so san’s d‘ Leit – so sind die Menschen

Ein Weihnachtswitz.

„Paul“, mahnt Mutter, „du hast dich immer noch nicht für das Weihnachtsgeschenk von Tante Irmgard bedankt!“

Ein paar Tage später, und etlichen weiteren Ermahnungen ruft Paul endlich bei der Tante an.

„Hi, Tante Irmgard, ich möchte mich für das Geschenk, dass du mir zu Weihnachten geschickt hast bedanken.“

„Ach Paul, das paßt schon, ist ja nicht der Rede wert! Entgegnet diese.

„Gell, der gleichen Meinung war ich auch,“ erwiderte der Neffe, aber „Mama hat ja unbedingt darauf bestanden.“ 😉

Ja ich kann den Paul schon verstehen, wenn er auch nicht höflich war *g*. Manchmal ist es wirklich übel, für was man sich alles noch bedanken muss.

Hin und wieder vergeht einem auch das höflich sein. Mir ging es die Tage ähnlich. Waren zum Essen eingeladen und seit vielen Jahren weiß jeder, dass ich dieses und jenes nicht essen darf. Dass, das hier nicht interessierte, gut, nahm ich hin. Bin ich gewöhnt, beim Essen anderer zuzusehen. Aber als man mir dann die Nachspeise anbot, und ich fragte, woraus sie besteht. Und ich zur Antwort bekam, nur Früchte und Sahne. Ich sah genau, dass Plätzchen ebenso verarbeitet waren. Da dachte ich mir, sie lügt dich eiskalt an, und ihr ist es egal wie es dir hinterher geht. Da fühle ich mich nicht ernst genommen. Dann kam noch die Ansage, man reißt sich für alle den Arsch (Arsch ist ein sehr gebräuchliches Wort in Niederbayern, nichts anstössiges) auf, und es ist noch nicht gut genug, so ungefähr ;-). Ich hatte den Wink mit dem Zaunpfahl schon verstanden. 😉

Ich sass über mehrere Stunden am Tisch und bekam zwei Tassen heißes Wasser, damit ich keine Umstände bereite hatte ich meine eigenen Teebeutel schon dabei. Sonst trinke ich nur Wasser aus der Leistung, wegen Zahnproblemen, ging kaltes Wasser leider nicht.

Das war dort nicht das erste Mal, dass es mir so erging, und immer besteht man darauf, dass ich hingehen muss. Und man befragt mich nach dem Essen! jedes Mal was ich denn essen könnte. Ich bin es Leid.

Als wir heim gingen, bedankte ich mich auch nicht.

Hätte man mich im Vorfeld befragt, wäre es ganz einfach gewesen. Bevor die Soße angedickt wird, 1 Stückchen Fleisch beiseite legen, statt Knödel und Nudeln, 1 Kartoffel kochen. Fertig. Aber wahrscheinlich hätte sie die Kartoffel noch mit zu den Knödeln ins Wasser gegeben. Das wäre dann auch ein „Anschlag“ auf mich.

Mich braucht aber in Zukunft niemand mehr dort zu fragen, denn ich traue diesem Menschen nicht mehr, er hat mich angelogen, vorsätzlich.

Ich koche morgen für 5 Leute, und schaffe es, einen Vegetarier, einen heiklen Menschen und mich selber und „normale“ unter einen Hut zu bringen. Kein Problem, wenn man will!

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