aggressiv

immer wieder lese ich, dass die Menschen durch Corona aggressiver geworden sind. Die Aggressivität in vielen Familien zunimmt usw. 

Ich stellte das bislang nicht fest im Umkreis, gut in andere Familien kann ich nicht hinein sehen.

Was ich jedoch vermehrt wahrnehme ist, dass sich die Menschen nicht an Vorschriften halten. Sie sind es müde, ständig belehrt zu werden.

Erst neulich wieder an der Kasse, eine Kundin bezahlt, die andere rennt zu ihr ohne Mundschutz, blablabla in höchsten 30 cm Abstand. Als ich mein Auto belade stehen die beiden Weiber eng nebeneinander und rauchen eine Zigarette zusammen. Wie angenehm für mich, die ihr Auto gleich nebenan stehen hatte. Der Rauch steigt unter die Maske und ich habe wirklich Panik genug Luft zu bekommen, noch Minuten später hat man diesen ekeligen Geruch in der Nase.

Die andere reißt sich noch im Geschäft im Hinausgehen die Maske vom Gesicht und wischt sich mit den Händen ausgiebig über Augen und Nase.

Ich hatte noch andere Besorgungen zu tätigen, war in einem weiteren Laden. Die Sonne schien so krass durch die hohen Fenster, dass ich ständig geblendet war, ausserdem war die Brille angelaufen, wie sollte es auch anders sein. Ständig musste ich meine Lesebrille durch die Weitsichtbrille tauschen und andersrum. Irgendwann wird mir dann schwummrig, mein Kopf/Augen können diesen kurzen Wechsel nicht ab. Mein Problem, daher kann ich keine Gleitsichtbrille tragen.

Ich suche nach Waren, die mir die Nachbarin aufgetragen hat. Es sind meist Dinge, die ich persönlich nie kaufe, daher tue ich mich in den Geschäften schwer, sie zu finden. Da stand es doch das letzte Mal, dachte ich, fand aber nichts, ich wurde der Sucherei überdrüssig, fragte die Damen an der Wursttheke, „wissen Sie wo …… ist? Ich sagte, „das stand doch noch letztes Mal dort drüben im Regal. „Stimmt, sagt die andere, aber wir haben die letzte Woche ständig umgeräumt, es könnte jetzt dort drüben stehen. Also wieder suchen …. gefunden! Dann brauchte ich noch Süssstoff. Keine Chance, ich fand nichts. Frage eine Verkäuferin. „Könnten Sie mir sagen, wo ich den Süssstoff finde?“ „Beim Zucker“, kam die Antwort. Ich, „und wo ist der Zucker?“ „In irgendeinem Querregal dort hinten.“ Sie fuchtelte mit der Hand in die Richtung hinter mir. Ich bedankte mich nicht, ich fand die „sehr präzise Antwort“ 😉 unmöglich, ausserdem hatte sie mich gar nicht angeschaut, nur in ihren „Bart“ genuschelt. Wieder wanderte ich die Regale ab, naja wenigstens nannte sie mir, „beim Zucker.“ Zuckerpakete sind leichter zu finden, als so ein kleines Süssstoffdöschen. Grrrrrrr Süssstoff, den soll man eh nicht verwenden, ging es mir durch den Kopf. Wie ich wenig später feststellte, weiß das wohl keiner, denn ich hatte Glück 😉 eine einzige Dose konnte ich noch ausfindig machen. Nur den flüssigen Süßstoff gab es im Überfluss.

Meine Brille beschlug noch immer, die eine rauf, die andere runter. Einiges was gewünscht wurde, war ausverkauft, die Sonne knallte weiterhin durch die Fenster und blendete, ich war auch nicht bester Laune. 

Stelle mich an der Kasse an, ein Mann steht vor mir und beäugt mich. Da er keinen Wagen bei sich hatte, nahm ich etwas mehr Abstand. Da kommt eine Frau von hinten angeschossen, schiebt unsanft meinen Wagen zur Seite und stellt sich vor mich in die Reihe. 

Ich, „Sie können doch jetzt nicht einfach sich vor mich stellen!“ Da brüllt der Mann los, wir waren schon eher da, was wollen Sie eigentlich“ ………. In einer Lautstärke, als ginge es um sein Leben. Das äusserst liebenswerte Geschöpf hätte doch nur sagen brauchen, „Sie – das ist meine Frau.“ Alles wäre gut gewesen. Typisch, einer kauft ein, kurvt mit dem Wagen durchs Geschäft, der andere platziert sich derweil schon mal an der Kasse, genau wie es die beliebten Leute im Urlaub machen. 5 Stunden im Pool hocken, aber 2 Liegen mit ihren Zeug blockieren. Der, der sich mal eine viertel Stunde hinsetzen mag, wird beschimpft und sofort lautstark verscheucht. So eine Art Menschen waren das, die Frau zeterte inzwischen mit ihrem Mann um die Wette, ich schob meinen Wagen zur nächsten Kasse, der unangenehme Geselle brüllte mir weiterhin hinter her, welch unverschämte Person ich sei …… Ich sagte „jetzt kommen Sie mal wieder runter, langsam …“ Die Schimpftirade seinerseits artete noch mehr aus. 

Ich entschied mich nichts mehr zu sagen, und die beiden zu ignorieren.

Ich gebe zu, diese Aggressivität erschreckte mich sehr. Zu Hause sagte ich zu meinem Mann, „du ich bin lieber gegangen, ich dachte der haut mir noch eine Flasche aus dem Einkaufswagen seiner Frau auf den Schädel.“ Es ging eigentlich um nichts. Vielleicht um 5 Minuten Zeit, und der rastete dermaßen aus. Solche Menschen sind für mich das allerletzte, Kinder bringt man bei, Konflikte gewaltlos zu lösen und manche Erwachsene scheinen im Kleinkindalter stecken geblieben zu sein. Solche Ereignisse lassen mich an der Menschheit zweifeln. Ich stellte mir vor, wenn es wirklich um etwas gegangen wäre, ich kenne so gewaltbereite Menschen nicht. Ich glaube, was das betrifft, bin ich weltfremd. 

Die beiden haben sich bestimmt gedacht, „der haben wir es jetzt aber gezeigt, wo der Bartl den Most holt (wo es lang geht)!“

Und ich dachte mir, zwei armselige Menschlein! Hätte der Mann gesagt, „das ist meine Frau“, hätte er sich seine Nerven geschont. Kismet. 😉

Da fällt mir noch Andrea Costa ein, ein italienischer Bürgermeister aus der Emilia Romagna, der ein Boshaftigkeitsverbot erlassen hat. Jede Art von Boshaftigkeit, Wut oder Groll sei im öffentlichen Raum und den sozialen Netzwerken untersagt. 

Er meinte das auch sehr ernst, er sagte: „Während viele Menschen früher noch eine innere Schranke hatten, die nicht übertreten wurde, haut man heute einfach verbal auf die Mitmenschen ein.“

Man fragte ihn auch wie diese Verordnung bei seinen Mitmenschen ankam. Er: „Ich habe jede Menge positive Nachrichten dazu erhalten.“

Wer mehr dazu lesen möchte, gibt den Namen – Andrea Costa – bei Tante Google ein.

Das sollte man gebetsmühlenartig im TV wiederholen, finde ich, statt ständig Mord und Totschlag usw. zu zeigen.

Vorbei!

Heute ist ein glücklicher Tag, ich darf den ganzen Tag zu Hause bleiben. 🙂 Juchhuuuuuu :-))

einmal um den Block

Die Sonne scheint, heute hole ich meine dünnere Steppjacke aus dem Schrank, lasse die Strickweste weg, um ein wenig um den Block zu gehen. Nach 10 Minuten ist mir heiß, dass ich am liebsten die Jacke ausziehen möchte. Nur dort wo der Schatten wohnt, und der Wind leicht weht, ist es frisch.

Ich sehe ein kleines Mädchen auf ihrem Dreirad. Ein süsses Ding, sie hat wunderschöne lockige schwarze Zöpfe und trägt dazu rosa Kleidung. Als sie mich entdeckt, winkt sie und ruft hallo! Ich winke zurück. Die Mutter, die sie vom Balkon aus im Auge behält, lächelt, ich nicke ihr wohlwollend zu. 

In einem Garten entdecke ich jede Menge Krokusse im Rasen, ein schöner Anblick. In einem anderen Garten sehe ich massig Schneeglöckchen blühen, die Welt wird langsam wieder bunter.

Für mich könnte es so weiter gehen, aber wie ich lese, soll es bald wieder kälter werden. Schade.

Sämereien

Habe wieder Tomatensamen bei Irina bestellt. Sie hat eine riesige Auswahl. Wem es interessiert sucht im net unter Irina.

Dieses Mal sind schlesische Tomaten dabei. Darüber hätte sich mein Vater ganz bestimmt gefreut,  war er doch ein gebürtiger Schlesier.

Hoffe sehr, dass aus dem Samen ordentliche Pflänzchen werden. Bald geht es los und die ersten Samen kommen in die Erde. 😉

Heute war ich mit der Nachbarin einkaufen, wir entdeckten einen Ständer mit Sämereien, haben sofort zugeschlagen. Letztes Jahr war schon vieles vergriffen, als wir Samen für den Garten besorgen wollten. Nach dem Motto „Holzauge sei wachsam.“ Was man hat, hat man. *g*

Schreck am Morgen

das Wetter ist mild, es liegt nur noch wenig Schnee. Habe alte Schachteln zu entsorgen, stehe mit dem Teppichmesser in der Garage und zerteile die Kartons.

Mein Blick schweift die Garagenwände entlang, was ist das? Nur noch eine Schneeschaufel hängt dort, wo ist all das andere Zeug?

Das Garagentor funktioniert nicht mehr, es kann nicht mehr geschlossen werden, wir haben uns inzwischen neue angeschaut und uns für eines entschieden. Das dauert jedoch, wie sollte es anders sein. 😉

Jetzt haben sie mir die Schneeschaufeln geklaut, geht es mir durch den Kopf und gleich hinterher kommt der Gedanke, warum haben sie mir dann eine hängen lassen? Dachten sie drei sind zu viel, eine muss reichen?

Schaue mich weiter um, es fehlen noch einige Dinge.

Später frage ich meinen Mann, „hast du einen Teil der Garage ausgeräumt?“

„Ja“, kommt die Antwort. „Habe schon vieles in den Keller gesperrt.“

Uff, sind die Leute doch nicht so schlecht, wie ich es schon wieder vermutet hatte. 😉

Aschermittwoch

woher kommt der Name Aschermittwoch? Um dieser Sache auf den Grund zu gehen, müssen wir 1400 Jahre in die Vergangenheit reisen.

Den Namen Aschermittwoch bekam dieser Tag, weil die Büßer in der Kirche nach alter Tradition mit Asche bestreut werden.

Der Pfarrer spricht zu jedem Gläubigen die Worte, während er ihnen ein Aschekreuz auf die Stirn malt. „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staube zurückkehrst.“ Die Asche stellt ein Zeichen der Vergänglichkeit dar. Den Spruch kennen wir von Beerdigungen. Asche, zu Asche, Staub zu Staub.

Mit dem Aschermittwoch bricht die Fastenzeit an. Tja, fasten wäre auch für mich nicht schlecht, habe in der Coronazeit ganz schön was zugelegt. 🙁 Heute fasten viele auch anders, kein Verzicht auf Essen, sondern Verzicht auf Alkohol. Naja, da wäre ich fein raus, was das betrifft faste ich fast ganzjährig. 😉 Rauchverzicht – ich habe nie geraucht ;-)!

Auch weniger Zeit am PC oder Fernseher zu verbringen wäre ein Fastenopfer. Da könnte ich einmal ansetzen. 😉

Aschermittwochsbrauch

Verzicht auf Fleisch! Der Aschermittwoch stellt den Beginn der 40tägigen Fastenzeit dar, welche daran erinnern soll, wie Jesus 40 Tage in der Wüste verbrachte. Er fastete und betete. Die Zahl 40 hat sowohl im Alten als auch im Neuen Testament eine Bedeutung. 40 Tage blieb Moses auf dem Berg, bevor er die 10 Gebote erhielt. Genauso lange dauerte die Sintflut und man findet noch mehr, wenn man in der Bibel danach sucht.

Auch die Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern dauert 40 Tage. Bei dieser Berechnung gibt es aber einen kleinen Haken. Es wären 46 Tage, die Sonntage zählen einfach nicht zur Fastenzeit, da dieser Tag eine Erinnerung an die Auferstehung Jesus, ein Tag der Freude sein soll.

Polenta süss

Mandelmilch

Maisgrieß

Prise Salz

3 EL Rohrohrzucker

etwas Vanielle

Cranberries

Aronabeeren

Rosinen

gehackte Mandeln

etwas Lebkuchengewürz

wer mag gibt noch ein Stück Butter hinzu

Polenta kochen

mit Obst nach Wahl servieren

Meine Polenta war nicht sehr süss, da ich gezuckerte Pfirsiche dran gab.

Vorher servierte ich eine klare Gemüsesuppe mit Backerbsen.

Fertig war das Aschermittwochsgericht.

aha

Ein Bad erfrischt den Körper,

eine Tasse Tee den Geist.

Sprichwort aus Japan

Also lasst uns sofort eine gute Tasse Tee aufbrühen. 🙂

Neulich las ich in einer Zeitschrift folgenden Tipp!

Vergraute weiße Wäsche, soll wieder strahlend weiß werden, gibt man ein Säckchen mit Zitronenschalen in die Waschmaschine. (natürlich zur weißen! Wäsche) *g*

Muss ich einmal ausprobieren, wenn ich dran denke ;-)!

Alles hat seine ureigene Schönheit, aber nicht jeder bemerkt es.

Konfuzuius

Kommt lasst uns schnell zum nächsten Spiegel rennen und uns unwiderstehlich schön finden. 😉

strahlender Sonnenschein

drei Tage hintereinander strahlender Sonnenschein. Die Sonne hat schon ordentlich Kraft, auch, wenn sonst Minusgrade herrschen. 

Gestern lief ich Wege, die ich als Kind fast täglich gelaufen bin, von „Kindergartenbeinen“ an. Da kamen viele Erinnerungen hoch. Wir durften noch ohne Begleitung gehen, mein Sohn nicht mehr, der musste täglich gebracht werden, obwohl er einen viel kürzeren Weg hatte, als ich. Den Trampelpfad zum kleinen Marterl gibt es nicht mehr, es war eine Abkürzung, die wir immer benutzten. Auf der Wiese dahinter pflückten wir Blumen, vor allem Butterblumen und Wiesenschaumkraut. Die Sträuße so riesig, dass wir sie oft mit zwei Händen nicht mehr umfassen konnten. 😉

Später traf ich eine alte Damen vor ihrem Haus, auch sie kannte ich von Kindesbeinen an. Wir hielten einen Plausch mit gebührenden Abstand übern Zaun. Zuerst erkannte sie mich gar nicht, aber dann erfuhr ich allerhand Neuigkeiten, was im Viertel alles passierte, wer gestorben ist, wer schon wie lange nicht mehr hier wohnt, wo alle ihre Kinder leben und die Enkel …. und und und. Als ich mich verabschiedete, sagte sie, „ach war das schön, mal wieder mit jemanden reden zu können in diesen Zeiten.“

Heute marschierte ich über die Donaubrücke und entdeckte interessante Fotomotive, ich lief wieder dort, wo sonst keiner läuft. Recht so, dachte ich bei mir und genoß meinen Spaziergang entlang der Donau. Stapfte durch Schnee und über Eis und unter dem herrlich blauen Himmel und Sonnenschein wurde es mir bei -4 C sogar richtig warm.

Inspiration

Nimm Dir Zeit für Menschen, die dich glücklich machen.

Schreib doch einmal ganz altmodisch einen Brief. 🙂

Es ist nie zu spät, um zu sein, wie man will. 😉

Schmeiß den Putzlappen in die Ecke und geh raus, wenn die Sonne scheint! 🙂

Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

Glück ist, Zeit für dich!

Man muss aufwärts blicken, um die Sterne zu sehen. 🙂

Film

neulich schaute ich mir einen Film an mit Adriano Celentano und Ornella Muti. 

Der Film war lustig, aber das aller witzigste war, als er zu ihr sagt:“ Willst du im Hotel Corona unter kommen, das geht nicht, die haben 14 Tage geschlossen.“ 

Da musste ich ganz laut sagen, tja, „die sind jetzt in Quarantäne.“

Die Szene war sozusagen ihrer Zeit voraus. 😉

Ich weiß, Corona ist ernst, trotzdem musste ich über die Szene schmunzeln. War es doch so passend für die momentane Zeit.