze rum!“

Doch wenn man glaubt, jetzt geht es nimmer,

kommt es meist noch schlimmer!

Kein Lüftchen und 40 C im Schatten.

Bei der Arbeit sollst du nicht ermatten.

In der Nacht blitzt und grollt es fürchterlich;

alle beten, „lieber Wettergott besinne dich!“

Keine Wolke quält sich ein einzig Tröpfchen raus,

mit der Hitze ist’s noch lange nicht aus.

Die Natur leidet weiter,

während die Sonne scheint heiter,

sie denkt sich wohl – „Satz mit X

liebe Erdlinge, mit Regen war’s wohl nix!“

© Juli 2019 Helga Kopp

Garten Anfang September 2018

Die Zucchini habe ich entsorgt, nur gießen und nichts kommt dabei rum, no go.

Gurken blühen noch fleißig, viele Blätter sind vertrocknet, aber ab und an gibt es noch Früchte.

Die Physalis werden reif, habe schon etliche genascht, das tue ich gerne während ich im Garten bin.

Mangold habe ich abgeerntet. 

Viele Erdbeerstauden sind mir vertrocknet, wurden entsorgt.

Die Meteorologen sagen für die Zukunft weiterhin solch heiße Sommer voraus. Wir haben dieses Jahr gesehen was sich an Pflanzen bewährt und was nicht. Im Radio hieß es schon, in einigen Jahren werden wir eine gänzlich andere Vegetation haben als zur Zeit. Wenn es so weiter geht glaube ich das.

Unserem Wasserspeier (Fisch) fror es im Winter das Gesicht ab. Mein Mann hat ihm ein neues gegeben, modelliert aus Zement, jetzt schauen wir mal, ob das Fischlein den nächsten Winter übersteht.

Unsere 3 Tonnen Split sind verarbeitet. Ich habe keinen Kieshaufen mehr in der Einfahrt. Die Platten hinterm Haus sind neu verlegt. 

Nun haben wir ein neues Projekt ins „Auge“ gefaßt, wir wollen eine kleine Böschungsmauer errichten. Die Steine dazu sind verhältnismäßig teuer. Da erinnerte ich mich, dass mein Vater vor über 30 Jahren welche aus Zement selber gegossen hat.

Fünf Prototypen sind inzwischen fertig, wir haben sie für gut befunden, also die die Produktion weiter. Wir brauchen ca. 45 Stück, das könnten wir bis nächstes Jahr schaffen. Es geht täglich nur 1 Stein und im Winter ist es zu kalt, um sie herzustellen.

Eigentlich müssten die Buchsbäumchen wieder zu ordentlichen Kugeln geschnitten werden. Das ist nicht mein Ding. Es liegt aber so viel an, also müssen sie warten.

Die Wildtomaten blühen und tragen noch Früchte, sie sind nur so groß wie die Josta, ist mühsam sie zu ernten.

Durch den Regen fallen immer mehr Äpfel vom Baum, zweimal kochte ich Apfelmus ein,  zwei Apfelkuchen sind inzwischen verputzt und heute gibt es Apfelkraut. (Sauerkraut mit Äpfel)

Überlegungen

War in der Stadt und entdecke in einem Schaufenster eine schöne ärmellose Sommerbluse. Der Preis war moderat, so ging ich hinein, sah mich ein wenig um und fand noch mehr, die mir gefielen. 

Die Verkäuferin sagt, kann ich ihnen behilflich sein, ich nenne meine Größe, sie sucht und bemerkt, „das ist alles Neuware, Herbst- und Winterkollektion. „

Ich: „Wiebitte, Winterware, Blusen ohne Arm?

Sie: „ Ja, darüber trägt man eine dicke Strickjacke, sehen sie!“ und zeigt mir gleich welche. 

Ich probierte einiges, aber mir gefiel nichts an mir, bedankte mich und verließ das Geschäft.

Noch immer klang mir im Ohr, „das ist die neueste Wintermode „- ärmellos – naja, wenn es mit dem Wetterchen in unseren Breiten so weiter geht, brauchen wir nicht länger Schafwollpullis und Daunensteppjacken, überlege ich. Eventuell wissen die Designer schon mehr als wir. 😉

Vielleicht kann irgendwer doch das Wetter beeinflussen, wie oft gemunkelt wird. „Wos gwiss woas ma net, dat d’ Bayer song!“ (Was genaues wissen wir nicht, würde der Bayer sagen) 🙂 Warten wir es ab – dann sehn wir es schon! 😉 Auf einen kalten Winter könnte ich persönlich gut verzichten.

kleine Verschnaufpause

Zwei Tag hatten wir fast 40 C Hitze. Jede Bewegung war zu viel. Alle Rollläden geschlossen und im dunklen Raum mein Dasein gefristet, das ist auch nicht was man sich vom Sommer erhofft.

Der ganze Sommer war furchtbar heiß, oft hörten wir Gewitter. Regen gab es anderorts.

Es wurde die vergangenen Wochen immer wieder dunkel, der Himmel wolkenverhangen, und jeder erhoffte sich Erlösung. Aber nichts nennenswertes geschah.

Gestern schmorte ich, wie die vergangenen Tage, in meiner Küche im eigenen Saft, als es mir plötzlich zu dunkel wurde. Die Sonne war verschwunden. Vorsichtig zog ich den Rolladen der Terrassentüre hoch, vor der meine Shiva sass. Aha, sie ahnte schon etwas. Bärli kommt nie bei schlechtem Wetter, Shiva mag Nässe nicht. 

Ich schaute gen Himmel und hörte das erste Donnergrollen. Ich beschwor förmlich die schwarzen Wolken dort oben, ihre kostbare Fracht bei uns zu entladen.

Ein Blitz zuckte und endlich fielen die ersten Regentropfen. Es regnete sanft ca. 1 Stunde. Viel zu wenig, aber es hat abgekühlt.

Als der Regen vorbei war hatte es Frl. Shiva wieder sehr eilig aus dem Haus zu kommen. Nur wenige Minuten später erschien unser Kater Bärli, trocken, vollkommen trocken, wie der das immer macht, ist mir ein Rätsel.

Die kühle Luft tat so gut! Sofort öffnete ich alle Fenster und Türen, um die Hitze aus dem Haus zu bekommen. Endlich wieder freier atmen. Welch eine Wohltat!

Heute ist es wieder verdammt heiß. Der Planet sticht erbarmungslos vom Himmel. 37 C, ich war den ganzen Vormittag unterwegs, es macht so gar keinen Spaß! Durch die Nässe am Vortag ist es heute schwül. Ich sitze schon wieder im abgedunkelten Raum, am liebsten würde ich mich im Keller verkriechen.

Ich mag den Sommer viel lieber als den Winter, aber bei der Hitze ist es mir gar nicht möglich raus zu gehen.  Ich freue mich schon auf den Herbst, lange lässt er nicht mehr auf sich warten.  Ich wünsche mir einen schönen Herbst, mit angenehmen Temperaturen um die 20 C, wenig Regen. Ja, ist ja gut, man wird doch noch träumen dürfen! 🙂

Alles leidet

Seit Wochen kaum Regen, heute sollen es 39 C werden. Rasen gibt es nicht mehr, alles ist braun.

Die Bohnen, bei der Nachbarin, bilden keine Kerne mehr aus, die Hüllen bleiben leer.

Nachts ist es unerträglich heiß. Sogar im Bett schwitzt man.

Die Katzen verkriechen sich, erst spät abends kommen sie zum Futter fassen nach Hause.

Jeden Tag renne ich morgens und abends ums Haus und gieße. Meine Wasserrechnung steigt und steigt. Sogar die Fischlein im Teich freuen sich, wenn ich ihnen mit dem Schlauch Frischwasser anbiete, dann schwimmen sie durch den Strom und sind fidel und lustig, dass es eine wahre Freude ist, sie dabei zu beobachten.

Ein Stoppelfeld in der Nähe hat sich selbst entzündet, erfuhr ich aus dem Radio. Es ist Waldbrandgefahr angesagt. 

Leere Versprechungen

inzwischen sind wir in unserer Stadt sehr geknickt. Jeden Tag donnert und blitzt es über lange Zeit, der Regen fällt in den umliegenden Ortschaften, nur nicht bei uns. Wir liegen im Talkessel und bleiben verschont. Es ist frustrierend jeden Tag Ewigkeiten mit dem Schlauch im Garten zu stehen. Die Pflanzen haben größtenteils das Wachstum eingestellt.

Die Natur bräuchte so dringend Wasser, die Felder und Wälder darben. Die Bauern stöhnen. Das treibt die Preise in die Höhe.

Die Läuse feiern ihr Festival. Gestern erntete ich Gemüsemalve und musste die Hälfte davon entsorgen, weil sie so verlaust war.