Gartenarbeit

heute bin ich schon in aller Frühe raus in den Garten. Habe die Erdbeeren ausgeputzt, einige Stauden davon ausgerissen und die neuen Ableger eingebaut. Erdbeeren sollten alle drei Jahre neu gepflanzt werden. Naja, so genau nehme ich es nicht. Meist weiß ich welche Stauden gut getragen haben und welche weniger oder gar nichts. Danach richte ich mich.

Überall im Garten gehen Pflänzchen auf, die keiner gesetzt hat, die Ahornbäume in der Nähe sind für mich die Pest, die samen wie verrückt. Ein Jahr zählte ich wieviele kleine Bäumchen ich in meinem Garten davon entfernt habe, ich hörte bei 300 auf. Die können sich gut verstecken, oft finde ich sie erst, wenn sie schon um die 30 cm groß sind, keine Chance, dann kann ich sie nicht mehr ausreißen, so fest stecken sie im Boden. Selbst mein Mann hat Mühe sie zu entfernen. Ich schneide sie dann nur ganz knapp übern Boden ab und hoffe, die Pflanzen geben auf.

Mangold musste geerntet werden, ich hasse die Wascherei, meist gehe ich damit in den Keller, weil ich da nicht so aufpassen muss, als in meiner Küche. Eine Rührschüssel voll Bohnen mussten geschnibbelt werden und die Tomaten von den Stauden genommen.

Im Weiher breitet sich das Schilf immer mehr aus, man kann es nicht ausreißen, ich befürchte, dass der Weiher bald gänzlich davon zu ist, auch der einzigen Seerose im Teich werde ich nicht Herr. Vor ca. drei Wochen befreite ich eine schöne Fläche von den wuchernden Seerosenblättern, Vierzehn Tage schmerzten mich meine Finger vom Ausreissen, auch sie krallen sich richtig fest, jetzt ist die Fläche schon wieder mit neuen Blättern bewachsen.

Der Weiher ist auch noch so ein Projekt, das irgendwann angegangen werden muss, und das ist eine richtig harte Herausforderung. Als es mein Mann das letzte Mal machte, wurde er ständig von Blutegeln gebissen, keine Ahnung, wie die in den Weiher gekommen sind. Die leben nur in Gewässern mit guter Wasserqualität heißt es. Also müssen die Fischlein in guter Umgebung leben. 🙂

Der Efeu wuchert wie verrückt, habe den Eindruck, reiße ich einen Läufer aus, kommen über Nacht gleich zwei neue nach. ;-).

Haselnüsse

woher stammen sie eigentlich, ihren Ursprung finden wir an der türkischen Schwarzmeerküste. Woher mein Haselnussstrauch kommt weiß ich ganz genau. Der Großvater meines Mannes hat mir einen kleinen Trieb aus Nürnberg vor über 30 Jahren mitgebracht, und inzwischen wäre es ein gigantischer Strauch, wenn er nicht jedes Jahr stark beschnitten würde.

Eigentlich holt/holen sich meine Haselnüsse immer das/die Eichhörnchen, selten habe ich in der Vergangenheit mehrere ergattert.

Dieses Jahr sieht es anders aus. Ich habe ein kleines Säckchen voll geerntet. Frage mich, wo bleiben die Eichhörnchen. Oben im Strauch hängen noch jede Menge Nüsse, für mich unerreichbar. Die Eichhörnchen sind eindeutig die besseren Kletterer, sie dürfen sich diese Kostbarkeiten holen. Man muss auch gönnen können, nicht wahr?

ganz schön bissig

habe meine Brombeeren vor dem Haus geerntet, werfe einen Blick auf meine Füße. Du liebe Güte, Ameisen über Ameisen, große schwarze dicke. Ich habe zu tun sie abzuschütteln.

Kaum im Haus, beißt es hier und zwickt es dort. Ich sehe nach, die Biester hocken am Rücken, bis zum Hals sind sie gekrabbelt, oh und wie die zwicken können! Richtig bissige Tierchen sind das.

man möchte es nicht glauben

ich wundere mich schon längere Zeit darüber, dass alle meine Basilikumblätter Löcher haben und angebissen sind. Dachte an Ameisen, aber ich sah nie welche.

Jetzt, da es öfter Tomatensalat gibt, die Tomatenernte kam in Schwung, holte ich Basilikum.  Meiner wächst im Topf auf der Terrasse, er gedeiht dort nur in einer bestimmten Ecke. Dieses Mal zupfte ich etwas mehr Blätter als üblich und siehe da, drei dicke, lange Nacktschnecken hockten dort. 

Einen Tag zuvor Endiviensalat gepflanzt auf dem Hochbeet, am nächsten Morgen sah ich durchs Fenster, dass einige Pflänzchen arg mitgenommen aussahen. Ich raus und gleich nachgesehen, riesige Nacktschnecke auf dem Hochbeet entdeckt. Man glaubt es nicht! In den Jahren zuvor sah ich nie welche dort. Keine kletterte je hoch, es ist als würden diese Biester auch dazu lernen. Grrr

Hokkaido

über meine misslichen Gurkenpflanzen berichtete ich bereits. Ich zog nochmals Gurkenpflanzen nach. Dachte ich jedenfalls, jetzt stellte sich heraus es sind zwei Hokkaidopflanzen. Die eine hat sich jetzt einen faustgroßen Kürbis abgequält, ja ich habe wirklich den Eindruck, dass sich meine mickrigen Gurkenpflanzen Früchte abquälen, so auch die kleinen Kürbispflanzen, trotz Düngergaben, kamen sie nie richtig ins Wachstum. Wenn ich dann ihre Früchte ernte, komme ich mir wie ein Ausbeuter vor, sie tun mir leid.

Garten Ende Juli 2020

Meine riesige Sonnenblume blüht. Sie hat zwei starke Gewitter und Hagel überstanden. 

Die ersten Tomaten sind reif und eine Hand voll grüne Bohnen durfte ich auch schon ernten.

Eine Unbekannte konnte ich im Garten begrüßen. Wie ich aus flickr erfuhr ist es eine Pfauenblume. Leider blühen sie nur für einen Tag und sind auch nicht winterhart, waren in meiner Blumenzwiebelmischung dabei, die ich letztes Jahr in die Erde vergraben habe.

Ich konnte abermals einige Gläser Zucchini und Gurken süss-sauer einlegen. 

Bald sind die wilden Zwetschgen reif, ich werde von ihnen Marmelade kochen.

Ein Teil der Knoblauchpflanzen stecken noch in der Gartenerde, hatte keine Zeit sie zu ernten.

da staunte ich nicht schlecht

Mein Knoblauch hat inzwischen schon Samenstände. Einer auf dem Hochbeet nicht. Das wunderte mich. War es vielleicht Lauch vom letzten Jahr, der irgendwie überlebt hatte, oder eine große Frühlingszwiebel. Mir kam das suspekt vor.

Ausserdem stand er mir im Weg, ich wollte neu anpflanzen. Holte die Schaufel und grub und grub, meine Güte so weit unten, ich grub und zog, nichts bewegte sich. Also noch tiefer graben und dann staunte ich nicht schlecht. Habe selten, oder sogar nie, so eine große Knoblauchknolle geerntet. Da war die Freude groß. 🙂

ein ordentliches Exemplar

die Knoblauchernte …

hat bei mir begonnen.

es ist eine schweißtreibende Arbeit die Knollen zwischen meinen Blumen und Gemüsepflanzen auszugraben. Teil unter Bodendecker hervor zu holen.

Ich setze den Samen jedes Jahr zwischen die Erdbeerpflanzen, Rosen etc. Knoblauch heißt es, hält viele Schädlinge ab. Bisher bin ich damit gut gefahren.

Wie immer sind die Knollen auf dem Hochbeet ein Gedicht, schön groß, die anderen klein, aber egal, sie sind aus meinem Garten. 🙂 Ein Drittel meines Knoblauchs ist jetzt gebündelt und trocknet im Heizungsraum. Der Knoblauchsamen muss noch abgelöst werden und getrocknet.

Bei Knoblauch denke ich immer an die Bäuerin, die den Samen mir vor vielen Jahren schenkte. Ich bin ihr so dankbar und hüte jedes Jahr den Samen wie einen Schatz. Er ist sehr schwer zu bekommen. Neulich las ich, dass man zwar die Zehen auch einzeln in die Erde stecken kann und manchmal gelingt die Vermehrung auf diese Weise, aber der Knoblauch aus dem Supermarkt kommt fast immer von weit her und ist nicht perfekt für unser Klima geeignet. Da habe ich richtig Glück gehabt.

Nachbar und Briefträger freuten sich über einige Knollen. 😉 Das sind meine Feinerle, die ich verschenke, 😉 *g* an Stelle von Süssigkeiten.

gemein

ich hab gar nichts getan und dann das.

War im Garten gießen mit dem Schlauch, das blöde Teil verheddert sich dauernd. Das Wetter ist nicht schön und es regnet immer mal wieder, trotzdem ist es im Garten dem Gemüse zu trocken. 

Alle Nase lang knickt mir der Schlauch ab und der Wasserfluss kommt zum Stillstand, ich bücke mich und auaaaa, hat mich doch glatt eine Biene in den Unterarm gestochen. Der Stachel hing noch fest. Grrrrrrr

Am nächsten Tag eiterte die Einstichstelle und mein Arm war extrem heiß und geschwollen. Das habe ich gerade noch gebraucht. Und es juckt wie irre, nachts brauch ich einen kalten Umschlag. Es fehlt einem ja sonst nichts. 😉