morgens um halb acht

da es bei uns einfach nicht Frühling werden möchte, hab ich mir angewöhnt aus dem Fenster aufs Dach vom Geräteschuppen der Nachbarin zu schauen, ist auf der Dachpappe Reif, weiß ich Bescheid. Genauso war es auch heute wieder. Ich wollte schon vom Fenster zurücktreten, da schweift mein Blick nach oben aufs Hausdach. Kann das sein? Ist meinen Augen zu trauen? Was sitzt bei der Nachbarin auf dem Haus, ich glaub es nicht, schnell gerannt und die Kamera geholt. Verdammt, nur das normale Objektiv drauf, ah trotzdem auf mein Objekt der Begierde gehalten, bevor es entschwindet. Klack, klack, klack ein paar Bilder geschossen und dann Zoom aufmontiert. Jetzt erwischte ich den Reiher schon viel besser. Er sitzt eine ganze Weile dort oben und späht die Gegend aus. Ich bin zwiegespalten, ich mag diese Vögel, finde sie majestätisch und so nah, konnte ich noch nie ein Foto von ihnen schießen. Ich denke jedoch mit Sorge an meine Fischlein im Weiher. Sie liegen mir auch am Herzen.

Vor Jahren hatten wir einen Nachbarskater der fischte bei uns im Teich, wenn ich ihn erwischte, lief ich ihm schimpfend hinterher, meist hatte er dann den Fisch fallen gelassen und suchte das Weite. Ich sammelte meine Fischlein auf und setzte sie vorsichtig zurück ins nasse Element, jeder dieser geretteten Opfer überlebte, wenn er auch bestimmt traumatisiert war. 

Später schaute ich in den Weiher, ich sah wie immer die Fische schwimmen, ob einer fehlt das kann ich beim besten Willen nicht sagen, ich habe ja viel zu viele im Teich, hätte der Reiher sich eines gefangen, fiele das gar nicht auf, ausser, er würde „Kahlschlag“ betreiben ;-).

So gern ich diese Vögel sehe und fotografiere, sollte er sich jedoch beim nächsten Mal bei mir am Weiher blicken lassen, werde ich ihn scheuchen. 😉 Was mir gehört, LOL wird beschützt, egal was es ist, naja, sagen wir fast alles, ich habe da schon ein paar Kandidaten, die ich weniger mag, Läuse z.B. und und und ….. g.

Oder die Zecken, die unser Kater, trotz Zeckenhalsband ständig anschleppt. Die hasse ich richtig. Neulich zog mein Mann Bärli an einem Abend vier fette Dinger.

Eben war ich im Garten, Kräuter sammeln, kommt Bärli angelaufen, genau zwischen den Schnurrhaaren entdecke ich eine große Zecke. Unser Bärli kann komisch sein, man kann ihm viel nachsagen, aber eines nicht. Er ist vorbildlich was Tabletten schlucken oder Zecken ziehen angeht. Wenn ich da an meine verstorbenen „Weiber“ denke, da macht Bärli keinen Mucks, hält sich still, lässt alles über sich ergehen, während wir bei Shiva und Kira oft danach wie ausgepeitscht aussahen, so bearbeiteten sie uns mit ihren Krallen.

Bevor ich in die Küche zurück gehe, warf ich nochmals einen Blick in den Teich, dort wartete eine Überraschung auf mich. Ich habe jede Menge Kaulquappen, noch sind sie quasi im „Nest“ und auf einem Fleck zu finden, später verteilen sie sich über den ganzen Teich.

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