Alles relativ

Ein Berg vor meiner Haustüre; schön finde ich ihn nicht, aber er wird mich nun über Wochen begleiten.

Seit ein paar Jahren sagen wir uns immer wieder, die Platten ums Haus müssen neu verlegt werden. Sie sind schief und krumm und wackelig, dann geht es Jahr um Jahr zeitlich nicht aus, denn wer ein Eigenheim hat, der ist nie arbeitslos, ausser er kann andere für sich arbeiten lassen.

Und dieses Jahr wurden sozusagen „Nägel mit Köpfen“ gemacht. Angerufen, und drei Tonnen Split bestellt. Ich konnte mir nicht vorstellen, wieviel drei Tonnen sind.

Ich dachte es kommt ein Kipper, und er schüttet mir den Split in die Einfahrt. So kannte ich das jedenfalls von früher, als wir noch bauten. Bis wir von der Arbeit nach Hause kamen türmte sich dann irgendwo, nur dort nicht, wo man es gebraucht hätte, ein riesiger Sandhaufen oder Kiesberg auf dem Grundstück. Dann hieß es Ärmel hochkrempeln, Schubkarren raus und schaufeln und karren.

Vormittags sollte der Split kommen. Ich traute mich nicht hinters Haus, damit ich den Wagen nicht verpasse. Am Spätvormittag hörte ich, dass sich ein schweres Gefährt näherte und schaute sogleich aus dem Küchenfenster. Eine Art Betonmischer fuhr vorbei. Wird wohl zu einer Baustelle in der Nähe fahren, dachte ich mir.

Kurz drauf läutet es und ein Mann fragt, „wohin mit dem Split?“

Auf der Straße stand der Laster, der vorhin bei uns vorbei donnerte.

Ich kannte diese Betonmischer von früher, damit kam der Fertigestrich. Ich fragte, „fahren sie jetzt den Kies im Betonmischer aus?“, er nickte, „kann man besser platzieren.“  „Na dann.“ Mein Auto hatte ich vorsorglich zum Nachbarn gestellt, man weiß schließlich nie, wo die Bestellung landete, sagte ich mir aus Erfahrung.

Ist die Trommel ganz voll Split wollte ich wissen, „nein“ lachte er, „sie wollen doch nur drei Tonnen.“ Ich erklärte ihm wohin damit und schon türmte sich ein kleines Berglein auf, viel, viel weniger, als ich dachte. 

Es wunderte mich, wie wenig doch drei Tonnen Split sind. Mit dem Auto konnte ich wieder in die Garage fahren, aber zum Eingang wars eng für Postboten etc. 

Die Nachbarin kam mittags angefahren und wunderte sich „ja was habt ihr denn vor? Hat man das bei euch aus Versehen abgeladen?“ 

Nein rief mein Mann, „weißt du, wir dachten uns, dieses Jahr ist es so ungewöhnlich heiß, wenn das den Sommer durch so bleibt, gibt es bestimmt einen strengen Winter, und du weißt doch, Salz darf man nicht streuen, also haben wir uns vorsorglich mit Split eingedeckt.“ LOL 😉

Tja und dann ging’s los, eine Fläche im Garten war schon vorbereitet um einen Teil der Lieferung unter zu bringen. Schubkarre für Schubkarre wurde durch den Garten geschoben und was soll ich sagen. Der Platz war voll und der Berg vor der Haustüre sah immer noch genauso groß aus, wie vorher. 

Drei Tonnen sind doch recht viel, aber ob sie ausreichen darüber haben wir noch unsere Zweifel.

Alles relativ 😉

Schwül

Dieses Frühjahr ist so warm und heiß wie ich es noch nie erlebt habe. Gestern waren es wieder 30 C, Ende Mai. Unglaublich. Teils gieße ich morgens und abends die Beete. 

Weil es schon eine ganze Weile nicht mehr geregnet hat, sind die Blumen auch schlapp und lechzen nach Wasser, die Sträucher und Bäume tragen Früchte, wie soll das ohne Wasser gehen, sie bestehen doch größtenteils aus Wasser. Also 2 Stunden im Garten gestanden, dieses Mal mit dem Schlauch, es war so heiß, immer wieder spritze ich das kalte Nass auch über meine Füße, es tut so gut.

Es ist mega schwül und drückend, und ich bin schweißgebadet. In der Ferne ein Donnergrollen. Später krachte es ordentlich, sollte der Himmel ein Einsehen haben? Schickte er endlich das ersehnte Nass? Kein Tropfen fiel vom Himmel. Wir hofften auf nächtlichen Regen, doch morgens wurden wir enttäuscht.  

Heute ist es noch schwüler, jede Arbeit fällt einem doppelt schwer und wieder die Frage, wird es regnen? Null Regenwahrscheinlichkeit für Mittwoch und Donnerstag, laut Wettervorhersage.

Das heißt, meine Hüter der Wasserschlangen aufsuchen, schwere Verhandlungen führen, Obolus erbringen in Form von Leckerein und die große grüne, sowie die gestreifte Wasserschlange zu beschwören, um meine Pflanzen zu beglücken. 😉

 

Böses Mädchen

 

so niedlich Katzen sein können, man darf nicht vergessen sie sind und bleiben kleine Raubtiere.

Um halb 7 mogens ging unsere ausgeschlafene Shiva Gassi. Um 7 Uhr dann eine Gaudi vor meiner Küchentüre, Gott Lob hab ich nicht sofort geöffnet. Steht sie doch draussen mit einem Vogel im Maul und jammert um Einlass. 

6 Katzen hatte ich inzwischen, aber die Vogeljagd konnte ich noch keiner austreiben.

Danke

heute hat es morgens schon in aller Frühe an meiner Haustüre geläutet. Als ich öffnete, stand ein Bekannter draussen und überreichte mir ein hübsches Blumenkörbchen, ein Dankeschön für eine kleine Gefälligkeit. 

„Das hätte es doch gar nicht gebraucht“, habe ich gesagt, und mich trotzdem sehr gefreut. Jetzt stehen die Blumen auf meiner Holzbank vor dem Haus, später werde ich sie umtopfen, dann darf ich mich den ganzen Sommer lang daran erfreuen. 🙂

regional

ich mag es beim Direktvermarkter einzukaufen. Heute, ja am Pfingstsonntag, frischen Spargel besorgt. Eier vom Hof und fast nebenan, einige kg Erdbeeren gepflückt.

Zuhause gab es gleich eine schöne kühle Erdbeermilch. Anschließend habe ich Erdbeer- Rhabarbermarmelade gekocht.

Auch Holler haben wir ausfindig gemacht, und ein kleiner Waldspaziergang war auch noch drinnen.

Ein gelungener Tag, wie ich ihn liebe.

Schade

Kombucha mit Holunderblütennote schmeckt mir sehr gut, daher habe ich zur üblichen Mischung, ein paar Gramm getrocknete Holunderblüten zum Tee gegeben. Inzwischen neigt sich mein Vorrat von getrockneten Holunderblüten, die ich selbst gepflückt und getrocknet hatte, zu Ende. 

Es müsste doch jetzt langsam Hollerblütenzeit sein. Bei uns in der Straße stehen auf Gemeindegrund mehrere Sträucher. Heute musste ich in die Stadt und hielt unterwegs Ausschau nach den den weißen Blüten.

Ich glaub es nicht, die Stadt hat alle Stauden geschnitten und weit und breit ist keine einzige Holunderdolde zu sehen. Dumm gelaufen, 🙁 auf nichts und niemanden kann man sich verlassen.

Nun hoffe ich auf gutes Wetter am Wochenende und Glück irgendwo das Objekt meiner Begierde zu finden.

Meine Welt ist gelb

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Gelb, gelb, gelb sind alle meine Böden,

gelb, gelb, gelb ist alles wo ich bin.

Darum hass ich alles, was so gelb ist,

weil die Putzerei macht keinen Sinn!

Heuer blühen die Fichten wieder ausserordentlich stark. Da wir am Waldrand wohnen, ist alles gelb. Die Gartenbank, Fensterbretter, die Terrasse, die Autos auf der Straße. Lässt man ein Fenster offen, was nicht zu vermeiden ist, legt sich der gelbe Staub auf Schränke, Bänke, Tische und sogar meine Katzen kommen gruserlgelb nach Hause. Gott sei Dank, habe ich keine Pollenallergie.

Wenn man Glück hat und es windig ist, kann man riesige Staubwolken über den Wäldern wabern sehen. Ein schönes Naturschauspiel, aber ich könnte gut drauf verzichten.

Kaum ist man hinten mit putzen fertig, hat sich der gelbe Dreck vorne schon wieder angesammelt. Nur gut, dass ich bisher noch keinen Frühjahrsputz gemacht habe, spätestens jetzt steht er an. Die Vorhänge müssen runter, die Fenster geputzt, eigentlich alles, alles vom gelben Staub befreit werden. 

Und dann wird alles blitzeblank sein, und ich vor Sorge krank sein.

Was mach ich nur mit meiner Zeit, wenn der gelbe Staub nicht länger bei mir weilt? LOL 🙂