nochmal gut gegangen

Bärli ist so ein Depp, ja wirklich. Der Kater hat eins an der „Klatsche“ schon von Anfang an. Shiva und er waren beide Wohnungskatzen, bevor sie zu uns kamen. Auch wir behielten sie dann eine Weile im Haus. Als sie sich an uns gewöhnt hatten, bekamen sie Freigang, so wie meine Kira, die damals auch noch bei uns lebte.

Bärli hockte an dem Tag zwischen Tür und Angel, und schaute Shiva zu, wie sie den Garten erkundete. 

Ich dachte, der geht seiner Lebtag nicht raus. Irgendwann hatte er sich ein Herz gefasst und ist seiner Schwester gefolgt. Von da an, wollte er nicht mehr ins Haus, ausser die Temperaturen sind wirklich sibirisch.

Obwohl er mehr als ein Jahr bei meinem Sohn lebte, schaut er ihn heute kaum mehr an, obwohl er immer der Liebling von ihm war. Und er oft hier ist, und ihn gerne mag. Auch meine Mutter, die er gut kennt, weil er sie täglich draussen sieht, lässt er mal mehr mal weniger nah heran.

Heute wollten wir alle zusammen wegfahren. Also kam meine Mutter zu uns, Bärli hörte eine fremde Stimme im Haus, mein Mann öffnete die Tür, und der Kater rannte wie von der Tarantel gestochen durch den Flur, raus zur Haustüre, den äusseren Flur entlang, durch die Gitterstäbe des Eingangstors auf die Einfahrt, und auf die Straße.  In dem Moment hörte ich ein Auto, sah nichts. Meine Mutter erzählte jedoch, dass, wenn das Auto nicht ausgewichen und gebremst hätte, der Kater überfahren worden wäre. 

Keiner hätte dem Autofahrer Schuld geben können, denn wenn Bärli spinnt dann spinnt er, da gibt es kein Aufhalten.

Genauso, wenn der Hunger hat und vor der Terrassentüre sitzt, und ich die Türe öffne, bleibt er immer noch eine Weile zwischen Tür und Angel hocken, damit man ja nicht die Türe wieder schließen kann, besonders angenehm im Winter ;-), für uns.  Dann muss er ewig horchen, und wehe, es ist ein Geräusch, dass er nicht kennt, oder eine Stimme, die er nicht mag, dann rennt er weg, da hilft kein gutes Zureden. Geht er nach einer Weile ins Haus. Würde er sich von uns wünschen, dass totenstille herrscht, während er frißt. Dazu müßte die Terrassentüre in dieser Zeit ständig offen stehen. Ansonsten schiebt er schon wieder Panik. Ist die Türe geöffnet und mir fällt z. B. bei Kochen er Löffel aus der Hand, oder der Topf wird zu hart auf den Ofen gestellt, rennt Bärli mit Futter im Maul auf die Terrasse, beruhigt sich im Haus wieder alles, kann es sein, dass er zurück kommt. Am liebsten ist es ihm dann, ich stelle die Schüssel nach draussen und mach gleich die Tür wieder zu. 

Ja, er hat eins an der „Waffel.“ Warum, keine Ahnung, bei uns ist ihm nichts passiert, dass auf ein Trauma schließen könnte. Sohn ist aus seiner Zeit auch nichts bewußt, was davor war, können wir nicht wissen, Kater bleibt für uns eine Herausforderung. Wenn ich es mir genau überlege, hatten wir nur schwierige Katzen, ist wohl unser Schicksal. Daher wird nach ihm Ruhe sein, auf alle Fälle erstmal. 😉

Ich vermisse Shiva. Die war so anhänglich und ganz anders. Ein Weiberl durch und durch. Ich hatte 3 Kater und 3 Weibchen. Kater nie wieder. Die waren alle extrem schwierig, bockig, Eigenbrötler. Übrigens, eine Maus lag heute wieder vor der Haustüre. Na wenigstens weiß Bärli wo er wohnt! 😉 Und einmal wöchentlich holt er sich eine Stunde Schmuseeinheiten ab, aber dann ist wieder gut. *g*

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