Ja du liebe Zeit

ist das kompliziert. Bei uns auf dem Land gibt es eine Straußenfarm. Also mein Gedanke, zu einem besonderen Geburtstag, verschenke ich ein Straußenei. Ins Dorf gefahren, Bäuerin am ganzen Hof gesucht und nachgefragt. 

Sie erzählte, dass die Hennen nicht regelmäßig legen, kann sein, dass sie bis zum genannten Zeitpunkt ein Ei hat oder auch nicht. Dumm, denn den Geburtstag können wir nicht verlegen nach der Laune ihrer Hennen ;-). 

Letztes Jahr hätten die Straußendamen im ganzen Sommer nur 30 Eier gelegt, die geben sie dann in die Brutmaschine, denn mit natürlicher Brut klappt das eher weniger. Der Hahn, nicht die Hennen, brüten. Das Ei seiner Lieblingshenne legt er sorgfältig in die Mitte, je weniger Status die anderen Hennen haben, kommen die Eier an den Rand, dort haben sie keine guten Chancen ausgebrütet zu werden.

Ca. 42 Tage müsste er brüten bis die Jungen schlüpfen. Oft kommen sie dann nicht durch die extrem harte Schale, es muss vom Bauern nachgeholfen werden. Dann hat der Hahn wieder kein so langes „Sitzfleisch“, sprich, keine Lust mehr nach 30 Tagen, so stirbt die Brut. Es sei extrem schwierig mit ihrem Federvieh, erzählte uns die Bäuerin, auch die Luftfeuchtigkeit müsse passen, und das in Bayern. *g* Tja, lange Rede, kurzer Sinn. Ich solle mal die Tage vorher anrufen, vielleicht gibt es ein Ei. 😉 

Alternative: Ein Hühnerei mit Gutschein, für irgendwann, wenn die Straußenhenne Lust hat ein Ei zu legen. 😉 

Stoßgebet

Liebe Straußenweiberei

seid so gut und legt mir ein Ei.

Gebrütet hab’ ich lange Zeit,

was könnte ich nur schenken?

Komme ich ohne Präsent

was würde das Geburtstagskind wohl denken?

Darum Frau Strauß, bitte, bitte,

leg mir das schönste Straußenei.

Im August, nicht erst im nächsten Mai!

Lass den Hahn nicht drauf sitzen

der müsste bei dieser Hitze eh nur schwitzen

Ich danke dir von Herzen

und zähle auf ein Ei neben den Geburtstagskerzen!

© Helga Kopp Juni 2018

 

Archivbilder von der Straußenfarm

Endlich Spargelzeit

Mitte März habe ich meinen letzten eingefrorenen Spargel aus der Truhe genommen und weil der lange nicht so gut schmeckt wie frischer Spargel, holte ich mir heute direkt vom Bauern dieses köstliche Gemüse. 

Bei uns in Niederbayern rund um Abensberg gibt es sandige Böden und der Abensberger Spargel ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. 

Einen Teil habe ich mir gleich wieder für die Kühltruhe zurecht gemacht, im Winter freut man sich über die weißen Stangen besonders und heute gönnte ich mir einen schönen Spargelsalat.

Wasser zum Kochen bringen

Salz, Zucker, etwas Suppenwürze, frischen Zitronensaft und ein Stück Butter dazugeben, Spargel einschichten

Stangen bissfest garen

in kleine Stücke schneiden

Paprika, Zwiebeln und Tomaten würfeln, evtl. gekochte Nudeln dazu geben.

Kochen ist für mich Kreativität, was da ist, wird verwendet, was man gerade nicht hat, wird weg gelassen und jedes Essen wird anders, nie schmeckt es gleich.

Marinade herstellen. 

Salz, Pfeffer, Essig, Zucker, Öl, etwas Remoulade, etwas Sahne, alles in den Mixer

Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und vermengen, garnieren mit Schnittlauch u. gekochten Eiern. 

Das war heute ein Hochgenuss