Fernsehen

bin im Vorgarten, gieße die Pflanzen, kommt ein älterer Herr vorbei und fragt: „ Wann kommt das Fernsehen?“ Ich schaue irritiert. Er macht eine Handbewegung über meinen Garten und sagt: „Alle Achtung, das haben sie gut gemacht, so schön, da könnte schon das Fernsehen kommen.“ 😉

„Bleiben Sie gesund und genießen Sie ihren Garten, „ ruft er mir noch zu, bevor er seinen Morgenspaziergang fortsetzt.

Garten Anfang Juni 2021

Von März bis Ende Mai hatten wir totales Aprilwetter. Morgens immer zwischen 6-8 C, tagsüber nie über 15 C. Die Pflanzen, die man üblicherweise nach den Eisheiligen setzen kann, haben das Wachstum eingestellt, sehen mickrig und gestresst aus. Kein Wunder! Mehrere haben nicht überlebt. Gestern und heute war es vergleichsweise heiß. 😉

Trotzdem gibt es einige erfreuliche Dinge zu berichten. In meinem Hochbeet hatte ich am Rand Radieschen gesät. Das Kraut war ca. 5 cm hoch und blieb über Wochen so. Neulich sah ich genauer hin und dachte, ne, gibt es nicht. Sehe rote Knollen, ich zog ein Radieschen aus der Erde und es war perfekt. Was für eine Überraschung. Auch Salat konnte ich hin und wieder ernten. 

Der Vorgarten wuchert, alle winterharten Pflanzen wuchsen wie schon lange nicht mehr, der Garten liegt auf der Südseite, auf der Nordseite sieht es anders aus.

Im net erfuhr ich, dass man genauso wie Brennnesselbrühe, Rhabarberbrühe ansetzen kann. Mal sehen, ob mein Gemüse den Naturdünger mag. Letzte Woche holten wir Brennnessel, 3 große Säcke voll, habe das Gemüse damit gemulcht, eine Brühe angesetzt und der Rest steht im Keller, ich werde damit nachdüngen. Was man hat, hat man, bald werden die Nesseln blühen und dann kann ich sie nicht mehr gebrauchen. Zum Mulchen sollen Rhabarberblätter sehr geeignet sein wegen ihrer Größe. Probierte ich sofort aus bei den Tomatenpflanzen. Ginge gut, aber ich habe leider zu wenig Rhabarber.

Die Rosen und Pfingstrosen tragen Knospen, der türkische Mohn beginnt wie die Akelei zu blühen. Die Tulpen sind endgültig aus dem Garten verschwunden. Auch eine Rose vermisse ich, hat wahrscheinlich den Geist aufgegeben, alles ist einmal endlich, leider. Ich mochte sie sehr, bekam sie vor Jahren zum Muttertag von meinem Sohn geschenkt.

Waren gestrn beim Gärtner, ich durfte mir eine Rose aussuchen, habe mich für eine Rose namens Bienenweide entschieden. Rot, Zentrum gelb, einfache Blüte, ich mag einfache Rosen sehr. Sie wird ca. 50 cm hoch.

Da mein Bonuspunkteheftchen voll war, zahlten wir nochmals 5 Euro drauf und es gab eine weitere Rose. Die Farbe rot war dieses Mal sehr wichtig, aber dazu einander mal mehr. 🙂 Sie wird gut 1 Meter hoch. Beide fanden ihren Platz nahe am Zaun im Vorgarten.

Die Erdbeeren tragen gut, ich sehe viele grüne Früchte, jetzt muss die Sonne kommen, dann kann geerntet werden.

Die Zitronenmelisse wuchert, habe mir davon den ersten Tee gekocht.

Mein Mann leerte einen Komposter und siebte das Material durch. Im unteren Teil des Behälters entdeckten wir etwas, hofften, das Tier nicht verletzt zu haben, sah gut aus, es war eine Blindschleiche. Wir haben sie in einen anderen Kompostbehälter umgesiedelt. Noch nie fanden wir dort solche Tiere, wahrscheinlich ist es im Inneren angenehm warm. Wir freuten uns über unseren Gast.

Der Efeu vom Terrassengeländer musste gestutzt werden, also habe ich mich daran gemacht. Mit Mundschutz! Habe noch genug selbst genähten zu Hause. Wie immer war der Blütenstaub so krass, dass mir die Augen tränten und ich kaum Luft bekam. Sofort nach getaner Arbeit unter die Dusche gestellt. Solche Gartenarbeiten schiebe ich gerne auf, bis es dann gar nicht mehr geht. 😉

langsam mache ich mir Sorgen

Stellte morgens die Tonne vors Haus, betrachte ein wenig meinen Garten, höre ein komisches Geräusch, schaue auf unser Hausdach, dort oben hockt der Graureiher. Ich habe ihn inzwischen schon mehrfach in unserem Viertel gesehen. 

Sofort ins Haus gerannt und Kamera geholt, war aber nicht schnell genug, der Reiher hatte nur einen kurzen Zwischenstopp eingelegt und war schon wieder auf dem „Sprung“. 😉

Ich sagte zu meinem Mann: „Stell dir vor, der Reiher war schon wieder da, dieses mal sass er auf unserem Dach, langsam mache ich mir um meine Fischlein Sorgen. Besonders, wenn du den Weiher ausputzt, das dauert ein paar Wochenenden und die Fische im aufblasbaren Schwimmbecken ausgelagert sind. (wir haben die Tage extra eines dafür besorgt) Da sind sie dann leichte Beute. Ich kauf mir jetzt einen Plastikreiher für den Teich!“

„Na, meinetwegen raunt mir meine bessere Hälfte zu. Nicht, dass sich der Reiher denkt, oh toll, hier ist extra für mich angerichtet, all you can eat!“ 🙁 

Nein, wirklich, ich mag den Reiher, er gefällt mir, und ich würde gerne mehr Bilder von ihm schießen. Ja, jetzt kommt das ABER. Ich mag auch meine Fische, er muss/soll wo anders räubern gehen, klar, er will auch überleben. Die Natur ist grausam, denke ich wie so oft.

Kein gutes Foto, aber ein Beweis!

Pfingstrosen

ich liebe sie, diese wunderschönen üppigen Blüten. Leider regnet es fast immer, wenn sie blühen, jedenfalls bei mir. 🙁

Man nennt sie auch Bauernrose oder Päonie. Sie ist für mich die schönste Staude im Frühsommer. Es ist die einzige Blume, die ich vorsätzlich abschneide und in die Vase stelle. Eben, weil es zu dieser Zeit meist regnet, und ich nicht mit ansehen kann, wie die wunderschönen Blüten leiden.

Pfingstrosen sind sehr anspruchslos, sie wachsen an sonnigen Stellen genauso gut, wie im Halbschatten. Vertrocknete Blüten sollte man immer gleich entfernen, damit die Pflanze ihre Kraft in den Wurzeln sammeln kann.

Arbeit

wer Haus und Garten hat, dem geht die Arbeit niemals aus. Hin und wieder gab es Frost, also Pflanzen auf- und abdecken, hoffentlich ist das bald Vergangenheit. Einige Tage gab es starken Wind, die Tulpen mussten viele Opfer ihrerseits beklagen. 😉

Im Teich entdeckten wir einen toten Fisch. Zwei Kröten saßen noch im Weiher, Nachzügler. 

Mein Mann leerte einen Komposter, siebte alles schön durch, die Erde war wunderbar schwarz und krümelig, ich rieche sie gerne. Bestimmt haben sich meine Pflanzen darüber gefreut, die ich gleich damit beehrte. 🙂

Unkraut musste entfernt, einige Pflanzen versetzt werden. 

Der Rhabarber steht prächtig da, ich konnte ihn schon zum zweiten Male ernten, es gab wieder eine Nachspeise davon.

In der Einfahrt verkochte ich das Unkraut, d. h. kochendes Wasser über die unerwünschten Pflanzen geben, dann sterben sie ab. So geht das auch ohne Chemie.

Von der Stadt kam ein Arbeiter und besprühte den Stromkasten auf dem Gehweg vor unserem Grundstück. Das Moos müsse weg, teilte er mir mit. Auf Nachfrage was er spritze, bekam ich zur Antwort, das Mittel sei ungiftig, umweltfreundlich. Ich sagte: „Stinken tut es wie Chemie.“ Er: „Wenns nicht stinkt, hilft es nichts!“  Ich will es lieber nicht so genau wissen und gehe.

Die Geranien durften endlich wieder ins Freie, man merkte ihnen sehr an, dass sie litten. Einige blühen bereits.

Zupfsalat nachgesät, die erste Saat ist schon aufgegangen. Eigentlich wollte ich Mangold dieses Jahr nicht haben, hatte aber Samen gefunden, also kam er ins Hochbeet.

Mein Vorgarten wuchert dieses Jahr, wie noch nie. Es ist eine wahre Pracht!

Die Bohnenstangen und das Tomatengerüst stehen.

Garten Anfang Mai 2021

Die Kirschbäume blühen, es ist wieder kälter geworden und es regnet oft. Vor einiger Zeit säte ich am Rande einiger Hochbeete Radieschensamen, jetzt spitzen zwei kleine Herzblätter aus der Erde.

In einem Supermarkt gab es verschiedene Tomatenpflanzen, ich habe einige davon gekauft, meine selbst gesäten von Irina sind alle nichts geworden, ich bin grantig darüber, alles was ich dieses Mal von ihr bestellte ist Mist. Nächstes Jahr lasse ich die Finger davon, wenn sie nicht selber wieder Pflanzen verkauft und nur Samentüten versendet, hat sie mich als Kundschaft verloren. 

Meine Salatpflanzen im Frühbeet, schätze ich, können um Pfingsten rum verspeist werden. Ich hoffe es friert nicht  mehr, will den Pflanzen ungern den Deckel über stülpen, sie sind schon zu groß. Momentan klemme ich ein Holzstück dazwischen, damit sie mehr Platz nach oben haben. Heute hatte es morgens wieder Frost, welch eine Freude, aber meine Pflanzen im Frühbeet haben es tapfer weggesteckt.

Die ersten Erdbeeren blühen. Die Narzissen sind inzwischen fast alle verwelkt, jetzt ist Tulpenzeit. Mein Vorgarten ist eine Pracht, es blühen, gelbe, weiße, bunte, rote, gefüllte Tulpen usw. Viele Spaziergänger bleiben stehen und schauen übern Zaun. Neulich gingen zwei Damen vorbei, sie machten ein Bild von sich und meinen Blumen.

Das Birnbäumchen blüht, mal sehen, ob wir dieses Jahr Früchte bekommen. Die Apfelbäume brauchen noch eine Weile. 

Der Bärlauch hat Blüten angesetzt, dann soll man ihn nicht mehr ernten, er sammelt Kraft für nächstes Jahr. 

Erste Maiglöckchenblätter zeigen sich, die Pfingstrosen treiben, kann mir nicht vorstellen, dass es zu Pfingsten schon Blüten gibt.

Der Rhabarber kommt kräftig. Alles sehnt sich nach wärmeren Temperaturen und Sonne.

Heute sah ich die Eidechse auf dem Holzzaun, auch sie wollte sich etwas aufwärmen, es weht ein kalter Wind, ab und an spitzt die Sonne durch den verhangenen Himmel.

Und endlich haben wir wieder ein Garagentor, so ein Teil ist schon praktisch 😉 *g*

„guten Morgen“

ich betrat die Küche. Mein Mann war schon vor mir aufgestanden.  Er entgegnete, „schau mal in unseren Weiher.“ Neugierig trat ich an die Terrassentüre. Wie schön, nach vielen Jahren besuchte uns wieder ein Entenpaar. Sofort rannte ich durch die Bude und schnappte mir meine Kamera, hatte nur das normale Objektiv drauf. Egal, Hauptsache ein Beweisfoto. 😉 Schon waren einige Schnappschüsse im Kasten. 

Nun wagte ich es, das Objektiv zu wechseln, traute mich damit auch weiter auf die Terrasse und kam dem morgendlichen Besuch näher. So goldig, die beiden, als sie genug gebadet hatten gingen sie noch eine Weil im Garten spazieren. Frau Ente beäugte aufmerksam eine Amsel, die sich an unserem Rasensamen vergriff, den mein Mann am Samstag ausgesät hatte. Die Amsel fand einen dicken fetten Regenwurm, pickte ein wenig auf ihn ein, mehr Interesse zeigte sie jedoch nicht an ihm. 

Kurz drauf, flatterten meine Enten davon, rüber zum Garagendach der Nachbarn. Ich vermute, nun wurde eine Runde in Nachbars Teich geschwommen. 

Garten Mitte April 2021

täglich haben wir noch Nachtfröste, selten stieg die Temperatur im April über 10 C. 

Die Insekten sind gut unterwegs in meinem Garten, vor allem das Lungenkraut hat es ihnen angetan.

Die Tulpen stehen in den Startlöchern, ich entdecke viele dicke Knospen und hoffe, das Wetter wird freundlicher, damit ihre Blütenpracht richtig zur Geltung kommt.

Ernten kann ich noch nicht wirklich viel. Der Bärlauch bekommt schon Blüten, einige Blätter habe ich klein geschnitten und im Glas eingefroren. Deckel bis alles durchgefrostet ist nur leicht auflegen, danach kann das Glas fest verschlossen werden. Diese Methode klappt gut, habe ich schon mehrere Jahre praktiziert.

Dieses Jahr entschloss ich mich ausserdem für Bärlauchbutter, er kam in Silikonformen und wurde ebenfalls eingefroren.

Ab und an darf ich mir Schnittlauch abschneiden, meistens kommt er in den Salat, unter den ich öfter auch die jungen Löwenzahnblätter mische.

Junge Brennnessel eignen sich gut für Pesto, mit anderen Kräutern zusammen oder klein geschnitten als Zugabe zu Hirse- und Maisbrei.

Meine Tomatenpflanzen auf dem Fensterbrett wachsen einfach nicht, vielleicht habe ich schlechten Samen oder eine schlechte Sorte erwischt. Es wurmt mich jedenfalls. Vielleicht ist es aber auch zu dunkel, das Wetter ist wirklich mehr als bescheiden, momentan ist es wieder sehr dunkel auf der Nordseite der Donau. Heute regnet es.

Am Wochenende ernteten wir unsere Topinambur-Knollen. Eine halbe Mörtelwanne voll, so viele werde ich gar nicht essen können.

4 kleine Knollen habe ich nachmittags wieder für das kommende Jahr eingesetzt. Wenn sie gut wachsen, ist das mehr als genug.

kalt erwischt

der März war schon mies, wettertechnisch betrachtet, der April macht so weiter. Nach ein paar Sommertagen jetzt Schnee. Meine Tulpen sind alle niedergedrückt, die Osterglocken haben die Kälte nicht überlebt. 

Hatte die Deko schon im Garten verteilt, ich glaube sie ist bald hinüber, die meisten Dinge sind davon sind nicht winterfest.

Sogar der Kater geht unter tags zum Aufwärmen nach Hause!

Unzufriedenheit macht sich bei mir breit. Corona und dann noch dieses verrückte Wetter!

Inzidenz 226 am 6.4.21 im Landkreis.