Gartenluft schnuppern

heute war es wieder so weit. Meine beiden großen Zimmerpflanzen durften ins Freie. 

Der Geldbaum, ein Dickblattgewächs, und der Ficus. Beide danken es mir Jahr für Jahr. Sie wachsen zu riesigen Pflanzen heran. Im Herbst bekomme ich regelmäßig ein schlechtes Gewissen, denn sie sind so prachtvoll und ausladend, dass ich sie im Haus nicht unterbringen kann. Ich muss sie sehr stark beschneiden um für sie drinnen ein anständiges Plätzchen zu finden. Mein Ficus ist mir sehr ans Herz gewachsen, ich kaufte ihn mir noch zu DM-Zeiten in einem Supermarkt für 99 Pfennige, halb verdörrt, weil ich Mitleid mit ihm hatte. Zu Hause umgetopft und gut gewässert. Über die Jahre wuchs er zu einer stattlichen Pflanze heran und wäre bestimmt zwei- bis dreimal so groß, wenn ich ihn nicht jährlich zurückschneiden müsste.

Denkt daran, die meisten Zimmerpflanzen vertragen keine pralle Sonne, meine beiden genießen regelmässig ihren Freigang nah an der Hauswand auf der Nordseite. So bekommen die Blätter keinen Sonnenschaden/-brand. Regelmäßig gießen bitte auch draussen nicht vergessen! 

Der Sache auf den Grund gegangen

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im wahrsten Sinne des Wortes. Immer wenn ich an meinen gestapelten Blumentöpfen vorbei lief, wunderte ich mich, warum die  unterste Pflanze von Mal zu Mal mickriger und weniger wurde. 

Gestern war ich beim Gärtner, Gemüsepflänzchen besorgen, ich konnte nicht widerstehen und nahm mir eine neue Pflanze für meinen verwaisten Topf mit.

Als ich diese Pflanze, die zu den Sukkulenten gehört, zuhause einpflanzen wollte, stutze ich, was ist das für eine Erde? Sieht aus wie Pellets. Ich fing ein wenig zu graben an. NEIN!!! Der Rosenkäfer hatte letztes Jahr darin seine Eier versteckt. Inzwischen sind es dicke fette Larven geworden, die meine Blumenerde, einmal durch sich wandern ließen. 

Ich scharrte sie alle aus und verbrachte sie auf Gemeindegrund, in eine Erdmulde und deckte sie wieder ab. 

Mir wurde früher immer gesagt der Rosenkäfer sei ein Schädling, ist er aber gar nicht. Er steht inzwischen unter Naturschutz, es gibt gar nicht mehr so viele. 

 

 

 

 

 

Überraschung

Vor ein paar Tagen hatte ich im Garten zu tun. Ja, es ist schon lange so weit, ich brauch sogar dafür meine Lesebrille, das Alter lässt grüßen. Schönen Gruss zurück, ich lass mich nicht unterkriegen! 🙂

Ich zog meine Lesebrille vom Kopf und setzte sie auf die Nase ;-). Kaum bückte ich mich, fiel sie mir ins Beet, ich setzte sie wieder auf, nach einer Weile flutschte sie wieder runter. Wie das kommt? Die Bügel leiern aus, weil ich die Brille immer auf meinen Kopf setze, wenn ich sie gerade nicht brauche. So habe ich sie immer am Mann, ähm Frau, meinte ich natürlich. *g* Nee, das mit der Brillenkette ist doof, das nervt beim Arbeiten, das klappt vielleicht im Büro, aber nicht, wenn man Hausarbeit zu verrichten hat. Ich habe schon vieles probiert, z. B. Schürze und Schürzentasche, umständlich! Beste Lösung, nicht gebraucht, Wartestellung auf dem Kopf. ;-). Nach einer Weile halten sie auch dort nicht mehr richtig, egal ob Billigbrille aus dem Supermarkt oder teure vom Optiker, letztere kann man zwar „nachziehen“ lassen, aber geh mal alle paar Wochen hin, dann lässt du es lieber! 😉

Lange Rede, kurzer Sinn, mir wurde es zu blöde. Ich beschloß die jungen Pflänzchen noch fix zu gießen und dann wieder im Haus zu werkeln. Tasche zum Einstecken hatte ich keine, also hängte ich mir die Brille kurzerhand an den Ausschnitt.

Wenn ich Pflanzen in der Nähe unseres Teiches wässere, schöpfe ich das Wasser mit der Gießkanne aus dem Weiher. – Fertig – Kanne aufgeräumt und rein in die gute Stube.

Automatisch suchte ich meine Brille auf dem Kopf, da war sie nicht, jessasna, die müßte doch …. ne, tut sie aber nicht. Verflixt und zugenäht, wieder eine Brille weniger, bestimmt, ist die mir in den Teich gefallen. Und ich habe keinen Froschkönig, den ich bemühen könnte.

Heute beschneide ich im Garten die Katzenminze, ups, jetzt wäre ich bald auf etwas getreten, was liegt denn da? Überraschung! Ich glaub es nicht, meine alte Brille. Da ich sowieso mit der Gartenarbeit fertig war, hab ich sie mir gleich wieder auf den Kopf gesetzt.

Während ich hier tippe tut sie noch gute Dienste, ich schau auch immer nur schön geradeaus. 🙂

Garten Anfang Mai 2018

Heute blühte die erste Rose auf, die anderen tragen alle dicke Knospen.

Die Erdbeerpflanzen zeigen jede Menge Blüten und teils kleine grüne Erdbeeren.

Salat aus dem Frühbeet ist schon zur Hälfte aufgegessen.

Die Tomaten sind gepflanzt – genießen einen sonnigen Platz an geschützter Stelle. 

Gerade eben habe ich die erste grüne Frucht entdeckt.

Meine letzten Tulpen verblühen, die Pfingstrosen tragen dicke runde Knospen, auch die jungen haben dieses Jahr zur Blüte angesetzt.

Es blühen Kornblumen und Akeleien, Immergrün zeigt ihre Blüten.

Kirsch- und Apfelbäume sind verblüht. An meinen beiden Kirschbäumen hängen winzige Früchte.

Kräuter können wieder geschnitten werden.

Ich kann Bärlauch und Rhabarber ernten.

Die Wildzwetschgenbäume sind verblüht und Flieder duftet in vielen Gärten, der Holunder fängt zu blühen an.

 

Im Weiher tummeln sich Kaulquappen.