mit der Gesamtsituation unzufrieden

so könnte man Bärli’s Zustand beschreiben. Er meckert und rennt die beiden Türen an, raus, raus, raus, er kratzt und schimpft.

Die Wunde scheint zu heilen, sie juckt, er will kratzen, was durch den Kragen nicht möglich ist. Er haart fürchterlich, das tun Katzen, wenn es ihnen nicht gut geht, wenn sie Angst haben.  Der ganze Pelz hat überall verklebte Stellen, ich mache nichts, warte ab, bis der Kragen weg ist. Ich glaube wir müssen diese Stellen rausschneiden, mit waschen geht da nichts.

Das halbe Gesichtchen haben sie ihm rasiert, sieht wirklich schlimm aus. Von der OP/Narbe kann ich nicht viel erkennen, sehe keine Drainage, nur einen Faden, für mich sieht die Wunde gut aus. Mal sehen was die Ärztin sagt.

Wir machen viel Energiearbeit für Bärli und es klappt richtig gut, immer, wenn er zu schlimm drauf ist, können wir ihn so „runter“ holen. Bisher bin ich recht zufrieden mit ihm. Klar hat er immer wieder seine „lass mich raus Anfälle“, aber er beruhigt sich wieder.

Heute hob ich ihn bei so einem „Anfall“ hoch, mag er normalerweise nicht, drückte ihn an mich wie ein kleines Baby und kraulte seinen Rücken, lässt er sich eigentlich nicht gefallen. Er will immer den Kopf gekrault haben, zwischen den Ohren. Jedenfalls blieb er liegen und drückte sich ganz fest an meinen Körper, begann zu schnurren und man sah, es tat ihm richtig gut. Solche Momente lassen mich immer alle Mühen vergessen, ich genieße sie einfach. So waren wir wenige Augenblicke beide sehr zufrieden miteinander. 🙂

Abends sagte ich zu Bärli, „Muckel geh nochmal Kiste und Futter fassen, wir müssen heute wieder zur Tante Dr. ;-)!“

Hat Bärli doch glatt gemacht. Sogar mein Mann war baff.

Dieses Mal mussten wir nicht so lange warten. Das Fenster im Warteraum war weit geöffnet zur Straße hin, davor standen jede Menge Autos mit Herrchen und Frauchen und ihren Hunden, in Corona Zeiten müssen viele draussen warten.

Mein Mann stellte Bärli mit Käfig ans offene Fenster und Bärli schaute dem quirligen Treiben mit Freude zu.

Er ist so ein braver Kater was das betrifft, meine zwei Weiber waren da ganz, ganz anders. 

Die Tierärztin zog die Fäden, bzw. versuchte sie zu ziehen, die Schere war mehr als stumpf, immer haben die miese Geräte, bin nicht immer zufrieden was dort so abgeht. Dann war die Drainage sehr verklebt, ich merkte richtig wie Bärli die „Zähne“ zusammenbiss, als sie sie entfernen wollte. Dann sah sie, dass noch zwei Fäden gezogen werden mussten. Insgesamt waren es vier. Die Drainage war sehr verklebt. Ich sagte, „das müssen wir aufweichen“. Die Ärztin holte eine Kochsalzlösung und weichte alles ein wenig auf. Der Schlauch war gute 5 cm lang. Kater hielt sich ganz still und sogar die Tierärztin sagte, so ein braves Tier habe sie selten. Bei meiner Kira hätten wir noch zwei Leute anfordern müssen, die hätte uns sonst die Augen ausgekratzt und Shiva wußte sich auch immer gut zu wehren. 

Jetzt hat Bärli dort, wo der der Schlauch war ein Loch, und es nässt noch. Ich fragte nach, woher denn so ein Abszess käme. „Wahrscheinlich Bisswunde wurde mir gesagt.“ Tja, verteidigen kann sich Bärli schlecht so ganz ohne Zähne, es reicht noch um Mäuse zu fangen und Trockenfutter zu knacken, aber nicht um Rivalen in die Flucht zu schlagen. Ein betagter Kater ist er auch schon.

Ein Medikament können wir nun weg lassen, das andere wird weiter eingenommen. Wir müssen Freitag wieder vorstellig werden.

Wenn es blöd läuft, meinte die Ärztin, könnte sich das ganze nochmals mit Eiter füllen, na Gott bewahre uns davor.

Zu Hause war Bärli wieder fix und alle und musste sich erst unter der Eckbank verkriechen und ein Nickerchen halten. Danach gab es die Tablette. Was für uns nicht einfach ist. Herrchen muss Kater halten, Frauchen ihm das Mäulchen aufmachen und die Tablette einwerfen, der Kragen erschwert diese Prozedur. Der Kragen bleibt noch eine Weile.

Später war Bärli sehr anhänglich, musste ihn eine Stunde kraulen, er haart, ich und die Eckbank, alle Kissen sind voll mit seinem schwarzen Fell. Wenn er wieder raus kann, habe ich genug Arbeit um alles erneut auf die Reihe zu bekommen. Hoffe es kommt nichts mehr nach. Freitag wissen wir ein wenig mehr.

Kater

heute morgens um zehn bei der Tierklinik angerufen. Ohr/Wunde eitert weiter, muss wieder gespült werden. Solle mich nachmittags nochmals melden.

Dann erfahren, Bärli darf abends abgeholt werden.

Sassen eine gute Stunde in der Praxis bis wir Bärli ausgehändigt bekamen. Kater hat noch Drainage im Ohr, bekommt zwei verschiedene Medikamente, hat eine Halskrause bekommen. Jedenfalls ist sie nicht so riesig, wie ich sie von früher kenne.

Bärli schüttelt sich zwar immer und eckt überall mit dem Kragen an, aber kommt besser damit klar, wie wir dachten. 

Zuhause raus aus dem Käfig und gleich zur Terrassentüre, raus, raus, raus. Nein, das geht gar nicht, damit musste er erst klar kommen. Gefressen wie ein Weltmeister, der hat bestimmt die Zeit in der Klinik gehungert, hat auch nur noch 3,9 kg. Der Kragen ist echt schlimm, besonders beim Fressen, das meiste fällt in den Kragen und ich muss hinterher alles säubern. 

Später verzog er sich unter die Eckbank, wir dachten uns das schon, und ich hatte dort ein Bettchen eingerichtet. Das wollte er aber nicht, verkroch sich bis ganz in die Ecke.

Später lag er eine Weil bei mir im Arm, das kommt nur alle heiligen Zeiten vor. Jetzt schläft er. Man merkt schon, dass er völlig durch den Wind ist.

Ich bin froh, dass er uns nicht beleidigt ist. Er war sichtlich erleichtert, als er unsere Stimmen in der Praxis hörte, und war ganz ruhig während der Heimfahrt.

Das nächste Gastspiel in der Klinik ist am Mittwoch.

Abszess

heute erfuhr ich, es war ein Abszess. Bärli hat oh Wunder, sogar in der Tierklinik gefressen, das beruhigt mich. 

Nach zweimaligen Anruf dort, wurde mir mitgeteilt, dass die Wunde eine Drainage hat und leider immer noch Eiter absondert, er muss weiterhin da bleiben.

Anschließend 10 Tage Hausarrest, das kann heiter werden, bei einem absoluten Freigänger der protestpinkelt.  Ich habe keinen Raum im Haus, wo das egal ist. Mir ist ganz schlecht, wenn ich daran denke.

oh mei, oh mei

armes Bärli

Gestern goss ich den Garten, da sah ich unseren Bärli unterm Kirschbaum sitzen. Ich hob ihn hoch, das kann er gar nicht leiden. Er jammert, das macht er immer, weil er wieder runter will. Ich sehe, dass seine Pfote ganz verklebt ist. Dann entdecke ich sein Ohr, es läuft, alles verklebt, teils hat er sich dort schon den Pelz heraus gekratzt. 

Heute morgens kam Bärli Futter fassen, ich hinter ihm gleich die Terrassentüre geschlossen. Ohr begutachtet, nichts hatte sich gebessert. Ich rief in der Tierklinik an. Verwiesen zum Notdienst. 

Nachmittags um ein Uhr dürfte ich Kater bringen. Das war schlimm für unser Katerchen, ich musste ihn eingesperrt lassen. Er jammerte und jammerte und zeigte mir ständig, Frauchen ich will raus.

Endlich konnten wir los fahren. Es war ausgemacht mit der Klinik, dass sie mich anrufen, wann ich ihn wieder holen kann. Da ich um vier nachmittags noch nichts gehört hatte, rief ich in der Klinik an. Kater muss eine Narkose bekommen, ganze Ohr vereitert, aber ohne Unterschrift dürfen sie ihm keine geben. 

Ich alles zu Hause liegen und stehen gelassen und los gefahren. Unterwegs fällt mir ein, ich habe den Topf am Herd stehen, kein handy dabei, soll ich nun weiter fahren, oder wieder umkehren.

Entschied mich zum TA zu fahren, rein in die Praxis und gleich jemanden gesucht, weil keiner in der Anmeldung sass. Schnell unterschrieben und wieder ins Auto gesetzt. Gerade noch rechtzeitig, bevor mir das Essen angebrannt wäre. 😉

Um 19 Uhr wieder angerufen, Kater sitzt immer noch in seiner Box, nichts ist bisher geschehen, hatten keine Zeit für OP. Na super. Das arme Vieh.

Mir wurde mitgeteilt, „wir rufen an, nach OP. Jetzt ist es fast Mitternacht und wir bekamen keine Benachrichtigung. Das nervt, weil man nicht weiß was ist. Genaueres konnte man mir um sieben nicht sagen, sie meinten evtl. Abszess. 

Unser Freiheit liebender Bärli, von Natur aus ein Schisser, hat bestimmt Todesangst und einen Schock sowieso, Schmerzen, und von morgens bis jetzt in der kleinen Box. Übersteht er alles gut, hat er bestimmt ein Trauma. Was wird da noch auf uns zu kommen?

schwarze Katze

heute sah ich eine schwarze Katze auf der Straße, denke es ist Bärli.

Nein, ich schaute genau hin, es ist offensichtlich ein junges Kätzchen, und sieht meiner Shiva sehr ähnlich, am liebsten hätte ich sie behalten. Auch sehr schlank und pechschwarz, kein weißes Fleckchen. Später sah ich sie nochmal bei uns im Garten.

Die Erinnerungen an Shiva tun immer noch weh. Bärli kann Shiva nicht ersetzen. Ich mag ihn auch, aber Shiva war ständig um mich rum und lief mir im Haus meist hinterher. Als ich sehr krank war, wachte sie 3 Tage an meinem Bett. Das sind alles bleibende Eindrücke.

Jetzt ist sie schon ein gutes Jahr tot.

Shiva war eine „Mamakatze“ alles was mir gehörte liebte sie.

Thekla

wohnt bei mir. 🙂 OK, Flipp auch, ihr habt es gesehen und die Biene Maja sowieso. 🙂

Ich liebe meinen Garten und ich liebe fast jedes Tierchen in meinem Garten. Ich freue mich immer über neue Entdeckungen.

Mache wie jeden Tag meinen Gartenrundgang, komme am Insektenhotel vorbei, sehe einen Spinnenfaden und verfolge ihn mit den Augen, er führt zu einer Röhre im Insektenhotel und siehe da, dort hockt in einer größeren Röhre eine dicke, fette Spinne auf der Lauer. Als sie mich bemerkt, zieht sie sich in ihre Behausung zurück. Wir spielen das Spielchen etliche Male  –  sie schaut neugierig raus, wenn sie sich unbeobachtet fühlt und huscht sofort zurück, wenn sie mich bemerkt. 

zu Hause bei Thekla 😉
Rückzug

schöne Entdeckung

unweit unseres Grundstücks ist eine kleine Wiese angrenzend zum Wald. 

Neulich gehe ich daran vorbei und bemerke im hohen Gras eine Bewegung. Zuerst denke ich, es könnte eine Katze sein, vielleicht mein Bärli, nein – sehe braunes Fell, ein Hase vielleicht, habe zwar bei uns noch nie einen gesehen, aber ….

Bleibe ruhig stehen und warte ab, bin neugierig, was sich im hohen Gras verbirgt. Es ist ein Reh. Langsam entfernt es sich Richtung Wald, bleibt noch lange am Waldrand stehen und lauscht, und ich stehe ebenfalls still und beobachte es.

Noch nie sah ich so nah bei uns ein Reh, eigentlich nur durch die Straße von unserem Garten entfernt. Solche Begegnungen machen mich glücklich.

Ruhestörung

ich arbeite in der Küche, plötzlich ist es aus mit Ruhe. Ich höre komische laute Geräusche, kann sie nicht einordnen. Bald führt mich die Spur auf die Terrasse, aber ich sehe nichts. Das Geräusch kommt und geht, kommt und geht. Ich vermutete es auf dem Balkon über der Terrasse. Zuerst dachte ich an eine Taube, vor Jahren hatte sich schon einmal eine bei uns eingefunden, sie war ganz zutraulich, und ich fütterte sie mit Körnern, sie kam ganz nah ran. Hatte sie Hunger hockte sie sich vor die Terrassentür, dann brachte ich sie nicht mehr los. Wir kannten jemanden vom Taubenzüchterverein und der kam, besah sie sich und sie wurde gen Norden verschickt. Sie hatte sich verflogen.

Das Geräusch war jedoch so irre, nein, keine Taube, dachte ich. Mir war ganz unheimlich zu Mute, was konnte da nur auf meinem Balkon hocken. Ich holte meinen Mann, und der sah kurzerhand nach. Sein Blick ging noch weiter nach oben, bis unters Dach, dort sassen gleich zwei Tauben und machten Radau. Ganz anders, als ich es normalerweise von denen kenne.

Seit Jahren befindet sich dort oben auch ein Nest. Hatten sie gebrütet? Oh nein, dachte ich, dann sch…. die mir alles voll. Wir stiegen auf den Speicher, aber vom Fenster dort oben aus sahen wir auch nicht mehr. Ich machte einige Fotos, vielleicht waren diese aufschlussreicher. Nichts, nur zwei Tauben mal von vorne mal von hinten. LOL

Wir entschieden uns für verjagen. Sie flogen fort. Es dauerte nicht lange, da ging die Gaudi wieder von vorne los. Wir verscheuchten sie, und sie kamen wieder. 🙁

Wir überlegten, wenn sie ein Nest haben, oder das alte Nest benutzt hatten und Junge haben, dann müssen wir sie dulden. 

Als ihr Geschrei wieder unüberhörbar war, stieg ich abermals auf den Balkon und siehe da, sie hatten das alte Nest runter geworfen. Das Nest war leer. 

Wir scheuchten sie wieder und bis jetzt war Ruhe.

Später machte ich den „Dreck“ auf dem Balkon weg. Bin ich froh, dass sie nicht gebrütet haben, ich musste deren Hinterlassenschaft erst einmal richtig einweichen, um alles von den Fliesen zu bekommen. Nein, soviel Arbeit hätte ich nicht noch oben drauf gebraucht, die hätten uns zugesch….. :-)))

Tauben
zwei ganz unschuldige Vögelchen
runter geworfenes Nest (die Tauben waren es)

traurig

neulich sah ich in den Teich, ich hörte ständig leises quaken. Zwei Krötenmännchen kämpften um ein Weibchen, das gar nicht gut aussah. Letztendlich sassen beide auf ihr drauf. Sie rührte sich nicht, hatte einen dicken weißlich aufgeblähten Bauch und für mich sah es so aus, als wäre sie bereits tot.

Einige Tage später entdecke ich das tote Weibchen im Weiher treibend, die Männchen waren fort.

Sie konnte wohl nicht laichen.

Das ist mir schon zum zweiten Mal passiert. Tut mir immer sehr weh.

vierbeinige Freundschaft

Neulich ging ich an einer Baustelle vorbei. Seit Monaten wird dort ein Doppelhaus gebaut. Rings um den Rohbau nur Dreck, eine Pfütze neben der anderen.

Ich schaue vom Bürgersteig aus runter aufs Grundstück, bin neugierig wie weit der Bau voran gegangen ist. Da sehe ich eine schwarz-weiße Hauskatze an der Baggerschaufel stehen, sie schnüffelt und reibt sich an ihr. Man muss schließlich seine Duftmarken verteilen, das kennt man doch. Ab und an schaut sie sich um, als ich mich ebenfalls umsehe, entdecke ich eine rothaarige Perserkatze. 

Hilflos miaut sie Richtung Hauskatze. Die langhaarige sucht verzweifelt einen Weg, wie auch sie zum Bagger kommt. Kann sich nicht entscheiden, durch den dicken durchgeweichten Lehm zu laufen oder durch die tiefen Pfützen. Die Katze macht einmal einige Schritte in die eine, dann in die andere Richtung und geht schließlich beherzt extrem langsam durch die „kniehohe“ (für Katzenverhältnisse) Pfütze, geradewegs zu ihrer Freundin, beide begrüßen sich herzlich.

Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich für den „Wasserweg“ entscheidet. Die beiden mussten das gleiche zu Hause haben, denn sonst wären sie nicht so liebevoll miteinander umgegangen.

Eine Weile beobachte ich die Katzen noch, wie sie die Köpfchen aneinander rieben und dann den Bagger zu zweit ausspionieren. Bevor ich weiter ging, dachte ich mir. Euer Frauchen wird entzückt sein, wenn ihr beiden mit euren Dreckpfötchen wieder vor der Türe steht. :-))