der Jung(gesellen)brunnen

Inzwischen treffen im Teich mehr und mehr Kröten ein. Es wird gequakt was das Zeug hält. Gott Lob ist eine Kröte nicht sehr laut. Sie rufen nach Weibchen, aber keine einzige lässt sich blicken. Ungefähr 10 männliche Kröten habe ich gezählt. Letztes Jahr hatte ich „nur“ 2 Paare im Teich, sie können doch nicht ausnahmslos männlichen Nachwuchs gezeugt haben? Die Kröten kehren immer wieder an ihren Geburtsort zurück.

Einen Tag später finde ich den ersten Krötenlaich im Teich, offensichtlich wurde das Bitten und Betteln der Krötenherren erhört, inzwischen sichtete ich mehrere Paare. Da wir Molche im Teich haben, die nach und nach die geschlüpften Kaulquappen verspeisen, und die Kröten geschützt sind, werde ich der Natur nicht ins Handwerk pfuschen.

Wenn es allerdings zu viele Pärchen werden, muss ich wieder einige abfischen und ans Altwasser übersiedeln. Es gab Jahre da hatte ich über 100 Paare im Teich. Später lebte dann der ganze Rasen, über und über war er mit Kleinstkröten übersät. Man traute sich nicht mehr die Fläche zu betreten. Das möchte ich nicht nochmals erleben. Damals sammelte ich stundenlang die kleinen Tierchen in einen Joghurtbecher ein und trug sie an den Waldrand.

No.7

das Wetter ist milder geworden, der Schnee ist fast verschwunden. Der Weiher im Garten eisfrei.

Ging heute schon in aller Frühe um die Häuser, als ich wieder zurück komme, entdecke ich eine fremde Katze im Garten. Sie saß bei der Katzenminze und schmierte sich ordentlich damit ein. Für manche Katzen ist dieser Duft einfach unwiderstehlich, wahrscheinlich Chanel No. 7 for cats, oder so. *g*

mein Höhlenbewohner

es ist frostig, stille Wasser haben eine Eisdecke bekommen, der Schnee bleibt liegen. Der Bürgersteig ist vereist. Heute schneit es wieder wie verrückt.

Da gefällt es unserem Kater auch nicht mehr auf der Terrasse der Nachbarin. Seit Tagen hat er sich unter unsere Eckbank verkrochen. Da liegt er auf der warmen Fußbodenheizung, versteckt und friedlich vor sich hindösend. Nur, wenn der Magen knurrt, kriecht er hervor. 😉

Und abends, wenn wir das Fernsehgerät angeschaltet haben, dann muss ich Bärli’s Kissen auf der Eckbank aufschütteln und der gnädige Herr rollt sich nach einer Tretelrunde dort ein und bitte streicheln nicht vergessen. 🙂

Ein- zweimal pro Tag, steckt man auch einmal die Nase vor die Türe, aber man ist ganz schnell wieder zu Hause. Das Revier scheint in eisigen Wintertagen nicht so wichtig zu sein. 😉

LOL

Ansage vor dem Essen an meinen Mann. „Nach dem Essen gehen wir heute eine Runde.“ Wir gehen nachts in der Weihnachtszeit gerne spazieren, all die hell erleuchteten Christbäume, die Weihnachtsdeko usw. finden wir schön.

Aber was machen meine Männer, immer nach dem Essen. Bauch voll, hinlegen und ein Verdauungsschläfchen halten. Herrchen und Kater halten da fest zusammen. Wir gingen früher oft um Mitternacht spazieren, aber es gibt ja jetzt eine Ausgangssperre, ich weiß zwar nicht, ob die auch für Spaziergänger gilt, lieber mal kein Risiko eingehen. 🙂

Es war schon nach acht, ich sagte. „So jetzt geh ich noch die Straße auf und ab, bevor es 21 Uhr ist.“ Plötzlich wollten alle raus.

So liefen wir zu dritt die Straße auf und ab, auf und ab, auf und ab, Kater konnte schon nicht mehr, wurde immer langsamer. An bestimmten Stellen muss er die Straßenseite wechseln, immer wieder an den gleichen Stellen, wenn wir vorbei gingen, ob das irgendwelche Revieransprüche sind, wer weiß, wer weiß.

Mein Mann wollte noch nach dem Auto sehen, es machte heute so komische Geräusche, ich sagte, „ich lauf nochmal die Straße rauf und runter und komme dann auch, es ist noch nicht 21 Uhr ;-).

Bärli blieb verdutzt stehen, schien zu überlegen, warum geht Herrchen heim und sie läuft weiter. Ich sagte, „geh zum Herrli, ich geh noch ein Stück.“ 

Doch mein schwarzer Sheriff entschied sich, mich weiterhin zu verfolgen, immer mal die Straßenseite wechselnd. Als auch ich zu Hause angekommen war, legte er sich schwer atmend in die Mitte der Einfahrt. Nach dem Motto, halleluja, endlich habe ich sie heil heim gebracht. 🙂

gescheit

ja unser Bärli wird auf seine alten Tage noch gescheit. Man kann es kaum glauben, aber es scheint so. Jetzt sitzt er nicht mehr den ganzen Tag bei der Nachbarin auf der Terrasse oder klappert sein Revier ab. Seit einiger Zeit liegt er viel im Haus und nachts kommt er auch lieber heim.

Vielleicht auch wegen dem riesigen großen zotteligen, roten Kater, der bei uns die Gegend unsicher macht. Der ist mindesten dreimal so viel wie unser Bärli. Oft kommt dieser Kater nachts bis an meine Küchentüre und miaut rein, als wolle er fragen, „ist Bärli zu Hause?“ Und jedes Mal erschrecke ich wieder, wenn ich seine „Scheinwerfer“ durch die Terrassentüre blitzen sehe ;-). Irgendwie ist er schon furchteinflößend. 😉

ja spinnt d‘ Beppi

aber gewaltig! Unser Bärli war schon immer ein komischer Heiliger, jetzt hat er eine neue Sucht. Er geht fast nur ins Haus, wenn sein Herrchen zu Hause ist. Öffne ich die Türe, bleibt er hocken und glotzt mich nur vorwurfsvoll an. Macht der Herr des Hauses auf, schickt sich der Kater an, rein zu kommen. Raus gelassen werden will er nur von mir. Er meckert, „lass mich raus,“ macht Herrchen die Türe auf, hat Kater keine Lust mehr nach frischer Luft. Erst wenn ich auf stehe und ihn raus lasse, geht er. Manchmal könnte man schon auf den Gedanken kommen, er schikaniert uns vorsätzlich. 😉 

siedend heiß

unser Sohn kam vorbei, wir unterhielten uns über seine Katzen, da fiel das Wort Medikamente.

Jessasna, mir wurde ganz anders, siedend heiß fiel mir ein, wir hatten unseren Bärli schon wochenlang keine Kapsel mehr eingetrichtert. Er braucht wöchentlich eine Hormonkapsel für seinen Hals, eine Autoimmunerkrankung.

Seit seiner Ohr-OP und all dem unangenehmen Drumrum waren alle Beteiligten heil froh, als alles wieder gut war und Bärli  wurde in die Freiheit entlassen, und seither kommt er nur Futter fassen und will sofort wieder raus. Ein komischer Heiliger ist unser Kater schon immer. Auch wir waren froh, endlich mit der Sache abgeschlossen zu haben, und dann dachte keiner mehr an seine wöchentlichen Medikamente. 

Als Kater nach Hause kam, wir ihn gleich gefasst und in den Hals geschaut, sieht für mich gut aus, Kapsel rein und hoffen, dass diese Auszeit keinen Schaden angerichtet hat.

Ausgang

Tag der Freiheit! Bärli durfte nach langer „Gefangenschaft“ endlich wieder Gassi gehen. Welch eine Freude, jetzt hat er bestimmt jede Menge zu tun, er muss sein Revier abklappern. 🙂

Als er raus ging, setzte er sich erstmals auf die Stufen vor der Terrasse und beäugte lange den Garten und den Weiher. Irgendwie konnte er sein Glück noch nicht fassen. Behäbig schlich er am Haus entlang und begutachtete alles, er genoss seine Freiheit sichtlich. Irgendwie kam es mir vor, als würde er denken, „ich habe nicht mehr geglaubt, dass ich das alles nochmals erleben darf.“ 😉

Nun hoffe ich sehr für ihn, dass er sich am Ohr nicht aufkratzt, dann muss der Kragen wieder angelegt werden, sagte die Ärztin, und es gibt wieder Stubenarrest. Gott bewahre uns davor!

Er hatte durch den Kragen viele verfilzte Stellen bis auf die Haut rund um den Hals, ich habe ihm alle Knoten rausgeschnitten. Der schönste Kater ist er momentan nicht auf Gottes Erdboden, aber ein freies, selbstbestimmtes Leben ist zurückgekehrt. Was juckt einem da die Schönheit? 😉

Was mich wunderte, er war an diesem Tag mehrmals da, fasste Futter und trank, er trinkt mir zu viel, er wird doch nichts mit den Nieren haben, wie es bei seiner Schwester war. Momentan möchte ich noch zuwarten, nicht schon wieder mit ihm zum Tierarzt rennen, muss die Sache im Auge behalten. Bärli ist mit seinen 14 Jahren schließlich schon ein betagter Herr!

ja wem hama denn da

„Do schau her, mir ham wieder oan.““Mei schee!“

Mein Mann kam nach Hause, und zeigte mir auf dem handy ein Foto. „Schau amal wos mir ham?,“ sagte er und hielt mir sein handy vor die Nase. 

„So schön, wir haben wieder einen Igel.“ Wir sind gleich zusammen raus in den Garten und tatsächlich war er noch da, allerdings sehr scheu. Ich musste lange warten und als Bestechungsversuch habe ich ihm eine kleine Tomate angeboten. 

Die schien ihn zu interessieren und so bekam ich doch noch sein süsses Näschen auf ein Foto. Verspeisen wollte er die Tomate jedoch nicht. Leider waren gegen 18 Uhr bei uns schon die Lichtverhältnisse sehr schlecht. Seit Tagen regnet es mit kurzen Unterbrechungen.

Bestimmt wohnt Mecki wieder unter der Terrasse. 

Was man doch alles für Gartenbewohner hat und man weiß es gar nicht! 🙂

was er für ein schönes Gesichtchen hat!