vorbei

Gestern war ich früh morgens auf dem Friedhof. Das Gras war nass von der Nacht, die Luft um diese  Zeit sehr feucht und kalt. Brrrrrr

Ich habe mir heute, als ich morgens aus dem Haus ging, Stiefel angezogen. Jetzt wird es langsam wieder ungemütlich.

So entstanden dann nachstehende Zeilen.

Vorbei

Sonnenlicht, gleißend weiß;

lange Tage voller Schweiß! 

Flirrend glühende Lüfte,

verführerische Sommerdüfte.

Minirock und Sonnenhut,

ein kühles Lüftchen, ach wie gut!

Eis am Stiel und Sonnencreme,

im Biergarten ist’s angenehm.

Ein erfrischendes Bad genießen,

liegen auf bunten Blumenwiesen;

Bienen sammeln fleißig Nektar ein,

oh wie ist das Leben fein!

Regen gibt’s nur hin und wieder,

in diesem Sommer ist die Sonne Sieger.

Doch dann kommt die Wende,

leerer und leerer werden die Strände.

Kürzer wird der Tag, die Nächte länger.

Eine Jacke braucht jetzt, der Spaziergänger.

Stehe morgens am Fenster, schaue hinaus.

Ahne nur noch des Nachbar’s Haus.

Frische, feuchte Luft schlägt mir entgegen,

muss bunte Blätter vom Bürgersteig fegen.

Vorbei die schöne warme Zeit;

wie tut’s mir in der Seele leid.

Schmetterlinge sind verschwunden,

Drachen an langer Schnur gebunden

schwebt über Felder und Wiesen;

die ersten Menschen niesen.

Herbst drängt mit aller Macht ins Land,

in manch Kachelofen hat es schon gebrannt!

Vorbei ist des Sommers Hitze;

die Kälte zieht jetzt wieder durch jede Ritze.

© Helga Kopp – Oktober 2018

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