Das Kompliment

ah, schon wieder ein Kompliment, gestern ging ein älterer Herr walkend an meinem Vorgarten vorbei, sieht mich den Garten gießen und sagt, „haben Sie eine wunderschöne Rosenpracht“.

Sie sind dieses Jahr aber auch besonders schön und blühen über und über. Das hat mich natürlich wieder sehr gefreut.

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Brennnesseljauche

Brennnessel sollte man nicht als Unkraut betrachten. Sie ist eine sehr wertvolle Pflanze.

Die Jauche ist ein hervorragender Dünger.

Als erstes müssen die Brennnessel geerntet werden. Zieh dir dazu Gartenhandschuhe an.

Suche dir ein geeignetes Gefäss, Kübel etc.

Ich setze meine Brennnesseljauche in einer großen Mörtelwanne an (große Plastikschüssel).

Wenn du die Nesseln im Mai sammelst, wird die Jauche sehr stickstoffreich.

Ich fülle die Wanne zu einem Drittel mit klein geschnittenen Brennnesseln. Stelle sie an einen sonnigen Platz. Fülle so viel Wasser auf, bis alle Pflanzenteile gut bedeckt sind. Täglich muss das ganze umgerührt werden. Nach ungefähr drei Tagen riecht alles stark, wer das verhindern will, gibt Gesteinsmehl hinzu. Nach einer oder zwei Wochen ist die Jauche fertig. Manche sieben die Jauche ab und geben die restlichen Pflanzenteile auf den Kompost. Da ich vorher alles stark zerkleinert habe, mache ich das nicht.

Die Flüssigkeit ist fertig und die Pflanzen können gedüngt werden. Verdünnung 1:10. Jungpflanzen 1:20.

Tomaten, Gurken, Kohl, Lauch, Sellerie, Zucchini, Kräuter, Kürbis, Paprika und Rosen sind dankbar für die Düngung.

Wer mehr wissen will, bitte im net suchen, ich bin kein Experte.

Bitte nur auf den Wurzelbereich gießen. Erdbeeren sind Schwachzehrer und wollen nicht damit gedüngt werden. Man wiederholt die Düngung in ein- bis zweiwöchigen Abständen. 

Das gleiche geht auch mit Beinwellblättern. In hohen Dosen ist Beinwell giftig. Als Dünger nicht.

Die Jauche soll gut sein gegen Blattläuse und Spinnmilben, sowie gegen Pilzerkrankungen, z. B. Mehltau.

Brennnesseljauche und Beinwelljauche ergänzen sich gut und können auch zusammen in einem Topf angesetzt werden.

Kapitulation

siehe gestriger Beitrag

ach NEIN

 

Da ich meinen Boden im Hochbeet nicht zu basisch machen wollte, haben die Ameisen vorerst den Sieg davon getragen.  Läusegemüse ist nicht mein Ding. Heute  den gesamten Mangold entfernt, jedes Blatt genau angeschaut und entschieden, Müll oder Kochtopf. 

Nun das ganze Hochbeet intensiv gewässert, so habe ich Ameisen schon einmal zur Aufgabe gezwungen.

Dann im net gefunden, Ameisen mögen den Duft von Lavendel, Thymian und Majoran nicht. Also Zweige dieser Pflanzen übers ganze Hochbeet verteilt. An jede Ecke des Hochbeets einen Samen der Ringeblumenpflanze gesetzt. Die mögen sie angeblich auch nicht, wobei ich mir da noch nicht so sicher bin. Aussen rum stecke ich Knoblauchsamen, das war schon immer eine meiner Geheimwaffen. 

Ich musste zwar vorerst kapitulieren, aber ich gebe noch nicht auf!

ach NEIN

 

 

Heute habe ich zum zweiten Mal im Jahr Mangold geerntet. Als ich die Blätter wusch, sah ich jede Menge Marienkäfer, (alle abgesammelt und rausgefischt und wieder in den Garten verfrachtet) da wußte ich schon was los ist. Läuse, Läuse über Läuse. Jedes Blatt musste einzeln danach untersucht werden, mühsam und nervenaufreibend. Wenn das so weiter geht, schneide ich den ganzen Mangold ab und setz irgend welche anderen Pflanzen aufs Hochbeet. Dieses Jahr bisher wenig Schnecken, dafür die Läuse, die Kühe der Ameisen :-(.

Auch einige Rosen haben dieses Viehzeug, der Mangold in schwarz, die Rosenknospen in grün, ich müßte Knoblauchbrühe kochen und sprühen, ja müsste, was ich nicht alles müsste ;-).

Die Konkurrenz schläft nicht

Seit gestern regnet es leicht und heute nieselt es vor sich hin.

Keine Frage, die Natur ist dankbar darüber. Auch ich, denn ich brauche nicht gießen. 

Alles steht so richtig in seinem Saft, es ist eine Freude, wenn man in den Garten geht.

Heute konnte ich ein ganzes Nudelsieb voll Erdbeeren ernten. Das macht so richtig Spaß.

Aber die Konkurrenz schläft nicht, besonders schöne Erdbeeren höhlen mir die Kellerasseln aus, davon habe ich mehr als genug im Garten. Naja, es hält sich noch in Grenzen, und man muss anderen schließlich auch etwas gönnen können. 🙂

Was ist dort drüben an meinem Salat? Bei genauerer Betrachtung, wie könnte es anders sein, eine, nein, gleich zwei Nacktschnecken. Diese Biester sind plötzlich wie aus dem Nichts über Nacht eingefallen. Weiß der Geier aus welchen Schlupflöchern sie gekrochen kamen, und ich finde, die sind gar nicht so langsam, wie man immer denkt. 

Ihnen gönne ich gar nichts, das gebe ich offen zu, da werde ich zum Monster, genau wie bei meinen Ameisen, die leider zu Hauf bei mir wohnen. Seit sie mir am Gemüse Läuse züchten, habe ich das Kriegsbeil ausgegraben. 😉

Ich bin fleißig am Ameisenmittel mischen und streuen.

Vor Jahren las ich, dass Ameisen Basen nicht vertragen. Mische zwei Drittel Zucker und ein Drittel Natron im Mixer und mixe alles zu Puder. Ich verstreue dieses weiße Pulver auf Ameisenstraßen, und was soll ich berichten? Ich finde es hilft. Und die Chemie blieb aussen vor. :-

Garten Mitte Mai 2018

Die rote Johannisbeere verheißt eine gute Ernte, sie ist über und über voll mit ihren grünen „Trauben“, der Josta gleich nebenan, ist spärlicher bestückt. Das ist nicht ungewöhnlich, ich kenne es nicht anders.

Die Erdbeeren werden reif, hier und da habe ich ein Pflänzchen im Garten und alle tragen sie gut, wir dürfen auch schon naschen.

Das Apfelbäumchen hat jede Menge winzige grüne Äpfelchen, erfahrungsgemäß wird es noch viele abwerfen.

Den Rhabarber durfte ich bereits zweimal ernten. Zusammen mit den Erdbeeren vom Feld konnte ich von ihm schon Marmelade einkochen.

Der türkische Mohn blüht wunderschön im Vorgarten und lockt mit seinem Rot die Insekten. Die Weigelie blüht üppig. Ihre hängenden Äste erinnern mich an einen Wasserfall. Die Blüten der blauen Iris mit ihren pelzigen Zungen 😉 zeigen sich an unterschiedlichen Stellen im Garten. 

Der Storchenschnabel, Kirschlorbeer und die Katzenminze sind am Verblühen. Ich darf nicht verpassen letztere gut zurück zu schneiden, dann dankt sie es mir mit einer zweiten Blüte. Der Flieder hat seinen Duft verloren. Bärlauch möchte nicht mehr geerntet werden, die Knolle muss Kräfte sammeln für das nächste Frühjahr.

Schnittlauch zeigt lila Blüten, ich habe mehrere Pflanzen im Garten verteilt, wir essen ihn gerne. Mag es, wenn er blüht, mit den Blüten kann man das Essen schön ausgarnieren.

Die Selleriepflanzen tragen buschiges grünes Kraut, hoffentlich bekommen sie auch Knollen. Mit dem Sellerie hatte ich immer Schwierigkeiten, grünes Kraut aber nur mickrige Knolle, irgendwann gab ich auf. Dieses Jahr startete ich einen erneuten Versuch.  Er will erhöht stehen habe ich gelesen, am liebsten Hügelbeet, kann ich nicht bieten, aber ein Hochbeet. Bei der Nachbarin klappt es doch auch. Ich sehe es jährlich, sie pflanzt ihn nur ein, macht gar nichts besonderes daran. Mir ein Rätsel. Genauso ist es mit Feldsalat, sie sät, ich säe, sie erntet, bei mir stehen nur wenige Rosetten auf dem Beet. Das macht keinen Spaß.

Zwei meiner Tomaten sind kaputt gegangen, hatte ich noch nie, musste mir neue Pflanzen nach kaufen.

Der Salat (Kopfsalat, Zupfsalat – Lollo Rosso) wächst gut, wir können täglich ernten. Einen Teil habe ich selbst gezogen, einige Pflänzchen sind aus der Gärtnerei.

Sogar Mangold gab es gartenfrisch.

Die Libellen fliegen wieder übern Weiher.

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Rosenblüten setzen schöne Farbtupfer. Im Vorgarten gibt es eine neue Rose, nach dem Etikett müßte sie pfirsichfarben blühen, aber ich glaub es erst, wenn ich es sehe. Kaufte mir vor Jahren eine rote Kletterose. Ich stellte mir das schön vor, rote Rosen an weißer Hauswand. Sie blüht weiß. 😉

Hier ein Foto von ihr

 

 

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Gartenluft schnuppern

heute war es wieder so weit. Meine beiden großen Zimmerpflanzen durften ins Freie. 

Der Geldbaum, ein Dickblattgewächs, und der Ficus. Beide danken es mir Jahr für Jahr. Sie wachsen zu riesigen Pflanzen heran. Im Herbst bekomme ich regelmäßig ein schlechtes Gewissen, denn sie sind so prachtvoll und ausladend, dass ich sie im Haus nicht unterbringen kann. Ich muss sie sehr stark beschneiden um für sie drinnen ein anständiges Plätzchen zu finden. Mein Ficus ist mir sehr ans Herz gewachsen, ich kaufte ihn mir noch zu DM-Zeiten in einem Supermarkt für 99 Pfennige, halb verdörrt, weil ich Mitleid mit ihm hatte. Zu Hause umgetopft und gut gewässert. Über die Jahre wuchs er zu einer stattlichen Pflanze heran und wäre bestimmt zwei- bis dreimal so groß, wenn ich ihn nicht jährlich zurückschneiden müsste.

Denkt daran, die meisten Zimmerpflanzen vertragen keine pralle Sonne, meine beiden genießen regelmässig ihren Freigang nah an der Hauswand auf der Nordseite. So bekommen die Blätter keinen Sonnenschaden/-brand. Regelmäßig gießen bitte auch draussen nicht vergessen! 

Der Sache auf den Grund gegangen

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im wahrsten Sinne des Wortes. Immer wenn ich an meinen gestapelten Blumentöpfen vorbei lief, wunderte ich mich, warum die  unterste Pflanze von Mal zu Mal mickriger und weniger wurde. 

Gestern war ich beim Gärtner, Gemüsepflänzchen besorgen, ich konnte nicht widerstehen und nahm mir eine neue Pflanze für meinen verwaisten Topf mit.

Als ich diese Pflanze, die zu den Sukkulenten gehört, zuhause einpflanzen wollte, stutze ich, was ist das für eine Erde? Sieht aus wie Pellets. Ich fing ein wenig zu graben an. NEIN!!! Der Rosenkäfer hatte letztes Jahr darin seine Eier versteckt. Inzwischen sind es dicke fette Larven geworden, die meine Blumenerde, einmal durch sich wandern ließen. 

Ich scharrte sie alle aus und verbrachte sie auf Gemeindegrund, in eine Erdmulde und deckte sie wieder ab. 

Mir wurde früher immer gesagt der Rosenkäfer sei ein Schädling, ist er aber gar nicht. Er steht inzwischen unter Naturschutz, es gibt gar nicht mehr so viele. 

 

 

 

 

 

Überraschung

Vor ein paar Tagen hatte ich im Garten zu tun. Ja, es ist schon lange so weit, ich brauch sogar dafür meine Lesebrille, das Alter lässt grüßen. Schönen Gruss zurück, ich lass mich nicht unterkriegen! 🙂

Ich zog meine Lesebrille vom Kopf und setzte sie auf die Nase ;-). Kaum bückte ich mich, fiel sie mir ins Beet, ich setzte sie wieder auf, nach einer Weile flutschte sie wieder runter. Wie das kommt? Die Bügel leiern aus, weil ich die Brille immer auf meinen Kopf setze, wenn ich sie gerade nicht brauche. So habe ich sie immer am Mann, ähm Frau, meinte ich natürlich. *g* Nee, das mit der Brillenkette ist doof, das nervt beim Arbeiten, das klappt vielleicht im Büro, aber nicht, wenn man Hausarbeit zu verrichten hat. Ich habe schon vieles probiert, z. B. Schürze und Schürzentasche, umständlich! Beste Lösung, nicht gebraucht, Wartestellung auf dem Kopf. ;-). Nach einer Weile halten sie auch dort nicht mehr richtig, egal ob Billigbrille aus dem Supermarkt oder teure vom Optiker, letztere kann man zwar „nachziehen“ lassen, aber geh mal alle paar Wochen hin, dann lässt du es lieber! 😉

Lange Rede, kurzer Sinn, mir wurde es zu blöde. Ich beschloß die jungen Pflänzchen noch fix zu gießen und dann wieder im Haus zu werkeln. Tasche zum Einstecken hatte ich keine, also hängte ich mir die Brille kurzerhand an den Ausschnitt.

Wenn ich Pflanzen in der Nähe unseres Teiches wässere, schöpfe ich das Wasser mit der Gießkanne aus dem Weiher. – Fertig – Kanne aufgeräumt und rein in die gute Stube.

Automatisch suchte ich meine Brille auf dem Kopf, da war sie nicht, jessasna, die müßte doch …. ne, tut sie aber nicht. Verflixt und zugenäht, wieder eine Brille weniger, bestimmt, ist die mir in den Teich gefallen. Und ich habe keinen Froschkönig, den ich bemühen könnte.

Heute beschneide ich im Garten die Katzenminze, ups, jetzt wäre ich bald auf etwas getreten, was liegt denn da? Überraschung! Ich glaub es nicht, meine alte Brille. Da ich sowieso mit der Gartenarbeit fertig war, hab ich sie mir gleich wieder auf den Kopf gesetzt.

Während ich hier tippe tut sie noch gute Dienste, ich schau auch immer nur schön geradeaus. 🙂

Garten Anfang Mai 2018

Heute blühte die erste Rose auf, die anderen tragen alle dicke Knospen.

Die Erdbeerpflanzen zeigen jede Menge Blüten und teils kleine grüne Erdbeeren.

Salat aus dem Frühbeet ist schon zur Hälfte aufgegessen.

Die Tomaten sind gepflanzt – genießen einen sonnigen Platz an geschützter Stelle. 

Gerade eben habe ich die erste grüne Frucht entdeckt.

Meine letzten Tulpen verblühen, die Pfingstrosen tragen dicke runde Knospen, auch die jungen haben dieses Jahr zur Blüte angesetzt.

Es blühen Kornblumen und Akeleien, Immergrün zeigt ihre Blüten.

Kirsch- und Apfelbäume sind verblüht. An meinen beiden Kirschbäumen hängen winzige Früchte.

Kräuter können wieder geschnitten werden.

Ich kann Bärlauch und Rhabarber ernten.

Die Wildzwetschgenbäume sind verblüht und Flieder duftet in vielen Gärten, der Holunder fängt zu blühen an.

 

Im Weiher tummeln sich Kaulquappen.