1. Advent

 

Leider fiel mir dieses Jahr bisher noch gar keine Weihnachtsgeschichte ein.

Ich habe sehr viele Weihnachtsgedichte und -geschichten inzwischen zusammen. Viele in Mundart, da ich weiß, dass die meisten meiner Leser der bayerischen Mundart nicht mächtig sind, verkneife ich mir das, obwohl ich gerade diese „Werke“ besonders liebe. Sorry, aber manchmal kommt der Bayer trotzdem durch ;-)!

Ich wünsche allen meinen Lesern einen besinnlichen 1. Advent! Und viel Spaß beim Lesen eines meiner Gedichte aus dem Jahre 2011.

Eine Ehefrau und Mutter schrieb in der Adventszeit folgenden Brief an ihren Weihnachtsmann und seine Engel.

Ich diene seit 20 Jahren treu an deiner Seite,

in dieser Zeit ging ich massiv in die Breite,

Darum bring mir bitte keinen Tanga und kein Nigligee,

denn darin find ich mich überhaupt nicht schee. (schön)

Auch keinen Schokoweihnachtsmann und keine Pralinen,

das tut nämlich meiner Figur nicht dienen.

Schick mir weder Tonikum noch Faltencreme,

weil ich mich für mein Gesicht nicht schäm.

Bring niemals wieder Socken, oder Strümpf,

da ich sonst die Nase rümpf.

Ich brauch keinen Toaster, kein Bügeleisen,

ich würde aber gerne mal verreisen.

Ein bisschen Wellness tät mir gut,

ohne meinen Mann, versteht sich, ich hätt‘ den Mut.

oder nen Gutschein für einen Starfrisör,

ich hoffe meine Wünsche finden Gehör.

Liebes Englein, groß und klein,

lasst die Streiterei an Weihnacht sein.

Geht der Mutter liebevoll zur Hand,

Hausarbeit ist keine Schand.

Der Brief wurde sogleich zwei Mal kopiert 

und das Kuvert mit einem Kuss frankiert.

Auf dem Umschlag stand geschrieben,

für die Engelein und meinen Weihnachtsmann Sepp, den Lieben.

(c) Helga Kopp November 2011

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