strahlender Sonnenschein

drei Tage hintereinander strahlender Sonnenschein. Die Sonne hat schon ordentlich Kraft, auch, wenn sonst Minusgrade herrschen. 

Gestern lief ich Wege, die ich als Kind fast täglich gelaufen bin, von „Kindergartenbeinen“ an. Da kamen viele Erinnerungen hoch. Wir durften noch ohne Begleitung gehen, mein Sohn nicht mehr, der musste täglich gebracht werden, obwohl er einen viel kürzeren Weg hatte, als ich. Den Trampelpfad zum kleinen Marterl gibt es nicht mehr, es war eine Abkürzung, die wir immer benutzten. Auf der Wiese dahinter pflückten wir Blumen, vor allem Butterblumen und Wiesenschaumkraut. Die Sträuße so riesig, dass wir sie oft mit zwei Händen nicht mehr umfassen konnten. 😉

Später traf ich eine alte Damen vor ihrem Haus, auch sie kannte ich von Kindesbeinen an. Wir hielten einen Plausch mit gebührenden Abstand übern Zaun. Zuerst erkannte sie mich gar nicht, aber dann erfuhr ich allerhand Neuigkeiten, was im Viertel alles passierte, wer gestorben ist, wer schon wie lange nicht mehr hier wohnt, wo alle ihre Kinder leben und die Enkel …. und und und. Als ich mich verabschiedete, sagte sie, „ach war das schön, mal wieder mit jemanden reden zu können in diesen Zeiten.“

Heute marschierte ich über die Donaubrücke und entdeckte interessante Fotomotive, ich lief wieder dort, wo sonst keiner läuft. Recht so, dachte ich bei mir und genoß meinen Spaziergang entlang der Donau. Stapfte durch Schnee und über Eis und unter dem herrlich blauen Himmel und Sonnenschein wurde es mir bei -4 C sogar richtig warm.

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