was kommt als nächstes oder dann und wann

Dann und wann

Was Neues möcht’ ich dann und wann,

nun geht das große Gesuche an.

Alles war früher besser als heute,

das meine nicht nur ich, auch andre Leute!

Was den „Jungen“ gefällt ist zwar trendig,

mir aber zu teuer und arbeitauswendig.

Die Jugend merkt’s erst hinterher;

Ich habe bereits Erfahrung, will’s nicht mehr.

Brauch nicht umbedingt was gefällt,

praktisch muss es sein, das ist meine Welt.

Bezahlbar ausserdem,

und für mich bequem.

Verkäufer haben es mit mir schwer,

belabern lass ich mich nicht mehr.

Ich weiß inzwischen was ich will,

„belehr mich nicht, sei still.“

Nenn mir Daten, Fakten, Preis,

dräng mir nicht auf jeden Scheiß!

Bezahlt wird erst, wenn ich was kauf’

da kannst du Wetten drauf! 

November 2018 @ Helga Kopp

Die Masche,“ich muss mir das bei Ihnen ansehen, ich erstelle einen Plan, kostet nur 290,00 Euro. Wenn Sie bei uns kaufen, ziehen wir das vom Gesamtkaufpreis ab.“ Diese Aussage macht mich rasend. 

„Ich brauche keinen Plan, ich brauche, dies, dies und dies, nennen Sie mir den Preis.“ Was bekomme ich zur Antwort, „ohne Plan – kein Preis.“ 

Was kommt als nächstes? Ich gehe in ein Geschäft, will ein Kleid, die Verkäuferin sagt zu mir, „geben sie mir 20 Euro, dann zeige ich ihnen Kleider!“

Am Schluss nennt sie mir den Preis, das grüne kostet 250,00 Euro, das geblümte 195,00 Euro und das hübsche blaue mit den Rüschen 219,00 Euro. „Wie bitte, ich wollte eigentlich nicht mehr als 100,00 Euro ausgeben.“ Tja, Pech gehabt.

Wenn ich keines kaufe, behält sie das Geld. Im nächsten Geschäft kann ich dann nur noch 80,00 Euro berappen. Ich finde das unverfroren.

Was bilden sich manche Handwerker ein? Zu wenig Konkurrenz, ich sag es ja, „jeder will nur studieren. Wir bräuchten mehr Handwerker!“ Konkurrenz belebt das Geschäft. 

Es geben doch glatt manche nur ein Angebot ab, wenn ich sie vorher fürstlich belohne um in einem Katalog nachzuschauen, den ich leider nicht einsehen darf, da ich eine Privatperson bin, um mir den Preis zu nennen.

Da soll man noch freundlich bleiben, ich gebe zu, das fällt mir schwer.

von Pontius bis Pilatus

kann man rennen, wenn man Handwerker braucht. Naja, jeder will und muss ja studieren, schmutzig machen möchte sich keiner und dumm und dämlich verdienen will man sich auch, hat ja dann schließlich jahrelang die Schulbank gedrückt, und bildet sich ein, jetzt ist man besser, mehr Wert, als der Handwerker. Vielleicht hat er nun mehr im Kopf, aber wenn er zwei linke Hände hat, ist er quasi abhängig vom „Dummen“, das vergißt der Herr Dr., Professor, Bachelor, Ingenieur usw. gerne. Er wedelt mit den Geldscheinen und denkt, dann hüpft schon jeder für mich.

Handwerk ist Gold wert, man merkt es jetzt schon und all die Reichen und Schönen werden das noch richtig deutlich zu spüren bekommen. Aber die haben dann wohl genug Geld und können zahlen. 

Es ist eine Schande, und ein Fehler, das Handwerk zu vernachlässigen. Oder druckt man sich später wirklich nur alles aus. 

Gehe ich in einen shop und sage, „bitte drucken sie mir eine Toilettenschüssel, einen Geschirrspüler, einen Schuhschrank aus.“

Die Bäcker wissen heute schon nicht mehr wie anständiges Brot gebacken wird. Unterhielt mich einmal mit einem Lehrling, der sagte, ah kein Problem, Backmischung Nr. XXX und dann ……., als ich ihn fragte, wie geht richtiges Sauerteigbrot, meinte er nur, das machen wir nicht. Früher hieß es Mehl, Wasser, Salz ergibt Brot. Heute hat man X Zusatzstoffe in einem Brot. 

Vor einigen Jahren, fiel in der Bank der Strom aus, kurz vor Schließung. Die Abrechnungen konnten nicht gemacht werden, bis auf einen Herrn, der vor der Rente stand, der wußte sich zu helfen. 

Wie verdammt hilflos sind wir doch, wenn nur einen Tag der Strom ausfällt. Das ist doch erschreckend. Ich denke oft darüber nach.

Gut, was ich sagen will, ich brauche Handwerker und renne seit Monaten von A nach Z, der eine kann das nicht, der andere macht es mir nicht, weil dann muss ich auch dieses und jenes bei ihm kaufen, mir gefällt aber dieses und jenes gar nicht und der nächste bietet mir lauter Firleanz an, den ich nicht brauche, der will mir nur das Geld aus der Tasche ziehen und weil ich das nicht zulasse sagt er, ne, der Auftrag ist mir zu klein. Und wieder sage ich, von wegen der Kunde ist König!