begraben

gestern abends haben wir Bärli neben seiner Schwester Shiva begraben.

Für uns war es ein rechter Schock. Am Tag zuvor sagte die Ärztin noch, es geht ihm besser und dann ruft sie am nächsten Tag an und teilt mir mit, in der Nacht habe sich die Lage verschlechtert und sie würde in erlösen wollen. Innerhalb 10 Minuten waren wir zur Stelle. Kater hing die Zunge raus, er lag in der Sauerstoffbox, denke jedoch, er hat uns erkannt. Vielleicht dachte er, „jetzt holen sie mich heim.“ Er hat gekämpft bis zur letzten Sekunde.

Die Ärztin verabreichte ein Betäubungsmittel, wir hatten nicht den Eindruck, es wirkt, dann eine 15 mal höhere Dosis, damit er einschläft – nichts, er ging nicht weg, es war kaum zu ertragen, sogar die Ärztin war ausser sich. Sie rannte weg und holte eine Spritze, die sie ihm direkt ins Herz gab. 10 Minuten atmete Kater immer noch. Seine Schwester schlief schnurrend ein, und er schien so ein extrem starkes Herz zu haben. Was wäre die Alternative gewesen, Erstickungstod. Es ist hart das ansehen zu müssen, für mich war es das Schlimmste was ich mit meinen Katzen erleben musste.

Die Ära meiner drei Schwarzen ist vorbei. Es waren viele schöne Momente, aber auch sehr viel Tragik, viele wirklich schwere Zeiten. Bärli, der die ersten beiden Jahre bei meinem Sohn eine Wohnungskatze war, liebte es bei uns Freigänger zu sein, wie keine meiner anderen Katzen, Kater liebte den Garten, viele Leute die bei uns vorbei gingen und ihn sahen, sagten: „so ein schöner Kerl!“ Er hatte seinen Namen nicht von ungefähr, er hatte sehr große Tatzen, eben Bärentatzen und eine Schnauze wie ein Bär, er war ein Eigenbrödler, er machte das, was er wollte, nicht was du wolltest, er war beim Verabreichen von Medizin der bravste von allen, er führte sich nie beim Tierarzt auf, und wenn ich bei uns spazieren ging, und er mich sah, ging er mit.

Ich liebte meine drei kohlrabenschwarzen Katzen, ich finde schwarze Katzen wunderschön. Noch immer kann ich es nicht glauben, dass die Zeit vorüber ist. Ich denke noch täglich auch an Shiva und Kira, jetzt ist auch Bärli nicht mehr da. Das Leben ist endlich für Mensch und Tier gleichermaßen, ich bin der Überzeugung, dass niemand nur einmal lebt, darum wünsche ich seiner Seele auf ihren Wegen alles Gute, denn der Körper vergeht, aber die Seelenenergie bleibt, genauso wie die Erinnerung an ihn, so lange ich lebe, bleiben wird.

Was genau die Todesursache war, wissen wir immer noch nicht. Egal, es macht ihn nicht wieder lebendig und besser wäre es ihm mit Diagnose auch nicht gegangen.

Kater

kam nicht nach Hause untertags. Ich sehe ihn sonst immer mal im Garten laufen, er mag ja seltenst ins Haus. Will am liebsten nur Futter fassen, wenn dabei die Tür zum Garten offen bleibt. Sommer ist das OK, im Winter ein Kampf.

Um 5 nachmittags rief ich meinen Mann an, ob der Kater morgens zu Hause war. Früh gibt ihm mein Mann Futter, er steht vor mir auf. Antwort „ja, war da, hat gefressen.“ 

Ich rief und rief, Bärli ist nicht der schnellste, aber so nach einer halben Stunde kommt er sonst immer nach sehen. Dienstag nicht. Alle seine Plätze abgesucht. Keine Katze. 

Als mein Mann dann heim kommt, erzählt er, Kater sitzt bei Oma auf der Terrasse. War dann OK, er ist da. Gegen halb 9 abends ging ich doch nachsehen, weil ich keine Ruhe hatte. Da lag Bärli nicht mehr auf dem Stuhl, sondern hinterm Blumenkasten. Macht er eigentlich nicht. Ich nähere mich, er bleibt ruhig, ich streichle ihn und entdecke, die Augen tränen und die Nase läuft leicht. Komisch war, er lässt sich länger streicheln, mag er sonst nicht. Hole meinen Mann und auch er streichelt ihn einige Male, da steht Kater auf und verkriecht sich unter einem Busch. 

Wenn sich Katzen verkriechen und sich untypisch verhalten ist was nicht richtig. Mein Mann holt ihn aus dem Busch und trägt ihn auf dem Arm, geht sonst keine Minute, Kater bleibt ruhig liegen, wir bemerken, er atmet schwer und entschließen uns um 21 Uhr in die Tierklinik zu fahren. Gegen halb 22.30 Uhr kommen wir endlich an die Reihe. Kein Fieber, Herzschläge leicht erhöht, ja atmet schwer, Lunge wird geröntgt. Uns wird Wasser in der Lunge gezeigt und die Ärztin will punktieren. Wir gehen heim. Kater bleibt in der Klink. Seither haben wir ihn nicht mehr gesehen.

Am nächsten Tag wird uns gesagt, Punktion hat 2 Mal nicht funktioniert. Beim zweiten Mal konnten sie nur ganz wenig abziehen. Ein Teil davon wurde eingeschickt, Untersuchung auf FIP. Eine tödlich verlaufende Krankheit. Für die Untersuchung zwecks Tumor oder bakterielle Geschichte blieb nicht genug Material zum versenden übrig. Kater liegt nun in einer Sauerstoffbox und Flüssigkeit hat sich noch etwas vermehrt.

Heute wieder telefoniert, Kater wird kurzatmig bleiben. Untersuchungsergebnis noch nicht erhalten, weiter abwarten. Gestern wurde uns gesagt, ein FIP Kater müsse bis zum Tod in der Wohnung bleiben, das wäre grausam für Bärli. Heute hat sich die junge Tierärztin mit anderen ausgetauscht und es hieß, er könne durchaus aus gehen. So hätte er noch ein selbstbestimmtes Leben, Bärli liebt den Garten, liegt viel in Sträuchern und schläft, das ist für ihn das allerschönste. So wäre sein Lebensabend noch lebenswert. Er ist jetzt 14 Jahre alt. Vielleicht dürfen wir ihn morgen heim holen. Die Ärztin meinte, er ist ja ein ruhiger, braver Kater. Ja stimmt, wenn er Angst hat, oder schwer krank ist, bleibt er liegen und macht keinen Mucks, aber gehts ihm etwas besser, will er raus, da kann er einem durchaus die Hölle heiß machen. Wir haben uns damit abgefunden, jeder ist eben nicht gleich, keine Mensch und auch keine Katze. Ist man im Garten kommt er angelaufen, aber mit rein gehen tut er nur selten, u. wenn, muss die Türe offen bleiben, oder es hat unter -15 C draussen, dann nächtigen wir auch mal im Haus. Ja, die Tage sind wohl gezählt und darum ist es noch wichtiger, dass es für ihn erträglich ist, egal wie das Ergebnis ausfällt, das Alter ist da. Mir geht er sehr ab, Kater ist immer im Gedächtnis.

war das unser Bärli

kann das sein, war das unser Kater Bärli???

Heute morgens lagen drei, zur Strecke gebrachte Mäuse, in der Einfahrt und eine weitere im Eingang. Hat unser Bärli ohne Zähne fette Beute gemacht? Möglich ist es, er frißt auch noch Trockenfutter auf seine zahnlosen Tage. 😉

Wir hatten gestern zwei Mal heftigstes Gewitter, in mancher Gemeine packte es der Gully nicht mehr und das Wasser flutete den einen oder anderen Keller. Sogar Hagel gab es.

Bei uns hatten wir zweimal großes Donnerwetter mit heftigen Regen, alles noch im Rahmen.

Wahrscheinlich waren die Mäusewohnungen jedoch überflutet, und ihre Bewohner mussten raus, draussen wartete schon das Grauen!

heute

musste ich zum Arzt, danach gleich noch zum Tierarzt „getigert“. Unser Leid mit den Zecken vorgetragen. Jetzt bekam ich ein Mittel zum auf die Haut träufeln. Hatte ich vor Jahren, aber meine „Weiber“ gebärdeten sich immer so fürchterlich, dass wir vermuteten, es würde auf der Haut brennen, daher stiegen wir auf Zeckenbänder um. 

Aber diese Mal hilft es nichts, so kann es nicht mehr weiter gehen. Alle Zecken bringe ich nicht vollständig raus, und Bärli hat inzwischen schon hier und da eine entzündete Hautstelle. Ich hoffe das Zeug hilft, denn 32 Euro sind nicht gerade ein Schnäppchen, da sollte die Medizin schon halten was sie verspricht. 😉

wirklich schlimm

dieses Jahr ist es richtig, richtig schlimm was die Zeckenplage betrifft. Unser armer Kater schleppt jeden Tag mehrere an, nur gut, dass er recht geduldig ist und sie sich brav ziehen lässt. Ich ärgere mich, das gekaufte Zeckenband, ist echt für die Katz, 😉 *g* Diese Biester von Schmarotzern hasse ich dermaßen, das kann ich gar nicht sagen. Mal sind es richtig große, fette braune Zecken, dann wieder kleine schwarze. Die längste Zeit ist Bärli nur im Garten unterwegs, das gibt mir zu bedenken, ich will mir nicht auch wieder welche einhandeln.

Das Wetter ist momentan alles andere als schön, es ist nass, es regnet immer wieder, bei 9 Grad nicht wirklich warm, und es bläst ein eisiger Wind. Bärli rennt ständig rein und raus. Was das betrifft ist er mehr als nervig.

Ich muss in den Keller, als ich wieder nach oben komme, fragt mich mein Mann: „ Was hast du an deinen Schuhen kleben, die Fliesen sind rot von der Küche bis ins Esszimmer?“ Ich ziehe meine Sandalen aus und untersuche sie, nichts zu sehen. Ich begutachte die roten Spuren, sage erschrocken, „das ist ja Blut. Wo ist der Kater, hat er sich verletzt?“ „Ich hab ihn vorhin zur Haustüre hinaus gelassen,“ antwortet mein Mann. Ich bin fest der Meinung, Bärli muss sich verletzt haben, reiße die Terrassentüre auf und rufe ihn, normalerweise kommt der nicht, oder eine Ewigkeit später. Ich renne die Treppen runter in den Garten, halte Ausschau nach ihm und prompt steht er plötzlich vor mir und lässt sich auch noch hochheben, ich bin überzeugt, der hat was, sonst verhielte er sich nicht so. Mein Mann untersucht alle Pfoten, den ganzen Kater nichts, wir lassen ihn wieder laufen, wundern uns, dass er so schnell zur Stelle war und sich auch noch untersuchen ließ. Wahrscheinlich klang meine Stimme so bedrohlich, dass er sich dachte, „ui, lieber mal schauen, was Frauchen will, da stimmt was nicht.“ 😉

Ich schnappe mir das Küchenpapier, feuchte es an und mache mich daran die roten Spuren zu beseitigen, knie mit der Lesebrille auf der Nase, am Boden und glaube nicht was ich sehe. Jemand muss auf eine riesige dicke Zecke getreten sein, sie lag platt in einer Blutlache – pfui Teufel – mich schüttelt es. Bestimmt hat sich das Biest von Bärli vollgefressen fallen lassen, als er kurz im Haus war. Ich muss mal beim Tierarzt nachfragen, ob es andere Mittel ausser dem Zeckenhalsband gibt, ich kenne viele, deren Katzen im Bett schlafen, ich bin froh, dass ich das nicht eingeführt habe, ich darf mir das gar nicht vorstellen. 

Rettung in letzter Sekunde

Das Wetter ist heute schön, in der Sonne ist es richtig warm. Ich unterhalte mich mit der Nachbarin übern Zaun. Erzähle ihr vom Reiher und den Enten; da sehe ich etwas im Augenwinkel wischen. Es ist ein große Krähe. Seit einigen Jahren leben die bei uns am Waldrand und machen einen Krach, dass es nicht mehr schön ist. 

Die Krähe müht sich mit ab, sie hat was im Schnabel. Lässt es fallen, pickt drauf ein, packt es wieder ….. Ich sage zur Nachbarin,“ich muss nachsehen, die wird sich doch nicht einen Fisch geangelt haben.“ Eher unwahrscheinlich, aber was kommt einem nicht alles in den Sinn. 😉

Der Vogel kämpft weiter mit seiner Beute, es blitzt etwas auf, der hat eine Blindschleiche, denke ich. In diesem Moment fliegt der Vogel weg, die Beute schlängelt sich mitten auf der Straße wild hin und her. Schnell hole ich aus der Garage Schaufel und Besen und eile zur Hilfe, in dem Moment kommt ein Auto daher, das hätte sie unter Garantie platt gefahren. Ich wedle mit meinem Besen in der Luft Richtung Autofahrer. Es bleibt stehen. Ich bekomme die Blindschleiche nicht auf die Schaufel. Ich hätte sie anfassen können, nein, das wollte ich nicht. Habe zwar schon einmal eine mit dem Finger gestreichelt, die mein Mann in Händen hielt, aber so gerne mache ich das auch nicht. 😉 Ich habe sie mit dem Besen an den Straßenrand geschoben und das Auto konnte vorbei fahren. Mit einem erneuten Schubser landete sie im Grünstreifen, nun muss sie wieder selbst auf sich acht geben, mehr konnte ich für sie nicht tun.

Die Schwanzspitze war verletzt, aber das wird wieder, ich kenne das von früher, als meine Katzen öfter Blindschleichen anbrachten, und ich sie ihnen abgenommen habe. Es war ein richtig schönes großes Tier.

„guten Morgen“

ich betrat die Küche. Mein Mann war schon vor mir aufgestanden.  Er entgegnete, „schau mal in unseren Weiher.“ Neugierig trat ich an die Terrassentüre. Wie schön, nach vielen Jahren besuchte uns wieder ein Entenpaar. Sofort rannte ich durch die Bude und schnappte mir meine Kamera, hatte nur das normale Objektiv drauf. Egal, Hauptsache ein Beweisfoto. 😉 Schon waren einige Schnappschüsse im Kasten. 

Nun wagte ich es, das Objektiv zu wechseln, traute mich damit auch weiter auf die Terrasse und kam dem morgendlichen Besuch näher. So goldig, die beiden, als sie genug gebadet hatten gingen sie noch eine Weil im Garten spazieren. Frau Ente beäugte aufmerksam eine Amsel, die sich an unserem Rasensamen vergriff, den mein Mann am Samstag ausgesät hatte. Die Amsel fand einen dicken fetten Regenwurm, pickte ein wenig auf ihn ein, mehr Interesse zeigte sie jedoch nicht an ihm. 

Kurz drauf, flatterten meine Enten davon, rüber zum Garagendach der Nachbarn. Ich vermute, nun wurde eine Runde in Nachbars Teich geschwommen.