vierbeinige Freundschaft

Neulich ging ich an einer Baustelle vorbei. Seit Monaten wird dort ein Doppelhaus gebaut. Rings um den Rohbau nur Dreck, eine Pfütze neben der anderen.

Ich schaue vom Bürgersteig aus runter aufs Grundstück, bin neugierig wie weit der Bau voran gegangen ist. Da sehe ich eine schwarz-weiße Hauskatze an der Baggerschaufel stehen, sie schnüffelt und reibt sich an ihr. Man muss schließlich seine Duftmarken verteilen, das kennt man doch. Ab und an schaut sie sich um, als ich mich ebenfalls umsehe, entdecke ich eine rothaarige Perserkatze. 

Hilflos miaut sie Richtung Hauskatze. Die langhaarige sucht verzweifelt einen Weg, wie auch sie zum Bagger kommt. Kann sich nicht entscheiden, durch den dicken durchgeweichten Lehm zu laufen oder durch die tiefen Pfützen. Die Katze macht einmal einige Schritte in die eine, dann in die andere Richtung und geht schließlich beherzt extrem langsam durch die „kniehohe“ (für Katzenverhältnisse) Pfütze, geradewegs zu ihrer Freundin, beide begrüßen sich herzlich.

Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich für den „Wasserweg“ entscheidet. Die beiden mussten das gleiche zu Hause haben, denn sonst wären sie nicht so liebevoll miteinander umgegangen.

Eine Weile beobachte ich die Katzen noch, wie sie die Köpfchen aneinander rieben und dann den Bagger zu zweit ausspionieren. Bevor ich weiter ging, dachte ich mir. Euer Frauchen wird entzückt sein, wenn ihr beiden mit euren Dreckpfötchen wieder vor der Türe steht. :-))

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