Im schönen Altmühltal

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Ich kenne einen Ort, 

von dort möchte ich niemals fort.

Wo einst Archaeopteryx gelebt,

zieht es mich immer wieder hin, wie ein Magnet.

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Auf dem Flügelsberg im schönen Altmühltal,

lebt ein Künstler, ein echtes Original.

Viele Werke hat er verewigt an seiner Gartenmauer,

schau vorbei, dann bist du schlauer.

Am Ende des Weges wirst du belohnt mit einem Blick,

ihn nie vergessen, diesen Moment des Glücks.

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Fragst du dich, wer lebt denn hier,

nicht nur der Mensch, auch viel Getier.

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Herr Biber haust im wunderschönen Altmühltal,

fällt Bäume, staut Bäche, hat keine andere Wahl.

Scharfe Zähne wollen beißen, 

die Rinde von dem Bäumen reißen.

Er träumt von einem Unterwasserhaus,

ein wenig schaut es aus dem Naß heraus.

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Nicht fern von ihm, 

da lebt Frau Hermelin,

ist flink und furchtbar schnell,

wunderschön, ihr weißes Fell.

Mauswiesel wird sie auch genannt,

der Fuchs mag sie gern pikant.

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Im Gebüsch schlängelt sich die Kreuzotter,

lauert auf Eidechsen, mag keine Eidotter.

Sie gehört zu den Vipern und ist giftig,

merk dir das, es ist wichtig!

In der Altmühl kühlt sie ihren Bauch,

ja, schwimmen kann sie auch!

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Am alten Bauernhaus unterm Schieferdach,

machen Mutter Schwalbes Kinder Krach.

Sie muss Insekten jagen von früh bis spät.

Der Falke und Sperber nach ihr späht.

Im Herbst ziehen sie gen Süden

du kannst sie beobachten auf ihren Flügen.

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Im hohlen Baume lebt Frau Ratte,

mit zehn Jungen und ihrem Herrn Gatte.

Lang und nackt ist der Schwanz,

gefressen wird so mancher Firlefanz.

Viele Tausende leben hier,

von diesem Nagetier.

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Der Feuersalamander

wandert am Altmühlufer umeinander.

Auf dem Rücken hat er gelbe Flecken,

lässt sich Asseln und Käfer schmecken.

Über zwanzig Jahre wird er alt

und lebt auch gern in einem Wald.

Rotkehlchen auf dem Baum gibt Alarm,

verzaubert jeden mit seinem Charm.

Rotes Kehlchen, dicker Bauch, 

lebt in Kleinasien, Nordafrika und im Altmühltal auch.

Die Kelten verehrten es als Überbringer der Sonne,

Rotkehlchens Gesang ist eine Wonne.

Es raschelt im Unterholz auf Nahrungssuche,

Herr Igel, ein Einzelgänger, bei der Rotbuche.

Er findet eine Schnecke samt Haus,

und schmatzt sie geräuschvoll aus.

Ab November hält er Winterschlaf,

bleibt in seinem Quartier ganz brav.

Vom Schulerloch die Fledermaus,

fliegt in die Nacht hinaus.

Man sagt, sie sehen mit den Ohren,

ihre Hände sind zum Flug geboren.

In ihrer Höhle vor dem Sonnenschein,

schläft sie mit dem Kopf nach unten ein.

Frühmorgens kräht der Hahn auf dem Mist,

verkündet das Wetter ändert sich, oder bleibt wie’s ist.

Gackernd folgen ihm die Hennen,

wollen auch nicht länger pennen.

Legen fleißig ihre Eier.

Schleicht dort der Fuchs? Ohweia!

Auf dem Feld mümmelt der Hase,

dabei wackelt seine süsse Nase.

Hoppelt hakenschlagend über die Wiese,

fühlt sich frei, wie im Paradiese.

Nur Ostern muss er ran,

färbt bunte Eier dann.

Lieselotte, die Weise,

lebt im Staate der Ameise,

Futtersuche, Nestbau, Brut versorgen,

Königin füttern, Aas entsorgen.

Unermüdlich schuftet sie,

rasten, gönnt sie sich nie.

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Der Schäfer zieht durchs Altmühltal,

mit seinem Hund, dem treuen Karl.

Schäfchen, das sich verirrt,

auf der Weide steht verwirrt,

bringt er zurück zu seinem Herrn,

und das macht er alles auch noch gern.

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Der Storch, Meister Adebar,

ist mit seiner Adelheid im Sommer da.

Auf dem alten Schornstein haben sie ein Nest gebaut,

stolz er auf seine Kinder schaut.

Im Herbst fliegen sie dann wieder fort,

von diesem wunderschönen Ort.

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Auf Wiesen und Feldern krabbelt, kriecht es und summt.

Der Maikäfer durch die Lüfte brummt,

Marienkäferchen durch die Landschaft schweben,

Spinnen ihre Netze weben.

Kartoffelkäfer kriecht übers Feld,

das ist seine große Welt.

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Er ist immer fleißig, niemals faul,

schiebt sich durch die Erde mit Grabbeinen und Maul.

Sein Pelz ist samtig und fein,

das ganze Kerlchen walzenförmig und klein.

Gräbt Tunnel und baut Hügel,

der Maulwurf hat keine Flügel.

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Frl. Ziege 

steht drüben auf der Wiese;

sie meckert,

weil der Bock mit ihrer Freundin schäkert.

Ihr unermüdliches Gemecker,

geht den andern auf den Wecker.

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Einige Falken leben auf Schloss Rosenburg,

sie fliegen hinab nach Riedenburg.

Manchmal büxen sie auch aus,

so kam einer einst mit dem Zug nach Haus.

Auch andere Greifvögel gibt es noch dort,

an diesem schönen Ort.

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Der Fuchs nennt sich Reineke,

lauert auf Beute hinter jeder Ecke.

Hat drei Junge in seinem Bau,

und eine anspruchsvolle Frau.

Sie alle wollen gut speisen,

der Vater muss sich jeden Tag aufs Neue beweisen.

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Im Mauseloch gefangen sitzt die Maus,

zittert und bibbert, traut sich nicht raus.

Kater Felix, der ist schlau,

wartet vor des Mäuschens Bau.

Doch Karl, der Hund, hat ihn entdeckt,

da läuft Felix ganz schnell weg.

Die Wildgänse fliegen am Kirchturm vorbei,

meist mit großem Geschrei,

lassen sich an Altmühl’s Ufer nieder,

putzen ausgiebig ihr Gefieder.

Freuen sich über die schöne Natur,

bis sie verspüren ihre innere Uhr.

Wer watet langbeinig durch den Weiher,

unser größter Vogel nach dem Storch, der Graureiher.

Er jagt nach  Fischen, Kröten, Molchen, Schlangen,

manch Vogelmutter muss um ihre Eier bangen.

Der Naturpark Altmühltal ist sein Revier,

er bleibt sogar im Winter hier.

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Steini lebt nah der Burg Randeck,

nachts hat er Appetit auf Kabel, fahr das Auto weg.

Der Marder ist ein possierliches, flinkes Tier,

ist er erst einmal eingezogen, bleibt er hier.

Sein Revier verteidigt er verbissen,

manch’ Artgenosse will das immer wieder wissen.

Natürlich haben wir noch viel, viel mehr Getier,

ich kann sie nicht alle aufzählen hier.

Schädlinge und Nützlinge sind dabei.

Ich kenne sie selbst nicht alle, verzeih.

Im Altmühltal fühl ich mich wohl, da will ich bleiben.

Und so Gott will, noch oft darüber schreiben.

Oktober 2018 © Helga Kopp

2 Gedanken zu „Im schönen Altmühltal“

  1. Fantastisch, wie du die Natur beobachten, genießen und beschreiben kannst…. und das noch in Gedichtform, liebe Helga
    Meine Hochachtung

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