Hollerkücherl

 

 

 

Der Holunder fängt gerade zu blühen an, alle Dolden sind noch nicht voll erblüht. Einige konnte ich auf meinem sonntäglichen Spaziergang mit nach Hause nehmen. 

Ich habe mich entschlossen Hollerkücherl zu backen.

Dolden waschen, ausschütteln, abtropfen lassen.

Teig angerührt aus folgenden Zutaten.

Mehl wurde bei mir durch grünes Bananenmehl ersetzt (schmeckt nicht nach Banane, ist aber glutenfrei)

2 Eier

etwas Salz

statt Weißwein – Kombucha, kann mir auch gut weißen Traubensaft vorstellen

die Dolden in den Teig getunkt und im schwimmenden Fett ausgebacken in der Pfanne, die fertigen Küchlein auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Mit Puderzucker und Obst, in meinem Fall Erdbeeren, angerichtet.

Vorfreude

Morgen kann ich eine Hand voll Erdbeeren aus dem Garten ernten, das gibt eine schöne Nachspeise.

Erdbeermilch

Erdbeeren mit Milch, oder Sahne, Hafermilch etc. ….

und etwas Zucker mixen

oder Erdbeerquark, na das überlege ich mir noch. 😉

Zur Zeit regnet es. Sobald das Wetter wieder freundlicher ist, habe ich vor mir Erdbeeren vom Feld zu holen, möchte dieses Jahr Erdbeermarmelade kochen. In meinem Garten stehen zu wenige Pflanzen, die sind nur zum Naschen. 🙂

Bärlauchpesto

Pesto mag ich sehr, den ganzen Winter träume ich vom frischen Grün. Aus diesem Grund, hab ich den Bärlauch auch bei mir im Garten angesiedelt. Es ist einfach schöner, wenn man nicht erst suchen und fahren muss, oder sich welchen kaufen. In meinem Garten weiß ich wo und wie er wächst.

Sonnenblulmenkerne in der trockenen Pfanne anrösten, bis die ganze Küche wunderbar duftet. 

Anschließend abkühlen lassen. Bärlauch klein schneiden, ab in den Mixer, Salz und Zitronensaft sowie Olivenöl hinzufügen, Parmesankäse und alles zu einer Paste verarbeiten. Zum Schluss noch die erkalteten Sonnenblumenkerne dazugeben und nochmals mixen. In ein Schraubglas umfüllen und glatt streichen, oben auf – eine Schicht Olivenöl, damit sich das Pesto gut hält. Danach ab in den Kühlschrank.

Egal ob zu Kartoffeln, Süsskartoffeln, auf Brot oder mit Nudeln, nach spätestens zwei Tagen ist das Glas bei mir leer und ich schon wieder auf der Suche in Wald und Flur und Garten, was als nächstes zu Pesto verarbeitet werden kann.

Kräuterquark

Es gibt wieder neue Kartoffeln

Ich hatte die alten Kartoffeln schon richtig satt, egal wo ich sie hinbrachte sie trieben aus, dann setzen sie irgendwelche Stoffe frei und man soll sie nicht mehr essen. Aber der Deutsche, oder der Niederbayer ist an die Kartoffelspeise gewöhnt ;-). Immer nur Nudeln und Reis, nein danke.

Mit Sehnsucht wartete ich auf die neue Ernte. Dazu mache ich mir jedes Jahr einen schönen Kräuterquark.

Im Garten sammelte ich,

Schnittlauch

Maggikraut

Petersilie, ja ich habe schon welche, das Wetterchen ist uns ja dieses Jahr hold

Bärlauchblätter und Blüten

bisschen Bohnenkraut

Pimpinelle

und Rosmarienblüten

dann brauchte ich noch klein geschnittene Zwiebel

etwas Apfelessig

Salz

Leindotteröl

ein wenig Zucker

gekörnte Gemüsebrühe

geraspelte Salatgurke, gut ausgedrückt, Saft kommt weg

und klein geschnittene Tomaten

Dazu gekochte Kartoffeln – ein einfaches, aber leckeres Mahl

 

Maggikraut

 

Hilfe viel zu viel Liebstöckel

Mein Maggikraut schoß bei dem schönen Frühlingswetter in die Höhe, entwickelte sich zu einem kleinen Busch. 

Immer wenn ich im Garten daran vorbei gehe, muss ich mir ein Blättchen abzupfen und dieses zwischen den Fingern reiben. Ich liebe diesen Duft.

Die letzten Jahre habe ich es eingefroren, aber da ich eine „Wühlttruhe“ und keinen Gefrierschrank besitze, liegt es dann meist ganz unten und mir frieren die Finger ab, bis ich es finde, wenn ich nicht schon früher aufgebe. 

Letztes Jahr trocknete ich es, das hat mich nicht sehr überzeugt.

Heuer wurde es eingesalzen. Also klein geschnitten und in ein gläsernes Schraubglas gepresst, Lage für Lage immer wieder eine Prise Salz dazu und ab in den Kühlschrank.

Wer auf schöne Fingernägel was hält, sollte sich Handschuhe anziehen bei der Zubereitung. Ich bin kein Freund von diesen Gummidingern, bekam bisher auch alles gut mit Zitrone ab, ABER, am Maggikraut wäre ich bald verzweifelt, ich bekam die grüne „Patina“ fast nicht mehr von den Fingern.

Jetzt bin ich noch am Überlegen, ob ich es abermals wage, aber wenn, dann nur mit Handschuhen.

Kombucha

Meine Experimente

Neulich kaufte ich mir ein Buch über alternative Heilmethoden. Dort wurde unter anderem das Getränk Kombucha beworben.

Es ist ein Tee-Pilz-Getränk. 

Es las sich interessant und daher suchte ich weitere Informationen im net.

Die Sache gefiel mir, und ich besorgte einen Scoby und Ansatzflüssigkeit.

Ein großes Glas fand sich im Keller und schon ging es los.

Meinen ersten Ansatz machte ich in einem drei Liter Glas.

Zuerst wird Tee gekocht. Ihr könnt im net nachlesen welche Teesorten sich gut eignen. Meine Entscheidung fiel auf Grüntee, den mag der Pilz am liebsten. Also 2 Liter Wasser gekocht, da das Ansatzglas nicht zu voll gefüllt werden sollte. Pro Liter gibt man ca. 8 g Tee zum Wasser und lässt den Tee mindestens 15 Minuten ziehen. 

Der Pilz benötigt als Nahrung ca. 90 – 100 g Zucker pro Liter. 

In Rohrohrzucker gedeiht er besonders gut. Später las ich, dass es mit unserem normalen weißen Rübenzucker genauso funktionieren soll. Ich entschied mich für 100 g Rohrzucker und 100 g Rübenzucker. Den heißen Tee durch ein Plastiksieb gießen, den Zucker einrühren und alles abkühlen lassen. Beim Kombucha solle man den Kontakt mit Metall meiden. Plastiklöffel und Plastiksiebe verwenden.

Jetzt kommt der Scoby zum Einsatz, mit sauberen Händen den Teepilz zum Tee geben. Das Glas wird anschließend mit einem Baumwolltuch und einem Gummiring verschlossen, das verhindert Verschmutzungen und hält Fruchtfliegen fern, ausserdem braucht der Pilz Luft.

Nun hieß es warten, gut Ding will Weile haben.

Ich stellte das Glas auf einen Untersetzer auf unsere Ofenbank ins Wohnzimmer. Dort stehen keine Pflanzen, da wird nicht gekocht und direktes Sonnenlicht fällt auch nicht aufs Glas.

Der Teepilz ernährt sich nun in der nächsten Zeit vom Tee und dem Zucker. Es entsteht ein Fermentgetränk.

Ab jetzt stand das Glas unter meiner ständigen Beobachtung, schließlich muss man doch wissen was sich dort tut ;-).

Am ersten und zweiten Tag gar nichts. Naja, der Teepilz liebt es warm um die 23 C, je wärmer es ist, um so besser gedeiht er und um so schneller erhält man ein spritziges kohlensäurehaltiges Getränk mit etwas Alkohol, der Gehalt soll sehr niedrig sein. Je länger die Gärzeit ist, je saurer wird die Flüssigkeit.

Bei mir war es kälter.

Drei Tage später entdeckte ich eine hauchdünne weiße Schicht auf dem Tee. Mein Scoby hatte sich auf den Glasboden gesetzt und blieb dort, während sich oben ein neuer Pilz bildete, der täglich wuchs und auf dem Tee schwebte. 

Meine Neugierde stieg von Tag zu Tag. Nach 12 Tagen beendete ich das Experiment.

Der Ansatzpilz lag noch immer auf dem Glasboden und hatte sich nicht verändert. Der neu gebildete schwamm als dicke weißliche Scheibe auf der Teeoberfläche, darunter bildeten sich kleine Gasbläschen. Kohlensäure.

Mit sorgfältig gereinigten Händen entfernte ich beide Pilze. Wusch sie unter fließenden kalten Wasser ab. Danach wanderten sie in ein Schraubglas und wurden mit Nährflüssigkeit bedeckt, der Pilz darf nicht austrocknen. Um weitere Gärung zu vermeiden bleiben sie bis zum nächsten Einsatz im Kühlschrank. 

Ich hatte im Vorfeld 2 Flaschen sterilisiert, da hinein goss ich den Rest der Flüssigkeit. Durch die erste Gärung hatte ich jetzt zwei Teepilze und konnte somit in Folge 4 Liter Kombucha ansetzen. Bei jedem neuen Ansatz braucht man 10 % vom fertigen Gärgetränk. Also wollte ich 4 Liter ansetzen, musste ich von meinen zwei Litern fertigen Kombucha 400 ml beiseite nehmen und diese Flüssigkeit dann dem neuen Tee mit beigeben.

Ein spannender Moment, wie schmeckt Kombucha?

Süsssäuerlich und gärig, erinnert an Federweißer.

Mich hat er überzeugt. Inzwischen habe ich schon mehrere Liter gleichzeitig angesetzt.

Ich mische Kombucha gerne mit Wasser. Hin und wieder gebe ich noch einen Schuss Saft dazu, am liebsten Hollersaft.

Neulich kippte ich ein Gläschen in meinen Smoothie, das spart Früchte.

In Buttermilch und Milchkefir fand ich ihn ebenfalls sehr lecker.

Ich mag kein Bier, aber nehme hin und wieder flüssige Bierhefe zu mir. Seit ich diese mit Wasser und Kombucha verrühre, freue ich mich auf ein Gläschen der gesunden Mischung.

Einen neuen Ansatz startete ich mit 50% Schwarztee und 50% Grüntee.

Klappte gut. Der Geschmack überzeugte mich persönlich weniger. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, und ich spreche nur für mich.

Auch Früchtetees würden funktionieren, aber man soll den Scoby nicht zu oft hintereinander damit ansetzen, denn er gedeiht am besten in Grüntee.

Ätherische Öle, wie in Pfefferminztee etc. sind nicht geeignet. 

Ich traute mich an eine Mischung, Grüntee, Schwarztee, getrocknete Holunderblüten und Ringelblumenblütenblättern. Eine gute Variante.

Den Kombucha in Flaschen lässt man noch einen Tag bei Zimmertemperatur nachgären und stellt sie dann in den Kühlschrank, durch die Kälte fährt die Fermentation stark herunter und das Getränk kann über längere Zeit gelagert werden. Da sich Kohlensäure bildet sollte man immer wieder den Verschluss der Flaschen öffnen, damit das Gas entweichen kann. Sonst kann eine Flasche schon einmal explodieren.

Wie lange man die Flüssigkeit lagern kann, weiß ich nicht, bei mir hält sie nie länger als 2 Wochen, ich könnte so eine Flasche auf einen Tag trinken, weil mir der Kombucha so gut schmeckt. 

Je länger die Flüssigkeit lagert um so saurer wird sie, das einzige was einem passieren kann, dass man am Ende Essig hat, den man zum Salatdressing geben kann. Damit habe ich noch keine Erfahrung, möchte es aber irgendwann probieren, dann werde ich berichten.

Der ganze Aufwand ist nicht gering, aber ich finde er lohnt sich, daher werde ich weiter experimentieren und vielleicht noch die eine oder andere Info hier hinterlegen.

Endlich Spargelzeit

Mitte März habe ich meinen letzten eingefrorenen Spargel aus der Truhe genommen und weil der lange nicht so gut schmeckt wie frischer Spargel, holte ich mir heute direkt vom Bauern dieses köstliche Gemüse. 

Bei uns in Niederbayern rund um Abensberg gibt es sandige Böden und der Abensberger Spargel ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. 

Einen Teil habe ich mir gleich wieder für die Kühltruhe zurecht gemacht, im Winter freut man sich über die weißen Stangen besonders und heute gönnte ich mir einen schönen Spargelsalat.

Wasser zum Kochen bringen

Salz, Zucker, etwas Suppenwürze, frischen Zitronensaft und ein Stück Butter dazugeben, Spargel einschichten

Stangen bissfest garen

in kleine Stücke schneiden

Paprika, Zwiebeln und Tomaten würfeln, evtl. gekochte Nudeln dazu geben.

Kochen ist für mich Kreativität, was da ist, wird verwendet, was man gerade nicht hat, wird weg gelassen und jedes Essen wird anders, nie schmeckt es gleich.

Marinade herstellen. 

Salz, Pfeffer, Essig, Zucker, Öl, etwas Remoulade, etwas Sahne, alles in den Mixer

Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und vermengen, garnieren mit Schnittlauch u. gekochten Eiern. 

Das war heute ein Hochgenuss