Ansage

Im Fahrstuhl steht: Bitte betreten Sie den Fahrstuhl nur mit Maske, reichen Sie anderen Menschen nicht die Hand! Lächeln Sie sie statt dessen an. 

🙂 Ja, Augen können auch lächeln, ich weiß. 😉

Trotzdem finde ich die Ansage daneben, man könnte statt dessen schreiben, begrüßen Sie ihr Gegenüber mit Kopfnicken. 😉 LOL

gewagt

Ende Februar kommt der Deckel aufs Hochbeet, mein Mann hat ihn letzthin drauf geschraubt. Die Baumärkte waren noch nicht geöffnet, daher nahm ich beim letzten Einkauf ein Tütchen Salatsamen – Mainkönig – mit nach Hause. Sonst kaufte ich immer Pflänzchen.

Heute habe ich es gewagt und ihn ausgesät. Ab Februar ins Frühbeet steht schließlich auf dem Samentütchen. Mein Gemahl meinte zwar, ich solle noch etwas zuwarten, aber ……  :-), ich tu nicht immer was er sagt. *g*

Über den Samen habe ich Agnihotraasche ausgebracht und alles dann mit guten Wünschen dem Schicksal überlassen. Deckel zu und abwarten. 😉 Ich bin guter Hoffnung! Schließlich will ich Recht behalten. *g* 

Garten

habe ein wenig im Garten gekratzt. Vermodertes Laub zusammen getragen und auf den Kompost gebracht. Die Wiese sieht schrecklich aus, Grashalme kann man bald an einer Hand abzählen, nur noch Moos. Ich versuchte es ein wenig abzurechen, dann kam der blanke Lehm zum Vorschein, ich hatte keine Lust mehr, irgendwie vergebene Liebesmüh. Schön wird dieser Rasen eh nicht mehr. Zuviel Unkraut im Umfeld und einfach zu winterleitig. 

Drinnen durfte ich dann eine Ewigkeit meine batzigen Schuhe säubern, und den Dreck unter den Nägeln heraus schrubben. Aber ich war für heute an der frischen Luft. 🙂

von Meister Eckhart

Du brauchst Gott weder hier noch dort zu suchen, er ist nicht weiter als vor der Tür des Herzens. Dort steht er und harrt und wartet.

Hast du dich selbst lieb, so hast du alle Menschen lieb wie dich selbst.

Solange du einen einzigen Menschen weniger lieb hast als dich selbst,

so hast du dich selbst nie wahrhaft lieb gewonnen.

Die wichtigste Person ist immer mein Gegenüber.

Der wichtigste Moment ist immer jetzt.

Und plötzlich weißt du:

Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.

Sei bereit, jeden Morgen ein Anfänger zu sein.

Ich kannte Meister Eckhart nur dem Namen nach, ich wollte mehr wissen und fand folgendes:

Man nennt ihn den Erfinder der Gelassenheit. In Erfurt findet man an einer Kirche das Bronzerelief mit folgenden Spruch von ihm. (Bestimmt habt ihr es auch schon gehört. Ich kannte es, aber mehr nicht. Ich liebe es den Dingen auf den Grund zu gehen, und suchte ein wenig im net.)

Das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. In Erinnerung Meister Eckhart 1260-1327 steht dort.

Im 14. Jahrhundert wurde er als Gotteslästerer von Papst Johannes XXII verdammt. Keiner sollte seine Ideen verfolgen, jedoch wird er heute als moderner Denker wiederentdeckt. Vor Beginn des Inquisitionsverfahrens war Eckhart ein bedeutender Prediger in Erfurt und Köln. Die Menschen liefen ihm nach und hörten ihm gerne zu. Doch die Kirche fand ihn gefährlich, Eckhart musste sich die letzten Lebensjahre erklären und verteidigen um nicht auf dem Scheiterhaufen zu landen.

Er verstarb noch vor der Urteilsverkündung 1328 in Avignon. Seine Aussprüche wurden immer wieder aufgegriffen, oft unter anderem Namen, man vermied ihn zu erwähnen.

Eckhart wurde für seine Denkweise vom höchsten Kirchenvater damals verurteilt, heute, Jahrhunderte später, sprechen viele eine ähnliche Sprache wie Eckhart.

Wer mag kann selber suchen und sich dazu Gedanken machen.

Liebe ist …

Liebe ist die stärkste Macht der Welt, und doch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann.

(Mahatma Gandhi)

Liebe ist der Wunsch etwas zu geben, nicht etwas zu erhalten.

(Bertolt Brecht)

Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir  – für immer.

(Konfuzius)

Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.

Der bedeutendste Mensch immer der, der dir gerade gegenübersteht.

Das notwenigste Werk ist immer die Liebe.

(Meister Eckhart)

Sonntagsfrühstück

lange schlafen, den ganzen Tag trödeln, hach wie herrlich!

Um 11 Uhr erst frühstücken. Kein Mittagessen zubereiten müssen. Auch mal ganz nett.

zarte Vollkornhaferflocken

etwas geschroteten gelben Leinsamen

Naturjoghurt

etwas Frischkäse

bisschen Honig

1 Orange

Pistazien

Zutaten mischen, Orangenwürfel unterheben und mit Pistazien garnieren. 

Und danach ein schöner Spaziergang. So mag ich den Sonntag. 🙂

Egal wo wir hin kamen, sahen wir Katzen. Zwei süsse halbwüchsige hinter einem Fenster, so was von niedlich. Eine schwarze, die mich an meine Shiva erinnerte, auch so zierlich und schlank, mein Mann sagte, „red ihr nicht lange hin, nicht dass die mit uns mitgeht.“ An sie hätte ich schon mein Herz verlieren können. Und ein paar Straßen weiter zwei Katzen mit halblangen Fell. Die waren nicht gut aufeinander zu sprechen. 😉 Die eine schimpfte nicht zu knapp, ich hatte den Eindruck, dass sie sich vor der anderen fürchtete. Die tat allerdings so, als ginge ihr das alles nichts an. Ich denke, wären wir nicht in der Nähe gewesen, wäre es schon zur Sache gegangen. Die schimpfende hockte sich in der inzwischen unter ein geparktes Auto. Ah, ich kenne das zu gut. 😉

Der Himmel war blitzblau, die Sonne schien, aber es ging ein eisiger Wind. Wir hatten 5 C plus.

Später entdeckten wir einen neuen Weg, eine Art Abkürzung, die wir noch nicht kannten und trafen eine ehemalige Nachbarin, erfuhren Neuigkeiten aus unserem früheren Viertel. 😉

Danach eine schöne Schnulze im Fernsehen anschauen, so ist der Sonntag richtig gemütlich. 🙂

Birnen

Birnen bekommen.

Habe aus einigen folgendes gemacht.

Birnen geschält und in Würfel geschnitten

Form ausgefettet

unter die Birnen etwas Ahornsirup ca. 2 EL gemischt und den Saft einer halben Zitrone hinzugegeben

ca. einen halben Becher Sahne und eine Hand voll Rosinen drunter gemischt.

Streusel zubereitet

aus 100 g Mehl

80 g gemahlenen Mandeln

etwas Zimt

einige Tropfen Vanille (flüssig)

80 g Zucker

und richtig kalter Butter – 125 g

alles mit der Hand zu Streusel verarbeitet

Obst auf den gefetteten Boden der Form geschichtet, einige Streusel drüber und die Sache nochmals wiederholt.

Ofen vorgeheizt 190 C Umluft, nach kurzer Zeit, ca. 5 Minuten, auf 175 C runter geschaltet. Backzeit ca. 30 Minuten, evtl. Form abdecken, wenn der Teig zu dunkel wird.

Gegessen wird das ganze heiß oder lauwarm, kalt ist es nicht mehr der Hit.

Auch Äpfel statt Birnen sind eine Option.

aggressiv

immer wieder lese ich, dass die Menschen durch Corona aggressiver geworden sind. Die Aggressivität in vielen Familien zunimmt usw. 

Ich stellte das bislang nicht fest im Umkreis, gut in andere Familien kann ich nicht hinein sehen.

Was ich jedoch vermehrt wahrnehme ist, dass sich die Menschen nicht an Vorschriften halten. Sie sind es müde, ständig belehrt zu werden.

Erst neulich wieder an der Kasse, eine Kundin bezahlt, die andere rennt zu ihr ohne Mundschutz, blablabla in höchsten 30 cm Abstand. Als ich mein Auto belade stehen die beiden Weiber eng nebeneinander und rauchen eine Zigarette zusammen. Wie angenehm für mich, die ihr Auto gleich nebenan stehen hatte. Der Rauch steigt unter die Maske und ich habe wirklich Panik genug Luft zu bekommen, noch Minuten später hat man diesen ekeligen Geruch in der Nase.

Die andere reißt sich noch im Geschäft im Hinausgehen die Maske vom Gesicht und wischt sich mit den Händen ausgiebig über Augen und Nase.

Ich hatte noch andere Besorgungen zu tätigen, war in einem weiteren Laden. Die Sonne schien so krass durch die hohen Fenster, dass ich ständig geblendet war, ausserdem war die Brille angelaufen, wie sollte es auch anders sein. Ständig musste ich meine Lesebrille durch die Weitsichtbrille tauschen und andersrum. Irgendwann wird mir dann schwummrig, mein Kopf/Augen können diesen kurzen Wechsel nicht ab. Mein Problem, daher kann ich keine Gleitsichtbrille tragen.

Ich suche nach Waren, die mir die Nachbarin aufgetragen hat. Es sind meist Dinge, die ich persönlich nie kaufe, daher tue ich mich in den Geschäften schwer, sie zu finden. Da stand es doch das letzte Mal, dachte ich, fand aber nichts, ich wurde der Sucherei überdrüssig, fragte die Damen an der Wursttheke, „wissen Sie wo …… ist? Ich sagte, „das stand doch noch letztes Mal dort drüben im Regal. „Stimmt, sagt die andere, aber wir haben die letzte Woche ständig umgeräumt, es könnte jetzt dort drüben stehen. Also wieder suchen …. gefunden! Dann brauchte ich noch Süssstoff. Keine Chance, ich fand nichts. Frage eine Verkäuferin. „Könnten Sie mir sagen, wo ich den Süssstoff finde?“ „Beim Zucker“, kam die Antwort. Ich, „und wo ist der Zucker?“ „In irgendeinem Querregal dort hinten.“ Sie fuchtelte mit der Hand in die Richtung hinter mir. Ich bedankte mich nicht, ich fand die „sehr präzise Antwort“ 😉 unmöglich, ausserdem hatte sie mich gar nicht angeschaut, nur in ihren „Bart“ genuschelt. Wieder wanderte ich die Regale ab, naja wenigstens nannte sie mir, „beim Zucker.“ Zuckerpakete sind leichter zu finden, als so ein kleines Süssstoffdöschen. Grrrrrrr Süssstoff, den soll man eh nicht verwenden, ging es mir durch den Kopf. Wie ich wenig später feststellte, weiß das wohl keiner, denn ich hatte Glück 😉 eine einzige Dose konnte ich noch ausfindig machen. Nur den flüssigen Süßstoff gab es im Überfluss.

Meine Brille beschlug noch immer, die eine rauf, die andere runter. Einiges was gewünscht wurde, war ausverkauft, die Sonne knallte weiterhin durch die Fenster und blendete, ich war auch nicht bester Laune. 

Stelle mich an der Kasse an, ein Mann steht vor mir und beäugt mich. Da er keinen Wagen bei sich hatte, nahm ich etwas mehr Abstand. Da kommt eine Frau von hinten angeschossen, schiebt unsanft meinen Wagen zur Seite und stellt sich vor mich in die Reihe. 

Ich, „Sie können doch jetzt nicht einfach sich vor mich stellen!“ Da brüllt der Mann los, wir waren schon eher da, was wollen Sie eigentlich“ ………. In einer Lautstärke, als ginge es um sein Leben. Das äusserst liebenswerte Geschöpf hätte doch nur sagen brauchen, „Sie – das ist meine Frau.“ Alles wäre gut gewesen. Typisch, einer kauft ein, kurvt mit dem Wagen durchs Geschäft, der andere platziert sich derweil schon mal an der Kasse, genau wie es die beliebten Leute im Urlaub machen. 5 Stunden im Pool hocken, aber 2 Liegen mit ihren Zeug blockieren. Der, der sich mal eine viertel Stunde hinsetzen mag, wird beschimpft und sofort lautstark verscheucht. So eine Art Menschen waren das, die Frau zeterte inzwischen mit ihrem Mann um die Wette, ich schob meinen Wagen zur nächsten Kasse, der unangenehme Geselle brüllte mir weiterhin hinter her, welch unverschämte Person ich sei …… Ich sagte „jetzt kommen Sie mal wieder runter, langsam …“ Die Schimpftirade seinerseits artete noch mehr aus. 

Ich entschied mich nichts mehr zu sagen, und die beiden zu ignorieren.

Ich gebe zu, diese Aggressivität erschreckte mich sehr. Zu Hause sagte ich zu meinem Mann, „du ich bin lieber gegangen, ich dachte der haut mir noch eine Flasche aus dem Einkaufswagen seiner Frau auf den Schädel.“ Es ging eigentlich um nichts. Vielleicht um 5 Minuten Zeit, und der rastete dermaßen aus. Solche Menschen sind für mich das allerletzte, Kinder bringt man bei, Konflikte gewaltlos zu lösen und manche Erwachsene scheinen im Kleinkindalter stecken geblieben zu sein. Solche Ereignisse lassen mich an der Menschheit zweifeln. Ich stellte mir vor, wenn es wirklich um etwas gegangen wäre, ich kenne so gewaltbereite Menschen nicht. Ich glaube, was das betrifft, bin ich weltfremd. 

Die beiden haben sich bestimmt gedacht, „der haben wir es jetzt aber gezeigt, wo der Bartl den Most holt (wo es lang geht)!“

Und ich dachte mir, zwei armselige Menschlein! Hätte der Mann gesagt, „das ist meine Frau“, hätte er sich seine Nerven geschont. Kismet. 😉

Da fällt mir noch Andrea Costa ein, ein italienischer Bürgermeister aus der Emilia Romagna, der ein Boshaftigkeitsverbot erlassen hat. Jede Art von Boshaftigkeit, Wut oder Groll sei im öffentlichen Raum und den sozialen Netzwerken untersagt. 

Er meinte das auch sehr ernst, er sagte: „Während viele Menschen früher noch eine innere Schranke hatten, die nicht übertreten wurde, haut man heute einfach verbal auf die Mitmenschen ein.“

Man fragte ihn auch wie diese Verordnung bei seinen Mitmenschen ankam. Er: „Ich habe jede Menge positive Nachrichten dazu erhalten.“

Wer mehr dazu lesen möchte, gibt den Namen – Andrea Costa – bei Tante Google ein.

Das sollte man gebetsmühlenartig im TV wiederholen, finde ich, statt ständig Mord und Totschlag usw. zu zeigen.

Vorbei!

Heute ist ein glücklicher Tag, ich darf den ganzen Tag zu Hause bleiben. 🙂 Juchhuuuuuu :-))

Wintergericht

man nehme einen Kohlkopf und schneide ihn in ca. 2 cm dicke Scheiben und bestreiche sie auf beiden Seiten mit z. B. Olivenöl.

Gibt in einen Mixer etwas saure Sahne oder ähnl. – dazu Paprikapulver, evtl. auch Tomatenmark etc., Curcumapulver, Salz, Knoblauch und andere Gewürze die man mag. Alles zu einer Paste mixen – bestreiche beide Kohlseiten damit.

Die Scheiben werden auf ein Backblech gelegt und im Ofen bei ca. 180 C so lange gebacken bis sie bissfest oder weich sind. Kommt darauf an, wie man sie mag. Dauert ca. 45 Minuten.

Anschließend den Kohl mit einer Scheibe Käse, einer Scheibe Schinken und wieder einer Scheibe Käse belegen – und nochmals überbacken. 

Ich finde das total lecker.

einmal um den Block

Die Sonne scheint, heute hole ich meine dünnere Steppjacke aus dem Schrank, lasse die Strickweste weg, um ein wenig um den Block zu gehen. Nach 10 Minuten ist mir heiß, dass ich am liebsten die Jacke ausziehen möchte. Nur dort wo der Schatten wohnt, und der Wind leicht weht, ist es frisch.

Ich sehe ein kleines Mädchen auf ihrem Dreirad. Ein süsses Ding, sie hat wunderschöne lockige schwarze Zöpfe und trägt dazu rosa Kleidung. Als sie mich entdeckt, winkt sie und ruft hallo! Ich winke zurück. Die Mutter, die sie vom Balkon aus im Auge behält, lächelt, ich nicke ihr wohlwollend zu. 

In einem Garten entdecke ich jede Menge Krokusse im Rasen, ein schöner Anblick. In einem anderen Garten sehe ich massig Schneeglöckchen blühen, die Welt wird langsam wieder bunter.

Für mich könnte es so weiter gehen, aber wie ich lese, soll es bald wieder kälter werden. Schade.